Verdammt grossartig – und mit Iain Strachan
Konstanz/Tain/Skype (gro) Es gibt sie seit 25 Jahren, die Band namens „Notty’s Jug Serenaders“. Über ein halbes Dutzend Platten hat die Band in den vergangenen zweieinhalb Jahrzehnten produziert. Das neueste Produkt, der Jubiläums-Sampler, wurde unlängst in Schottland aufgenommen, auf einer Insel namens Skype. Und seither ist vieles anders. „Welcome to the Saint“ heisst die CD, und es ist die beste Scheibe, die von den „Serenaders“ je herausgebracht wurde. Heute wird die CD mit einem Konzert im „Wessenberg“ getauft und vorgestellt: Ein Musterbeispiel an Spielfreude, Musikalität und grossem Gefühl. Und Iain Strachan, der grosse schottische Gitarrist aus Tain, ist mit von der Party bei Anselm am Münsterplatz.
Generalprobe in der „Kugel“
Eingefleischte Fans der Band dürften nichts vermissen: markant bis kühn die Stimme von Bandleader und Gitarrist Notker Homburger; vorlaut, mitsingend, schneidend und grosszügig Thomas Banholzer mit Flügelhorn, Jug, Alphorn und Trompete; boshaft, singend bis freundlich Andi Reinhard mit seinem Altsaxophon. Dazu der Singer/Songwriter Iain Strachan, der zur Plattentaufe aus dem hohen schottischen Norden, aus Tain, an den Bodensee gekommen ist. Man konnte sie alle zusammen bei der Generalprobe für das heutige Konzert gestern abend in der „Steinernen Kugel“ erleben.
Ein ausgewachsens Alphorn war dabei
Die Serenaders haben ihr Jubiläumsprodukt komplett in Schottland, auf der Isle Of Skye, aufgenommen. In einem Ford Transit schleppten sie vergangenes Jahr das ganze nötige Equipement mit – mit samt ihrem Thurgauer Tonmeister Rolf Stauffacher sowie einem ausgewachsenen Alphorn aus Frauenfeld. Dass in Tain auch Iain Strachan zu der Band stiess, war Programm, schliesslich spielt Notker Homburger seit 32 Jahren immer wieder mit dem schottischen Gitarristen. Hinzu kam vor Ort der Dudelsackartist Alasdair Fraser und der spontan hinzu gezogene, schottische Löffelschlagkünstler Eddie Scott.
Eine randvolle CD mit 19 Stücken
Eigentlich wollten die Seranaders in Schottland „bloss ein paar Tracks“ aufnehmen. Daraus ist eine randvolle CD mit nicht weniger als 19 Stücken geworden: gesammeltes Vergnügen für alle, die Musik mögen. Es sind alte Schlager, feine Überraschungen und seriöse Hymnen, Appenzeller Volksstücke, musikalische Entdeckungen aus Alabama und Kansas, melancholische Erkundungen der Highlands und grossartige Beschreibungen von Landschaft, Meer und einer Freundschaft, wie man sie wahrscheinlich nur in Schottland findet. Foto: Frieder Schindele | TMW







