Dornröschen » Blog Archive » Verwaltung gegen vorgezogene Verkehrsberuhigung
Leserkommentare
 
Sponsoren
24. Januar 2011 | In Kreuzlingen wird für Begegnungszone schon geübt

Verwaltung gegen vorgezogene Verkehrsberuhigung

Konstanz (gro) Bei der Stadtverwaltung hält man nichts von einer vorgezogenen Verkehrsberuhigung auf der Bodanstrasse und auf dem Bahnhofplatz. Die Stadtverwaltung reagiert mit ihrer Ablehnung auf einen gemeinsamen Vorschlag von FDP und Freier Grüner Liste (FGL). Die beiden Gemeinderatsfraktionen hatten angeregt, die Verkehrsgeschwindigkeit zwischen Bahnhofplatz und Schnetztor vorerst auf 30 Stundenkilometer zu beschränken, weil die geplante Begegnungszone aus Kostengründen erst Jahre später kommen soll. In Kreuzlingen sieht das anders aus. Obwohl das Projekt eines fussgängerfreundlichen Boulevards später auf den Weg gebracht wurde als in Konstanz, ist man in der Nachbarstadt wesentlich weiter gekommen. Nun liegt es am Konstanzer Gemeinderat, für den eigenen, geplanten Boulevard eine Entscheidung zu treffen.

Kreuzlinger Boulevard wird im Mai eröffnet

Die Kreuzlinger Begegnungszone zwischen Helvetiaplatz und Bärenplatz ist seit über einem halben Jahr im Bau und wird, wie geplant, im kommenden Mai eröffnet. Schon seit drei Monaten sind die Verkehrsteilnehmer in der Nachbarstadt aufgefordert, schon mal zu üben und auf dem Strassenstück zwischen der Brücke über die Bahn und dem neuen „Löwen“ Tempo 20 zu probieren. Auch für die Konstanzer Begegnungszone ist, wenn sie denn mal kommt, Tempo 20 als Modellversuch nach Schweizer Vorbild vorgesehen.

Kritik an der angekündigten Verzögerung

Gastronomen und Geschäftsinhaber am Konstanzer Bahnhofplatz kritisieren die angekündigte Verzögerung. Gerade weil die Stadt wegen des negativen Bürgerentscheids zum Konzert- und Kongresshauses etliche Millionen Euro spare, müsse die Begegnungszone eigentlich umso leichter zu finanzieren sein. Für den entsprechenden Umbau des Bahnhofplatzes seien zwar rund 2 Millionen Euro veranschlagt. Doch allein die Rücklage für das abgelehnte Projekt auf Klein Venedig, für das etwa 50 Millionen veranschlagt worden seien, betrage 13 Millionen Euro.

Begegnungszone sorgt für städtebauliche Entwicklung

Eine Begegnungszone, da sind sich alle Fachleute einig, würde den Konstanzer Bahnhofplatz stark aufwerten. Es entstünde ein urbanes Herzstück, das Verkehrsteilnehmer aller Art, vom Fussgänger und Radfahrer über den Pkw bis hin zum Zug und zum Schiff mit einander verflechten könnte. Endlich würde die unnatürliche Schranke vor dem langestreckten Bahnhof beseitigt und zwar zu Gunsten einer nachhaltigen Belebung am seezugewandten Ostrand des historischen Zentrums.



 Kommentieren    Trackback    Drucken

Ein Kommentar

  1. 1. GJM

    Schon erstaunlich was die Verwaltung sich jetzt alles erlaubt. Was wurde dem Bürger nicht alles mit dem KKH-Projekt versprochen. Und jetzt, wenige Monate später, sind diese Versprechungen Schnee von gestern. Was wäre wohl tatsächlich umgesetzt worden, wenn der Bürger diesem Großprojekt zugestimmt hätte?

Neuen Kommentar schreiben ...

Sie müssen sich einloggen um einen Kommentar zu schreiben.