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22. Mai 2010 | Kommenden Mittwoch in „Kulturplatz“

Schweizer Fernsehen widmet sich Lenks Papst-Figur

Konstanz (wak/gro) In der neu eröffneten Mobilitätszentrale im Konstanzer Bahnhof kommt das neugierige Volk dem umstrittenen Päpstlein aus der Werkstatt von Bildhauer Peter Lenk ganz nahe. Nicht wenige Konstanzer staunen, wie gross die Figur tatsächlich ist, die sonst am Ende des Pegelstegs von der Hafenschönen Imperia in luftiger Höhe präsentiert wird. Die meisten Betrachter sind angenehm überrascht. Die 700 Kilo schwere Skulptur wird offenbar sehr selten als anstössig empfunden und weckt vor allem Heiterkeit. Dass der zu Stein gewordene Gaukler, der sich mit der gewaltigen Tiara eine Insignie geistlicher Macht angeeignet hat, so viel Wirbel ausgelöst hat, will nicht so recht einleuchten. Die nächsten Wochen kann die Figur dort sitzen bleiben. In vier Wochen soll der Aufsichtsrat neu entscheiden, ob Lenks Papstfigur wieder weg muss oder bleiben kann.

Wen stört die Skulptur?

Bei der Eröffnung der Mobilitätszentrale saß die umstrittene Figur des Bildhauers Peter Lenk am Freitag unbehelligt auf ihrem Podest am Nordeingang des Bahnhofs, über den man direkt in die Räumlichkeiten der Tourist-Information gelangt. Während das SWR-Fernsehen, das sich sonst auch wesentlich langweiligeren Events widmet, bei der Bahnhofseröffnung fehlte, befragten Barbara Seiler und Peter Hammann vom Schweizer Fernsehen schon einmal Besucher des Bahnhofs, ob sie die Skulptur stört. Was geantwortet wurde, ist kommenden Mittwoch zu erfahren: in der Reihe „Kulturplatz“, die vom Schweizer Fernsehen SF1 nach den Nachrichten („10vor10“) und „Reporter“ gegen 22.30 Uhr ausgestrahlt wird.

Horst Frank will die Papst-Figur wieder los werden

Horst Frank, Oberbürgermeister der Stadt Konstanz, Felix Gemperle von den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), Jürgen Ruff, Vorsitzender des Fördervereins Mobilitätszentrale sowie Reinhold Pohl und Sven Hantel von der Deutschen Bahn AG stellten dem Publikum die neuen Dienstleistungsangebote im Bahnhof Konstanz vor. Auch Frank sprach über Mobilität, widmete sich aber auch der Papst-Skulptur. Der Bahnhof habe deswegen „Furore“ gemacht. Kunst könne Anstösse geben. Lenk sei ein Künstler, der für „große Effekte“ zu sorgen wisse. Auf Dauer wolle er das aber nicht, gestand der Oberbürgermeister. Offensichtlich wäre ihm recht, wenn das Päpstlein bald wieder entfernt würde.

Erste internationale Mobilitätszentrale

In der Mobilitätszentrale sind auf rund 410 Quadratmetern Flächen das DB Reisezentrum, der SBB-Verkaufsschalter und die Touristikinformation Konstanz unter einem Dach vereint. Sven Hantel sagte: „Der Bahnhof Konstanz hat die erste internationale Mobilitätszentrale in einem deutschen Bahnhof. Dort finden Bahnkunden ein umfangreiches Reiseangebot mit einer umfassenden Mobilitätsberatung über die einzelnen Verkehrsunternehmen hinaus.”

SBB verbindet Konstanz mit Schweizer Fernverkehrsnetz

Im Konstanzer DB Reisezentrum erhalten die Kunden Fahrkarten, Sitzplatzreservierungen und Reiseauskünfte aller Art. „Das bisherige SBB-Reisezentrum im Schweizer Bahnhof entsprach nicht mehr den Bedürfnissen unserer Kundschaft”, sagte Felix Gemperle, Direktor der Schweizerischen Bundesbahnen. Er machte Festgäste und Zaungäste darauf aufmerksam, dass Konstanz - neben dem Regionalverkehr - mit stündlichen, direkten Verbindungen ans Schweizer Fernverkehrsnetz angeschlossen ist. Deshalb biete das Schalterpersonal in Konstanz auch das umfassende SBB-Reisesortiment an. Dazu gehören Bahnbillette in die Schweiz, General-, Halbtax-, und Verbundabonnemente sowie Eventtickets für Veranstaltungen aller Art. Zudem übernimmt das SBB-Reisezentrum neu das „Kundencenter Seehas“. Ein besonderer Verkaufs- und Beratungsschwerpunkt ist das Angebot „Schweizer Alpenzüge”, welches speziell für die Kunden von Konstanz und Umgebung erarbeitet wurde. Es enthält eine Vielzahl an Vorschlägen für Reisen mit den weltberühmten Schweizer Panoramazügen wie „Glacier-Express“ und „Bernina-Express“.




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