Dornröschen » Blog Archive » Millionen für die Stadte - was ist mit Schulen auf dem Land?
Leserkommentare
 
Sponsoren
27. Januar 2010 | Fachleute und Politiker diskutieren heute im Rathaus Gaienhofen

Millionen für die Stadte - was ist mit Schulen auf dem Land?

Konstanz/Gaienhofen (gro) Millionenschwere Investitionsmittel für die Schulen in den Städten, Umwandlung der Hauptschulen und Ausbau von Realschulen und Gymnasien – da fragen sich Eltern auf dem Lande umso mehr, wie sich die Schullandschaft bei ihnen da draussen am besten zu gestalten hätte. Um auch dort aus dem Schulsystem das Beste heraus zu holen, hat sich das „Bürgerforum Höri“ dieser Zukunftsfrage angenommen. In einer Podiumsdiskussion zur Schulentwicklung auf dem Lande am heutigen Mittwoch im Bürgerhaus in Gaienhofen (nicht wie geplant im Rathaus Iznang) sollen aktuelle Informationen gegeben und Chancen ausgelotet werden.

Bürgerforum: Das Interesse ist riesengross

Mit dem Konstanzer Erziehungswissenschaftler Tino Bargelt wird im Bürgerhaus Gaienhofen für die Diskussionsrunde ein ausgewiesener Fachmann aufgeboten. Schliesslich war es Bargelt, der im Auftrag der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ein Gutachten zur Schulentwicklung im Hinblick auf das Jahr 2025 ausgearbeitet hat. Bei den Veranstaltern rechnet man mit lebhaftem, ja „riesengrossem“ Interesse. Deshalb sei die Podiumsdiskussion vom Rathaus Iznang in den grossen Bürgersaal Gaienhofen verlegt worden.

Streitbarer Pädagoge mit auf dem Podium

Die Landespolitik ist dank Norbert Zeller und Siegfried Lehman vertreten. Für Lehmann, den Wahlkreisabgeordneten der Grünen, gehört die Beschäftigung mit bildungspolitischen Themen zum Kern seiner Arbeit. Vor allem mit Fragen zur Entwicklung der Realschulen und beruflicher Gymnasien hat sich der Abgeordnete Beschäftigt. Direkt eingebunden in die landespolitischen Entscheidungsprozesse ist der SPD-Abgeordnete Zeller. Er sitzt dem Schulausschuss des Landtags vor. Besonders neugierig darf man sein auf Rudolf Bosch, Hauptschulrektor, engagiert-streitbarer Pädagoge und Initiator des Vereins „Länger gemeinsam lernen“.

Von den Stärken alternativer Schulformen

Bargelts Gutachten zur Schulentwicklung in Baden–Württemberg befasst sich mit dem Zustand und der Zukunft der Schullandschaft des Landes. Der erziehungswissenschaftler wird sein Gutachten vorstellen, in dem nicht nur die traditionellen Formen, sondern auch die Stärken alternativer Schulformen behandelt werden, etwa die Verbundschule (Regionalschule) oder die integrierte Sekundarschule (Gemeinschaftsschule). Der Leistungsvergleich zur Schulversorgung, so erklärt das Bürgerforum Höri in einer Ankündigung der Podiumsdiskussion, liefere „Antworten auf die grundlegende Frage: Welcher Zuschnitt der Schulen, gegliedert oder integriert, ist am besten geeignet, ein wohnortnahes, tragfähiges und zuverlässiges Schulangebot in den Gemeinden und Regionen nachhaltig zu sichern?“



 Kommentieren    Trackback    Drucken

Ein Kommentar

  1. 1. dk

    Dank der grossen Apple-Show ist das “mobiles Internet” sehr bewusst geworden und man hat eigene Kenntnislücken erkannt. Das nicht nur stadtnahe “Land” ist nun auch technologisch beachtenswert. Vermieter könnten bei ihren Anzeigen (Stadt/Land) aufgeführen, ob DSL 16.000-Anschüsse möglich sind und den Abstand zum nächsten UMTS-Mast nennen. Vielleicht sollte man das “KNer Zentrums-Prinzip” nicht so generell anwenden.

    Meines Wissens sind Sonderangebote und Sponsoring von IT-Konzernen für ihre Technologien (Hard-/Software) nicht auf Schulen von Städten beschränkt.
    Häufig gibt es auch Förderungen bei Existenzgründungen und Zugang zum Business-Eco-Systemen (z.B. mit gegenseitiger Promotion von vielen Mio. Mitgliedern). Sicher ein Aspekt für die Berufsplanung in Krisenzeiten für junge Menschen.

    Die grossen BillGates-Aktionen für IT-Grundausstattung in Afrika wurden bisher von mir auch als Microsoft-Promotion angesehen, wobei die Sicht heute etwas ändert; nicht nur weil zeitgleich auch die geringeren Beträge von “grossen” Waffengeschäften bekannt wurden.

    Bill und Melinda Gates stiften 10 Milliarden US-Dollar für Impfstoffe
    http://www.heise.de/newsticker/meldung/Bill-und-Melinda-Gates-stiften-10-Milliarden-US-Dollar-fuer-Impfstoffe-918029.html

    PS. der Verfasser hat ein linkes Auge mit 50% weniger Sehkraft und wird künftig Brillenträger, was laut Augenarzt nicht vom Internet verursacht ist.
    “Gott sei Dank” meinte das rechte Auge am Freitag dazu.

Neuen Kommentar schreiben ...