Schwarze Katz wird jugendlich

Konstanz (gro) Die „Schwarze Katz“ wird diese Woche neu eröffnet. Das Traditionslokal in der fast gleichnamigen Gasse hat in den vergangenen Wochen eine Verjüngungskur durchgemacht und ist im Inneren nicht wieder zu erkennen. Mit viel Farbe und schicken Möbeln entstand eine „unselbständige Filiale“ der Neuwerk-Kantine. Mit der gutbürgerlichen Ausrichtung ist es vorbei: Die neue „Schwarze Katz“ dürfte in erster Linie die musikbegeisterte Jugend ansprechen.
Stammgäste hätten gerne weiter gemacht
Nach dem Tod von Horst Reich, der das Lokal in der Katzgasse über 40 Jahre betrieben hatte, war die „Schwarze Katz“ Ende Januar geschlossen worden. Ehemalige Stammgäste hätten die Kneipe gerne weiter betrieben. Doch die Eigentümer vom gräflichen Haus derer von und zu Bodman wollten davon zunächst nichts wissen. Unter anderem wurde ein Verkauf des Anwesens erwogen. Als sich diese Pläne zerschlugen, kam schliesslich doch wieder die Verwertung als Gaststätte in Frage.
Keine neue Konzession für die Miniküche
Eine Weiterführung in der bisherigen Form war jedoch nicht möglich. Horst Reich hatte es zwar vier Jahrzehnte lang geschafft, seine Gäste von einer winzigen und vergleichsweise spartanisch ausgestatteten Küche aus mit absolut leckeren badischen Spezialitäten zu versorgen, und nicht von ungefähr war die “Katz” etwa das Stammlokal des Polizeisportvereins, der dort meist Ende Januar sein Jahresessen zelebrierte. Ganz abgesehen von den vielen Gästen, die sich dort regelmässig mit saueren Leberle und Bratkartoffeln, Fischgerichten, vorweihnachtlichem Gänsebraten und anderen sündhaft gut schmeckenden Mahlzeiten zu sehr bürgerlichen Preisen verwöhnen liessen.
Neuer Treffpunkt in der Stadt
Aus und vorbei mit der alten Kneipenherrlichkeit. Für die Miniküche konnte die Konzession schon aus Rechtsgründen nicht erneuert werden. Da wären grosse Umbauten nötig geworden, und dazu waren die Eigentümer nicht bereit. So kam es, dass sich junge Leute um Cornelius Hanssmann zusammen taten, um im Zentrum der Stadt einen neuen Treffpunkt für Ihresgleichen zu schaffen. Hanssmann ist Geschäftsführer der Neuwerk-Kantine GmbH, und wenn in der neuen „Katz“ doch gegessen werden muss, kommt die Ware fertig aus der Kantine, die dann sozusagen als Catering-Mutter handelt. Denn die neue „Katz“ ist, siehe oben, die „unselbständige Filiale“ der Neuwerk-Kantine. Sauere Leberle, so hört man, stünden allerdings nicht auf dem Lieferprogramm. Foto: Frieder Schindele | TMW






Sogar die Website wirkt etwas spartanisch, aber sehr übersichtlich:
Menüpunkte:
Programm, Mittagstisch (2 Menüs), Newsletter, Kontakt
http://www.kantine-kn.de/mittagstisch.htm