Wenn Trauben am Bismarkturm einsam vor sich hin frieren
Konstanz (gro) Der Hagel im Mai war verheerend, doch ein paar Trauben haben das Unwetter überlebt - und sogar den Vogelfrass. Nun reifen unterm Bismarckturm vereinzelt einige prächtige Fruchtstände in der Kälte einsam heran. Für ein paar Fläschchen Eiswein könnte es durchaus reichen. Mindestens Minus 7 Grad stark muss der Frost sein, um die Trauben, die normalerweise im September und Oktober geerntet werden, so zu verwandeln, dass aus ihnen ein sehr süsser und sehr säurehaltiger Wein gekeltert werden kann.
Erfunden wurde der Eiswein vor gut 178 Jahren in der Gemeinde Dromersheim bei Bingen. Am 11. Februar 1830 wurde „der vermutlich allererste Eiswein“ (Wikipedia) von Trauben des Jahrgangs 1829 gelesen. Foto: Frieder Schindele | TMW





