Kritik und Selbstkritik der Baumeister
Konstanz (gro) Einheimische Baumeister bleiben skeptisch: Das Wettbewerbsverfahren für die Realisierung eines Konstanzer Konzert- und Tagungszentrums auf Klein Venedig wird von Architekten der Bodenseeregion nach wie vor kritisch gesehen. Die im Bund deutscher Architekten (BDA) organisierten Baumeister und Planer warten auch mit Selbstkritik auf: Der eine oder andere Kollege sei mit eigenen, alternativen Standortvorschlägen vorgeprescht. Hier, so entnimmt man einem offenen Brief weiter, wäre eine vorherige verbandsinterne Abstimmung vorteilhaft gewesen.
Josef Prinz: „Besser im offenen Verfahren“
Das von Josef Prinz, dem stellvertretenden Vorsitzenden der BDA-Kreisgruppe Bodensee verfasste Schreiben ist eine Mahnung an Stadtverwaltung und Gemeinderat, bei künftigen Projekten wieder stärker auf die Einbindung der einheimischen Architekten zu setzen. Zusammen mit der städtischen Hochbauverwaltung, so meint Prinz, sollte auch ein so ehrgeiziges Projekt wie das Konzert- und Tagungszentrum über ein offenes Verfahren durchaus zu schaffen sein, umso mehr, als sich dadurch auch Geld sparen lasse.
Stadt und Rat wollten Realisierungswettbewerb
Die Stadtverwaltung und die Mehrheit des Konstanzer Gemeinderats haben sich – vor allem aus Zeitgründen - für einen so genannten geschlossenen Realisierungswettbewerb entschieden. Dabei bilden Planer, Architekten und Baufirmen gemeinsam quasi einzelne Generalunternehmen, die von der Stadtverwaltung und den zuständigen Gremien unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgesucht werden. Die Generalunternehmen unterbreiten dann die verschiedenen Vorschläge, und zwar inklusive der Ausführungspreise. Wer sich am Wettbewerb beteiligt, muss also eine Menge Vorarbeit leisten – ohne zu wissen, ob sich die Vorarbeit auch lohnt. Von ursprünglich sechs beteiligten Gruppen hat sich denn auch eine bereits zurückgezogen.
Die Unsicherheit durch den Bürgerentscheid
Der Rückzug einer Gruppe geschah nicht zuletzt im Hinblick darauf, dass die letzte Entscheidung über das Projekt in einem Burgerentscheid getroffen wird. Optimisten hoffen auf eine relativ geringe Beteiligung mit der Folge, dass der erwartete, negative Ausgang Gemeinderat und Verwaltung nicht bindet. Skeptiker halten es für wahrscheinlich, dass der Bürgerentscheid das Projekt verhindert. Alle, die das Projekt ablehnen, lassen sich genau so in zwei Kategorien aufteilen: Die Optimisten setzen darauf, mit Ihresgleichen das Quorum zu erreichen, die Skeptiker fürchten eine zu geringe Beteiligung am Bürgerentscheid.
Was die Bodensee-Architekten ausserdem vermissen
Die Architekten der Kreisgruppe Bodensee sind bei aller Kritik konstruktiv eingestellt. Man hoffe „auf qualitätvolle Beiträge aus dem nun laufenden Wettbewerbsverfahren“. Auch wenn es bis jetzt immer noch an einem überzeugenden Verkehrskonzept fehle. Vermisst wird von den Architekten auch eine tiefer gehende Untersuchung zur städtebaulichen Entwicklung, die sich mit der gemeinsamen Zukunft von Konstanz und Kreuzlingen auseinandersetzt. Dazu hätte nach Auffassung der BDA-Kreisgruppe auch eine Analyse gehört, die sich mit allen in Betracht kommenden Standorten zu beschäftigen gehabt hätte.






Ja lebt denn der alte Holzmichel noch ….. ja er lebt noch!
Aber das Wahlvolk wird ja sehr unmoralisch sein, wenn bereits Millionen investiert wurden und dann das Projekt abgewählt wird. Nein Bürger, unmoralisch wollen wir nicht sein, darum solltet ihr im Nachherein diese Millionen nur noch bestätigen. Liebe Grüße aus der hohen Kultur dieser Stadt.
Kollege gro, was macht den der Kollege RA Horn? War der SK jetzt doch schneller, denn der hatte gleich ein Bild zur Hand, dass er der erste war der berichtet hat, wenn auch mit vielen Fragezeichen. Aber jetzt ist ja alles klar und es wird wieder interessant mit deutlichen Sätzen.