Ablehnungsabend am Rande der Stadt mit zwei Architekten
Konstanz (gro) Mit zwei Architekten bewehrt begründet und erläutert der SPD-Ortsverein Konstanz am heutigen Donnerstag sein „Nein“ zum projektierten Konzert- und Kongresshaus auf Klein Venedig. Die Veranstaltung im Hinblick auf den Bürgerentscheid am 21. März beginnt um 19 Uhr im Restaurant „Hohenegg“, also am Rande der Stadt. Die Konstanzer Sozialdemokraten dürften trotzdem mittendrin liegen. Schliesslich ist die Ablehnungsfront in den Vororten der Stadt besonders stabil. Zwei in der Sache kritische Architekten unterstützen die SPD in ihrer ablehnenden Haltung.
Ein Verfahren wider die Kreativität?
Der Kreuzlinger Baumeister Andreas Rogg ist schon wegen des Verfahrens und aus weiteren, grundsätzlichen Erwägungen gegen das Projekt, das in Konstanz ein weiteres Mal zur Entscheidung ansteht. Als Mitbegründer des Architektur-Forums wird er im „Hohenegg“ seine Kritik darlegen, vertiefen und in der Diskussion erläutern. Von Herbert Schaudt, dem Zweiten im architektonischen Bunde, darf man erwarten, dass er – ähnlich wie und noch mehr als Rogg – das Verfahren geisseln wird. Wer den vielfach preisgekrönten Konstanzer Architekten auch nur ein bisschen kennt, weiss, dass der mittlerweile abgeschlossene Lösungsweg Schaudts kreativer Baumeisterkunst geradezu diametral entgegen steht.
Leipolds undankbare Aufgabe
Jürgen Leipold, der Vorsitzende der SPD-Gemeinderatsfraktion, hat heute im „Hohenegg“ die undankbare Aufgabe, die verschiedenen entscheidenden Beschlüsse im Gemeinderat zu erklären. Es geht dabei sowohl um den Beschluss zum gewählten Verfahren, dem so genannten Investoren-Wettbewerb, der aus rechtlichen Gründen nun einmal hinter verschlossenen Türen ablaufen muss, als auch um den einstimmigen Beschluss der auch von der SPD besetzten Findungskommission, der das nun zur Debatte stehende Wettbewerbsergebnis zur Folge hat.






Könnte mich mal einer aufklären…
Die Frage des kommenden Bürgerentscheids ist ja “Sind Sie für den Bau des Konstanzer Konzert- und Kongresshauses auf dem Gelände Klein-Venedig?”.
Wieso habe ich den Eindruck, daß NEIN-Sager hier als KKH-Gegner gebrandmarkt werden? Wenn jemand “nur” gegen den Stadort Klein-Venedig wäre, wäre er automatisch in den Augen der meisten ein KKH-Gegner?
Irgendwie ist das aus dem Blick geraten. Jeder müßte eigentlich NEIN ankreuzen, denn der Verkehr wird nicht sinnvoll zu bändigen sein, und es existiert bisher doch wohl auch kein schlüssiges Programm, das dieses Problem zu lösen verspricht.
KKH ist nicht wirtschaftlich zu führen - Email-Zitat von Herrn Hilmar
Wörnle: “Keiner der Befürworter –soweit mir bekannt- behauptet ein
solches Haus sei in der Form wirtschaftlich zu führen,”