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2. Januar 2009 | ESV-Halle wird käuflich übernommen

Stadt sorgt für Sportler der Bahn - mit 1,2 Millionen Euro

Konstanz (gro) Ein verwahrloster Bahnhof, immer schlechtere Anbindungen an den Fernverkehr und geradezu hämisch wirkende Vertröstungen seit bald zwei Jahrzehnten: Die Deutsche Bahn AG behandelt Konstanz wie den letzten Dreck. Doch die so schlecht behandelte Stadt ist nicht nachtragend. Im Gegenteil, man stellt Geldmittel für eine Mobilitätszentrale bereit, und für die Sportler der Bahn wird mehr als eine Million locker gemacht. Für 1.204.550 Euro kauft die Stadt die Turnhalle des Eisenbahnersportvereins (ESV) im Hafenareal und die dazu gehörenden 1.335 Quadratmeter Grundfläche.

Stolzer Preis: Pro Quadratmeter rund 800 Euro

Die Millionenausgabe ist im Doppelhaushalt der Stadt für 2009/10 enthalten. Dabei werden für das Grundstück pro Quadratmeter stattliche 800 Euro gezahlt. Die Sporthalle selber ist in diesem Falle mit rund 100.000 Euro veranschlagt. Mehr kann dafür kaum berechnet werden. Schliesslich ist die Halle vor zehn Jahren mit erheblichen Mitteln der Stadt saniert worden. Ausserdem zahlt die Stadt 90 Prozent der Miete, die die Eisenbahnsportler an ihre eigene Mutterorganisation, die Bahn, zu entrichten haben. 20.851 Euro kassiert die Bahn AG pro Jahr (18.766 Euro davon aus dem Etat der Stadt).

Auch der Zoll nutzt die Halle

Ein kleiner Teil der Halle, es sind 80 Quadratmeter, wird vom Zoll genutzt. Die Miete für diese Büroräume fliessen künftig an die Stadt. Den oben erwähnten, 90-prozentigen Mietanteil zahlt die Stadt künftig an sich selbst, und auch der Beitrag des ESV geht dann an Konstanz. Mit dem Ankauf, so heisst es in einer Mitteilung des Presseamts, wolle die Stadt „den Bestand des ESV und der Sporthalle sichern“.



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