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	<title>Kommentare zu: Hans-Helmut Straub liest Wilhelm von Scholz</title>
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	<description>Konstanz und rund um</description>
	<pubDate>Wed, 10 Jun 2026 15:10:35 +0000</pubDate>
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		<title>Von: dk</title>
		<link>http://www.tmw-kn.com/blog/2009/10/28/hans-helmut-straub-liest-wilhelm-von-scholz/#comment-186079</link>
		<dc:creator>dk</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Oct 2009 22:47:12 +0000</pubDate>
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		<description>Es gibt noch ein weiteres Video zur DDR beim SK:

Margot Honecker feiert 60 Jahre DDR
http://www.suedkurier.de/news/brennpunkte/art407,4009998

Mit dem Spruch "die DDR hat Spuren hinterlassen" hat Sie recht; allerdings sollte man es als Warnung verstehen, da es aus den neuen BL schon Sonderbares zu berichten gibt.

Wernigerode liegt am Nordrand des Harzes in S-Anhalt. 
Von einem kleinen Parkplatz abseits im Wald bin ich einen lang ansteigenden Fahrweg Richtung Brocken hochgelaufen. 

Ziemlich kaputt kam ich wieder zurÃ¼ck auf den Parkplatz, als es plÃ¶tzlich von hinten murrt "frÃ¼her hat man noch gegrÃ¼ÃŸt". 
Ein Rentner kam mit kleinem Hund aus einem Seitenweg, worauf ich auch den Kleinstwagen bemerkte. 
Meine automatische Antwort "Ich habe frÃ¼her Verwandte in der DDR besucht und kenne die BegrÃ¼ÃŸungen. Ich bin an der Fachhochschule und hier im StÃ¤dtchen haben sich Ost und West vermischt und so einfach ist das nicht mehr zu erkennen."

Darauf hat er erwÃ¤hnt, daÃŸ er frÃ¼her an der Grenze bei Bad Harzburg gewesen ist. 
ErmÃ¼det hatte ich eine frische Dusche und das Bild vom stempelnden Ost-Beamten im Sinne (so etwas wie Klein-Venedig in Konstanz). 
Da ich Gedanken-versunken nicht reagierte, hat er von Szenen aus der Freizeit mit Freunden in der DDR erzÃ¤hlt. 
Mir wurde durch das konzentrierte ZuhÃ¶ren schwarz vor den Augen und etwas benommen bildeten sich seine Bilder und gleichzeitig eigene Erlebnisse. 
Sprachlos war ich plÃ¶tzlich doch in einer anderen Zeit. 

PlÃ¶tzlich unterbricht er sich selbst und klopft mir mehrmals auf die Schulter und verabschiedet sich, indem er mir alles Gute wÃ¼nscht und ich sollte mich ja nicht erkÃ¤lten, da ich vom Sport durchgeschwitzt war. 
Etwas nachdenklich begab ich mich zum Auto und damit ins Studenten-Wohnheim.

