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29. September 2009 | Noch mehr Platz zum Abtanzen im Gewerbegebiet

„Blechnerei“ hat die Hosen nicht voll

Konstanz (wak) Demnächst steigt in Konstanz die ganz große Party. Die „Blechnerei“ wird im Oktober drei und sie bekommt zu ihrem dritten Geburtstag Konkurrenz. Im Oktober eröffnet der „Kunstpark Süd“ neu. Zur Party-Location in der Macairestraße kommt eine zweite in der Byk-Gulden-Straße in einem ehemaligen Autohaus hinzu. Noch ist der neue „Kunstpark Süd“ eine Baustelle – im Internet und in der Byk-Gulden-Straße. Das Schild mit dem Hinweis auf Events steht aber schon vor dem Haus. Das Konzept ist – so wie es bis jetzt aussieht - fast dasselbe. Veranstalter von Events mieten die Location und laden zur Party. Die Hosen voll hat die „Blechnerei“ deswegen aber noch lange nicht.

Party steigt in der „Blechnerei“

Torsten Meißner, der die „Blechnerei“ managt (Foto), bleibt ganz entspannt. Am vergangenen Samstag stieg in der „Blechnerei“ eine Party zu Ehren des verstorbenen „King Of Pop“. Auf die Ohren gab’s die Hits von Michael Jackson. Das Motto: „A Tribute to the king of pop“. Am kommenden Freitag, 2. Oktober, meldet sich Sickness zurück aus der Sommerpause, eine Party, die sich Fans der Techno-Musik nicht entgehen lassen. Einen Tag später, am 3 Oktober, steht dann die Kultparty „Mixed Music“ mit Musik aus drei Jahrzehnten - mit den besten Dance Classics aus den 80-ties, dem Disco-Feeling der 90-ties und brandaktuellen Songs auf dem Programm. Bis 23.15 Uhr haben Ladies & Studis freien Eintritt, die Happy Hour dauert bis 23 Uhr und die Jahrgänge 80, 79 & 77 kommen sogar ganz umsonst rein. Immer freitags und samstags ist Party in der „Blechnerei“. Platz ist für gleichzeitig 500 Gäste. Jürgen Waidele, Mess und sogar die Sportfreunde Stiller waren auch schon da. „Das Konzept ist das Eine, die Umsetzung das Andere“, meint Torsten Meißner. Dass die Veranstalter und die Szene demnächst in den „Kunstpark Süd“ umziehen könnte, glaubt er nicht.

Mieter haben die Wahl

Der Kunstpark (Fotos, aktuelle Außenansichten) will ein offenes Haus sein mit „variabler Raum- und Nutzungsgestaltung“, das auch Veranstaltungsort für Kunst und Kultur ist. So steht es auf der Homepage des „Kunstparks Süd“ im Internet. Die Kunden, die Veranstalter von Partys und Events, mieten die Räume an. Dass die „Mieter“ in der „Blechnerei“ und im neuen „Kunstpark Süd“ dieselben sind, ist nicht ausgeschlossen. Eine Campus-Party, wie sie im August noch in der „Blechnerei“ gefeiert wurde, könnte bald im „Kunstpark Süd“ stattfinden. Einige Namen finden sich bei beiden Locations. Die Mieter, die nach Eröffnung des Kunstparks die Wahl zwischen zwei Locations haben, versprechen sich durch die Konkurrenz „faire Preise“.

Der Kunstpark Süd

Auf dem etwa 2.500 Quadratmeter großen Areal in der Byk-Gulden-Straße im Konstanzer Gewerbegebiet soll „eine urbane Plattform für generationenübergreifende Vernetzung“ entstehen, die in Konstanz einzigartig sein will. Anders als in der „Blechnerei“, die Partyzone und Location für Konzerte ist, möchte der Kunstpark eine vielseitig nutzbaren Kunst- und Veranstaltungshalle und auch Forum für Kunstschaffende sein. Der neue Kunstpark biete sich nicht nur als Location für Konzerte oder Partys an, sondern auch für Kunstausstellungen oder Fotoproduktion, Hochzeiten oder Firmenevents, werben die Macher. Die Mieter können das ganze Paket samt Licht und Tontechnik, Garderobe, Kasse, Getränken, Catering, Servicepersonal und Sicherheitsleuten buchen.

Zwei neue Hallen

„Die lichtdurchflutete Halle 1 mit Bühne und großzügig dimensionierter Bar eignet sich hervorragend für Ausstellungen, Präsentationen, Workshops, Partys und natürlich Musikveranstaltungen“, heißt es auf der Homepage. Die großflächige Fensterfront, die elegante Galerie und der Marmorboden sind als Kontrast zum „Club Zeitgeist“ in der Halle 2 konzipiert. In einer ehemaligen Autowerkstatt soll nach dem Umbau der „Club Zeitgeist“ einziehen. Den undergroundige Werkstattcharakter und das urbane Flair möchten die Macher bewahren.

Unterm Sternenhimmel

Anders als in der „Blechnerei“, in der es einen Veranstaltungsraum gibt, wird im „Kunstpark Süd“ zusätzlich ein Freigelände – unterm Sternenhimmel – entstehen. Geplant ist auch ein Atelier, in dem voraussichtlich ab 2010 die für ihre Schuh- und Comicserien bekannte freischaffende Künstlerin Carolin Baumgartner arbeiten möchte. Carolin Baumgartner ist aber nicht nur Künstlerin. Für den Bereich Veranstaltungen, Programm und Marketing im „Kunstpark Süd“ ist Senad Kalajdzisalihovic und für den kaufmännischen Bereich Carolin Baumgartner zuständig.

Start schon im Oktober?

Wann der Kunstpark eröffnet, ist offiziell noch nicht raus. Auch das Programm steht noch nicht auf der Homepage. Platzhalter gibt es auf der Seite aber schon – auch für Veranstaltungen, die im Oktober stattfinden.

Fotos: Frieder Schindele | TMW



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