In 10 Jahren einen ganzen Wald in die Stadt gepflanzt
Konstanz (gro) Rund 2000 Bäume sind während der vergangenen 10 Jahre im Konstanzer Stadtgebiet neu gepflanzt worden. Dies geht aus einer Erhebung des Presseamts hervor. 2000 Bäume – das ergäbe ein ansehnliches Wäldchen. Doch die neu gepflanzten Gewächse sind übers ganze Stadtgebiet verteilt und ersetzen gefällte Bäume, die wegen Altersschwäche, Krankheit oder wegen ausgreifender Bauvorhaben weichen mussten. Die Bilanz fällt positiv aus: 850 Bäume wurden gefällt, 2000 sind neu gepflanzt worden. Im Übrigen stehen, wie der Erhebung des Presseamts weiter zu entnehmen ist, über 50 Prozent des Stadtgebiets unter gesetzlichem Schutz. Symbol für den naturnahen Gestaltungswillen ist die neu entstandene Kunstgrenze auf Klein Venedig, Dort ist um Johannes Dörflingers Tarot-Skulpturen eine blühende Landschaft entstanden, wo bis vor wenigen Jahren ein hässlicher Maschendrahtzaun trennendes Grenzland markierte.
3.200 Hektar des Stadtgebiets unter gesetzlichem Schutz
Nicht weniger als 5.410 Hektar der Konstanzer Gemarkungsfläche sind als Naturschutzgebiete oder als Naturdenkmal ausgewiesen. Das sind rund 12 Prozent. Hinzu kommen Landschaftsschutzgebiete, die allein 36 Prozent des Stadtgebiets umfassen. Ergänzt werden die geschützten Grünbestände durch „Natura-2000“-Flächen, Waldflächen und Biotope. Insgesamt stehen in Konstanz, so teilt das Presseamt mit, 3.200 Hektar oder über 50 Prozent des Stadtgebiets unter gesetzlichem Schutz, soviel wie in keiner Stadt am Bodensee. Um die Grössenordnung anschaulich zu machen, sei folgender Vergleich erlaubt: Das Lago-Shopping-Center hat eine Grundfläche von 1,4 Hektar; es würde mehr weit als 2000 Mal in den Natur-gesetzlich geschützten Teil der Gemarkung Konstanz passen.
Der See ist überall nicht weit entfernt
Zur besonderen Qualität der Stadt Konstanz zählt auch, dass es aus dem inneren Stadtgebiet nirgends weiter als 12 bis 15 Gehminuten bis zu einem Ufer des Bodensees ist. Das resultiert aus der „genialen“ Lage der Stadt zwischen Überlinger See, Konstanzer Trichter und Seerhein. Als innerstädtische oder stadtnahe Erholungsgebiete stehen neben dem Stadtgarten, Klein Venedig und dem Büdingenpark der Lorettowald, der Universitäts- und Mainauwald sowie die Erholungsräume Tabor, Hafner, Hohenegghalde, der Fürstenberg, der Hockgraben, die Öhmdwiesen und der Bettenberg sowie fürs historische Zentrum und das Paradies das Tägermoos und der Seepark (letztere in der Schweizer Nachbarschaft) zur Verfügung.Bilder: Frieder Schindele | TMW