Mein Fazit: 
Immer mal wieder in die neuen BL fahren; erst wenn man nicht mehr gegrÃ¼ÃŸt wird, ist die Wiedervereinigung auch emotional vollzogen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt noch ein weiteres Video zur DDR beim SK:</p>
<p>Margot Honecker feiert 60 Jahre DDR<br />
<a href="http://www.suedkurier.de/news/brennpunkte/art407,4009998" rel="nofollow">http://www.suedkurier.de/news/brennpunkte/art407,4009998</a></p>
<p>Mit dem Spruch &#8220;die DDR hat Spuren hinterlassen&#8221; hat Sie recht; allerdings sollte man es als Warnung verstehen, da es aus den neuen BL schon Sonderbares zu berichten gibt.</p>
<p>Wernigerode liegt am Nordrand des Harzes in S-Anhalt.<br />
Von einem kleinen Parkplatz abseits im Wald bin ich einen lang ansteigenden Fahrweg Richtung Brocken hochgelaufen. </p>
<p>Ziemlich kaputt kam ich wieder zurÃ¼ck auf den Parkplatz, als es plÃ¶tzlich von hinten murrt &#8220;frÃ¼her hat man noch gegrÃ¼ÃŸt&#8221;.<br />
Ein Rentner kam mit kleinem Hund aus einem Seitenweg, worauf ich auch den Kleinstwagen bemerkte.<br />
Meine automatische Antwort &#8220;Ich habe frÃ¼her Verwandte in der DDR besucht und kenne die BegrÃ¼ÃŸungen. Ich bin an der Fachhochschule und hier im StÃ¤dtchen haben sich Ost und West vermischt und so einfach ist das nicht mehr zu erkennen.&#8221;</p>
<p>Darauf hat er erwÃ¤hnt, daÃŸ er frÃ¼her an der Grenze bei Bad Harzburg gewesen ist.<br />
ErmÃ¼det hatte ich eine frische Dusche und das Bild vom stempelnden Ost-Beamten im Sinne (so etwas wie Klein-Venedig in Konstanz).<br />
Da ich Gedanken-versunken nicht reagierte, hat er von Szenen aus der Freizeit mit Freunden in der DDR erzÃ¤hlt.<br />
Mir wurde durch das konzentrierte ZuhÃ¶ren schwarz vor den Augen und etwas benommen bildeten sich seine Bilder und gleichzeitig eigene Erlebnisse.<br />
Sprachlos war ich plÃ¶tzlich doch in einer anderen Zeit. </p>
<p>PlÃ¶tzlich unterbricht er sich selbst und klopft mir mehrmals auf die Schulter und verabschiedet sich, indem er mir alles Gute wÃ¼nscht und ich sollte mich ja nicht erkÃ¤lten, da ich vom Sport durchgeschwitzt war.<br />
Etwas nachdenklich begab ich mich zum Auto und damit ins Studenten-Wohnheim.</p>
<p>Mein Fazit:<br />
Immer mal wieder in die neuen BL fahren; erst wenn man nicht mehr gegrÃ¼ÃŸt wird, ist die Wiedervereinigung auch emotional vollzogen.</p>
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		<title>Von: dk</title>
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		<dc:creator>dk</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2009 09:57:06 +0000</pubDate>
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		<description>Passend zu den Literaturtagen gibt es beim SK ein Video "Pfarrer bewahrt DDR-BÃ¼cher vor der MÃ¼llhalde". Die Story spielt im Raum GÃ¶ttingen und handelt von Ã¼ber 1 Mio. BÃ¼chern. Die Meinung, daÃŸ man sich so "einfach seiner Vergangenheit entledigen wollte" ist sicherlich etwas allgemein.

http://www.suedkurier.de/videos_neu/?bcpid=3706342001&#38;bclid=3612778001&#38;bctid=46658939001&#38;refer=homepage

PersÃ¶nlich habe ich als Besucher der DDR immer einen Teil des (Zwangs-) Mindestumtauschs (30 West-Mark je Tag) in BÃ¼cher "angelegt" und mit an den Bodensee gebracht. Es waren dt. Klassiker und Weltliteratur (allerdings auch Brecht). Sofern man die umgetauschte DDR-Mark nicht vollstÃ¤ndig "drÃ¼ben" lassen wollte, gab es nur sehr beschrÃ¤nkte verfÃ¼gbare Produktgruppen. 

Das "sozialistische Nachwort" war unleserlich, da man sich nie mit diesen politischen Begriffen in der Schule beschÃ¤ftigen muÃŸte und ohne Hintergrundwissen das ganze eher wie sinnlose Verwirrung vorkam: das Lesen einer kleinen Seite des Leipziger Reclam-Verlag-Heftes reichte fÃ¼r die Ewigkeit. Eigentlich Grund genug fÃ¼r etwas Respekt gegenÃ¼ber DDR-BÃ¼rgen, die den Marxismus-Leninismus tagtÃ¤glich lesen muÃŸten.

