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27. August 2010 | Wo Party war, gibt’s nun ein zweites „Depot“

Nicht mehr ganz so leer an Kanzleistrasse und Tirolergasse

Konstanz (wak/gro) Geöffnete Türen und Seifenblasen. Im ehemaligen Woolworth-Gebäude an der Konstanzer Marktstätte hat „Das Depot“ eine Filiale eröffnet. Die Ladenkette, die auch im Lago vertreten ist, ist eine Zwischenlösung für die Nutzung des ehemaligen Warenhauses. Das Untergeschoss und das erste Obergeschoss des Gebäudes werden vorerst nicht in Anspruch genommen. Die Suche nach einem Dauermieter geht weiter. Eigentümer ist der Investmentfonds Cerberus. Das gesamte Haus mit seinen etwa 3500 Quadratmetern Nutzfläche ist sanierungsbedürftig.

Kuriose Spekulationen

Schlechte Nachrichten gab es Ende vergangenen Jahres für den Edeka-Lebensmittelmarkt im Untergeschoss des ehemaligen Kaufhauses Woolworth. Auch Jürgen Norbert Baur, Betreiber des Marktes, musste zum Ende des Jahres schließen. Nach der Insolvenz und dem Aus für die Konstanzer Woolworth-Filiale hatte der Kaufmann keine Wahl. An Fasnacht wurde das ehemalige Kaufhaus kurzzeitig zur Partyzone. Später gab es die kuriose Spekulation, ob sich der Bau in prominenter Lage womöglich als Kunsthaus verwenden lasse.

Seifenblasen aus dem Automat

Nun ist also „Das Depot“ in das Haus in bester Lage gezogen. Mit einem Zeitmietvertrag, der bereits zum kommenden Jahresende ausläuft. Eigentümer der Immobilie ist der Investmentfonds Cerberus, der sich bisher schwer tut, einen solventen Dauermieter zu finden. „Das Depot“ lockt mit Deko, Raumduft, Wohnaccessoires, modernem Geschirr, Besteck und Geschenkartikeln. Vor der Tür spuckte ein Automat am Eröffnungstag Seifenblasen.

Nördliche Altstadt abgehängt

Anders als das ehemalige Kaufhaus Woolworth nutzt „Das Depot“ nur den Haupteingang des Gebäudes an der Kanzleistrasse. Einen Ausgang Münzgasse gibt es nicht. Einige Geschäfte und Gewerbetreibenden in den Gassen der nördlichen Altstadt fühlen sich nun abgehängt. Seit das Kaufhaus Woolworth und der Edeka-Lebensmittelmarkt geschlossen sind, sei der Fußgänger- und Fahrradfahrerstrom abgerissen. Das verschlossene Gebäude habe wie ein Riegel gewirkt. Bild: FS | TMW




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