Immerhin eine halbe Million…
Konstanz (gro) Alles in allem wird die überfällige Sanierung des Konstanzer Klinikums 32 Millionen Euro an städtisch-spitälischen Finanzen verschlingen. Der Spitalausschuss des Gemeinderats hat sich heute aber nicht nur mit dieser letzten Endes wohl regulären Gesamtsumme zu beschäftigen. Zur Debatte stehen ferner etliche 100.000 Euro für Boni, Überstunden und unklare Vertragsverhältnisse. Und mancher kommunale Parlamentarier dürfte sich fragen, ob am Klinikum nicht noch sehr viel mehr Finanzmittel eher so nebenher zur Disposition stehen.
Alles was über 250.00 Euro liegt
Dass die leidige Auseinandersetzung mit einem zwar früheren, aber mindestens pro forma nach wie vor im Klinikum angestellten „Verwaltungsdirektor“ den Spitalausschusses beschäftigt, liegt laut Verwaltungspapieren nur daran, dass die umstrittene Summe etwas über 250.000 Euro liegt. Und weil mit 291.336 Euro auch die Nachforderung einer mit dem Klinikum zusammenarbeitenden Arztpraxis über die erwähnte Grenze reicht, muss heute der oben erwähnte, gemeinderätliche Ausschuss auch in diesem Falle einbezogen werden.
Wieviel mag insgesamt strittig sein?
32 Millionen Euro – das bedeutet nach einer spontanen, aber sehr wahrscheinlich zutreffenden Schätzung von SPD-Stadtrat Herbert Weber (SPD) „bei angemessenem städtischem Anteil und angemessener Finanzierungsfrist“ in den kommenden 10 Jahren eine jährliche Belastung des Konstanzer Etats „in Höhe von 2,5 bis 2,6 Millionen Euro“. Hinzu zu rechnen wären allerdings weitere, unter Umständen durchaus nennenswerte Finanzmittel, die derzeit noch strittig sind.
Nur die Spitze des Eisbergs?
Angesichts der prekären Finanzlage der Stadt und ihrer angeschlossenen Unternehmen dürfte es jedenfalls von Interesse sein zu erfahren, wie hoch die Gesamtsumme ist, um die zur Zeit am Klinikum intern gestritten wird. Sollten die oben erwähnten, gut 500.000 Euro nur die Spitze des traditionellen Eisbergs bilden, würde sich die Gesamtsumme auf mindestens 3,5 Millionen Euro belaufen. Die Mitglieder des Spitalausschusse haben es heute in der Hand, etwas genauere Zahlen in Erfahrung zu bringen. Bild: FS | TMW