Nach einigen Jahren Wiedervereinigung und ca. 2 Jahren Studium im Ostharz habe ich diese BÃ¼cher im Rahmen einer groÃŸen EntmÃ¼llungsaktion in den Semesterferien als Altpapier bei der KlÃ¤ranlage entsorgt. Die Original-BRD-BÃ¼cher zur allg. und Regionalgeschichte des Bodenseeraumes wurden an der FH-BÃ¼cherei abgegeben; andere Themenbereiche wurden auch in die groÃŸe Mulde geworfen.

Sofern die obigen 1 Mio. BÃ¼cher doch nicht alle von DDR-BÃ¼rgern stammen, dÃ¼rften sich Ossis und Wessis doch nicht allzu sehr fremd sein - zumindest im Raum GÃ¶ttingen. Ein Hoffnungsschimmer bei meiner Bitte um eine differenzierte Betrachtungsweise (und etwas Nachsicht).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Passend zu den Literaturtagen gibt es beim SK ein Video &#8220;Pfarrer bewahrt DDR-BÃ¼cher vor der MÃ¼llhalde&#8221;. Die Story spielt im Raum GÃ¶ttingen und handelt von Ã¼ber 1 Mio. BÃ¼chern. Die Meinung, daÃŸ man sich so &#8220;einfach seiner Vergangenheit entledigen wollte&#8221; ist sicherlich etwas allgemein.</p>
<p><a href="http://www.suedkurier.de/videos_neu/?bcpid=3706342001&amp;bclid=3612778001&amp;bctid=46658939001&amp;refer=homepage" rel="nofollow">http://www.suedkurier.de/videos_neu/?bcpid=3706342001&amp;bclid=3612778001&amp;bctid=46658939001&amp;refer=homepage</a></p>
<p>PersÃ¶nlich habe ich als Besucher der DDR immer einen Teil des (Zwangs-) Mindestumtauschs (30 West-Mark je Tag) in BÃ¼cher &#8220;angelegt&#8221; und mit an den Bodensee gebracht. Es waren dt. Klassiker und Weltliteratur (allerdings auch Brecht). Sofern man die umgetauschte DDR-Mark nicht vollstÃ¤ndig &#8220;drÃ¼ben&#8221; lassen wollte, gab es nur sehr beschrÃ¤nkte verfÃ¼gbare Produktgruppen. </p>
<p>Das &#8220;sozialistische Nachwort&#8221; war unleserlich, da man sich nie mit diesen politischen Begriffen in der Schule beschÃ¤ftigen muÃŸte und ohne Hintergrundwissen das ganze eher wie sinnlose Verwirrung vorkam: das Lesen einer kleinen Seite des Leipziger Reclam-Verlag-Heftes reichte fÃ¼r die Ewigkeit. Eigentlich Grund genug fÃ¼r etwas Respekt gegenÃ¼ber DDR-BÃ¼rgen, die den Marxismus-Leninismus tagtÃ¤glich lesen muÃŸten.</p>
<p>Nach einigen Jahren Wiedervereinigung und ca. 2 Jahren Studium im Ostharz habe ich diese BÃ¼cher im Rahmen einer groÃŸen EntmÃ¼llungsaktion in den Semesterferien als Altpapier bei der KlÃ¤ranlage entsorgt. Die Original-BRD-BÃ¼cher zur allg. und Regionalgeschichte des Bodenseeraumes wurden an der FH-BÃ¼cherei abgegeben; andere Themenbereiche wurden auch in die groÃŸe Mulde geworfen.</p>
<p>Sofern die obigen 1 Mio. BÃ¼cher doch nicht alle von DDR-BÃ¼rgern stammen, dÃ¼rften sich Ossis und Wessis doch nicht allzu sehr fremd sein - zumindest im Raum GÃ¶ttingen. Ein Hoffnungsschimmer bei meiner Bitte um eine differenzierte Betrachtungsweise (und etwas Nachsicht).</p>
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