Fast alle Politiker gegen Lenk - Güllers Haltung irritierend
Konstanz (gro) Mit Ausnahme von Brigitte Leipold (SPD) haben alle politischen Vertreter im Aufsichtsrat der Touristinformation (TIK) für die Entfernung von Peter Lenks Papstfigur in der Bahnhofshalle gestimmt: Oberbürgermeister Horst Frank, Charlotte Dreßen (Freie Grüne), Tatjana Wolf (FDP), Heinrich Fuchs (CDU) und Anselm Venedey (FWG). Die 6. Stimme kam von Benjamin Güller, dem Chef des Fremdenverkehrsvereins (Kontour e.V.). Die übrigen Nicht-Kommunalpolitiker stimmten gegen die Entfernung der Figur: Jürgen Rönsch und Dieter Wäschle, Güllers Stellvertreter im Fremdenverkehrsverein, sowie Daniel Bensemer als Vertreter des Wirtekreises und – last but not least – Ekkehard (!) Greis vom Treffpunkt. Die 5. Stimme kam von Brigitte Leipold (SPD).
Ärger auch bei den Freien Grünen
Mit 6:5 Stimmen war die Entscheidung zu Gunsten des Kunst-Entfernungsantrags der TIK-Geschäftsführung denkbar knapp ausgefallen. Irritiert ist man nun vor allem in Kreisen des Fremdenverkehrsvereins. Schliesslich war es Güllers Vorgänger Werner Häusler, der vor knapp 20 Jahren als Vorsitzender des Fremdenverkehrsvereins dafür gesorgt hatte, dass Konstanz zu seiner Imperia kam, die inzwischen weltweit zum Wahrzeichen von Konstanz geworden ist. Ärger auch bei den Freien Grünen, wo viele Parteifreunde gegen die Entfernung des Päpstleins sind, weil dies als Einknicken gegenüber dem Druck stockkonservativer kirchlicher und politischer Kreise interpretiert werden müsse, während die weit überwiegende Mehrheit der Bevölkerung die Anwesenheit der Figur in der Bahnhofshalle begrüsse.
Als Imperia noch Benjamin Güllers Schreibtisch schmückte
Die Entscheidungsträger im Aufsichtsrat der Konstanzer Tourist-Information werden sich ihr Votum gut überlegt haben. Davon darf ausgegangen werden, obwohl das Gremium hinter verschlossenen Türen tagte und argumentierte. Wie verschlungen solche Entscheidungswege verlaufen können, lässt sich im Falle des Kontour-Chefs und Inselhotel-Direktors Benjamin Güller erahnen. Vor Jahren zierte eine verkleinerte Version der Imperia aus Bronze den Schreibtisch Güllers. Er hatte offenbar einen Narren gefressen an Lenks Hafenschönheit. Sonst hätte der Schweizer Hotelier die Nachildung wohl kaum aus der Vitrine im inneren Foyer des Inselhotels geholt, um Imperia bei der Arbeit noch ein bisschen näher sein zu können. Auch insofern ist Güllers Negativvotum gegenüber Lenks Kunstwerk in der Bahnhofhalle irritierend. Eine Erklärung wäre, dass zu viel Nähe vielleicht doch nicht so gut tut, schon gar nicht bei einer verführerischen Frau, die mit Männern so respektlos umgeht wie Imperia.






Danke für die Veröffentlichung der Namen!
Denen kannst jetzt allen ein PapstFoto “unten ohne” schicken oder die netten Heiligenbilder vom Kloster Andechs.
Anschließend werden diese mind. SELIG gesprochen, wenn nicht sogar HEILIG;-)