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29. Juni 2010 | Einstiger Wahlkonstanzer und SÜDKURIER-Redakteur ausgezeichnet

Wissenschaftspreis für den Journalisten Joachim Mahrholdt

Konstanz (gro) Ein ehemaliger Wahlkonstanzer ist mit dem erstmals verliehenen UMSICHT-Wissenschaftspreis ausgezeichnet worden. Der mit 15.000 Euro dotierte Preis wird vom Förderverein des Fraunhofer-Instituts verliehen. Joachim Mahrholdt, so heisst unser Wahlkonstanzer, erhielt ihn in der Sparte Journalistik zugesprochen. Das dürfte vor allem ehemalige Kollegen beim Lokalblatt „Südkurier“ freuen, wo Mahrholdt von 1982 bis 1984 sein Volontariat absolvierte. Der angehende Tageszeitungsjournalist hätte damals auch eine Beamtenlaufbahn als Pädagoge einschlagen können. Denn kurz zuvor hatte er an der Universität Konstanz sein Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien absolviert.

Vom „Südkurier“ nach Paris und dann zum ZDF

Mahrholdt entschied sich für den Journalismus. Als er nach dem erfolgreich beendeten Volontariat 1984 als Redakteur in der Lokalredaktion Donaueschingen eingesetzt wurde und sich nach zwei Jahren Sorgen machen musste, dort womöglich zu versauern, bemühte er sich erfolgreich um ein Stipendiat bei der Stiftung „Journalisten für Europa“ und wechselte für ein Jahr nach Paris. Unmittelbar anschliessend wurde er Redakteur beim ZDF in Mainz. Seit Jahren arbeitet er dort als Umwelt-Redakteur. Den UMSICHT-Preis des Fraunhofer-Instituts erhielt Mahrholdt für seinen Film „Kraftwerk Sonne – Energie aus dem Weltall“, der im ZDF-Info-Kanal zu sehen war.

Lob für Mahrholdts journalistische Leistung

Die Jury, so heisst es in der Begründung zur Preisverleihung, habe diesen Beitrag ausgewählt, da er „auf kompakte und sehr prägnante Weise ein komplexes Thema umfassend der Öffentlichkeit präsentiert und hilft, die Meinungsbildung in Bereich Solarenergie zu gestalten“. Weitere Preisträger (der Preis ist in drei Abschnitte geteilt) sind der Wissenschaftsjournalist Jan Lublinksi und der Umwelt-Ingenieur Claudio Cinquemani. „UMSICHT“ steht für Umwelt-, Sicherheits- und Energie-Technik. Der Preis wurde im Rahmen der 20-Jahr-Feier der Forschungseinrichtung in Oberhausen vom Präsidenten des Wissenschaftsforums Ruhr, Professor Dietrich Grönemeyer, überreicht.

Der Hobbypilot spricht vier Sprachen fliessend

Mahrholdt, der vor knapp 54 Jahren in Mühlheim an der Ruhr geboren wurde, sein Abitur am Duisburger Steinbart-Gymnasium ablegte und Germanistik sowie Romanistik in Düsseldorf, Nantes und Konstanz studierte, sprach schon während seines Volontariates fliessend Englisch und Französisch. Inszwischen spricht Mahrholdt, der seit 25 Jahren den Pilotenschein hat und mit einer Italienerin verheiratet ist, ebenso fliessend Italienisch. Eines seiner Hauptprobleme, das wir schon aus seiner Zeit in Konstanz kennen, ist nach wie vor, ausreichend Zeit zu finden, seiner Leidenschaft als Jazzklarinettist und – saxophonist zu frönen.




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