Dornröschen » Blog Archive » Alpine Energie mit Tiefenbohrung im Stadtgarten
Leserkommentare
 
Sponsoren
4. April 2011 | Moderne Energietechnik fürs Konzilsgebäude

Alpine Energie mit Tiefenbohrung im Stadtgarten

Konstanz (gro) Ein kleiner gelber Bohrturm steht neuerdings im Stadtgarten, neben dran ein gut bestückter Lastwagen mit allerlei Gerät und Schaltvorrichtungen, darum herum Bohrgestänge zum Zusammenschrauben, für Löcher von schätzungsweise 15 Zentimeter Durchmesser. Knapp 140 Meter ist man mehrfach vorgedrungen in die Tiefe. Das genügt anscheinend, um ein System anzulegen, mit dem sich das demnächst fertig renovierte Konzilsgebäude kostengünstig und umweltfreundlich heizen lässt. Gebohrt wird von der Alpine Energie AG.

10 Grad Temperaturunterschied sind ausreichend

Die Aufschrift am Lastwagen macht auf „Erdwärme“ aufmerksam, auf die Energie der Zukunft. Die Bohrmannschaft von der Alpine Energie AG ist allerdings nicht beauftragt, eine zusätzliche Thermalquelle ausfindig zu machen. Für den Betrieb einer Heizung, die sich Erdwärme zu Nutze macht, genügen schon Temperaturunterschiede um 10 Grad, entsprechendes gilt auch für eine allfällige Kühlung während der heissen Monate. Das System, bei dem die Energie aus dem Temperaturunterschied gewonnen wird, funktioniert nach dem Prinzip der so genannten Wärmepumpe. Langfristig lassen sich mit einer solchen Heizanlage gegenüber konventionellen Anlagen bis zu 50 Prozent der Energiekosten für Heizung und Kühlung sparen

Niederlassungen in sechs europäischen Ländern

Vor Ort im Stadtgarten sind Techniker der deutschen Niederlassung des Unternehmens aus Biberach (Oberschwaben). Hauptsitz der Alpine Energie Holding AG ist Linz in Oberösterreich. Das Unternehmen geht zurück auf die 1920 in Stuttgart gegründete “Energie Gesellschaft für industrielle Unternehmungen” eines gewissen Wilhelm Blättchen. Alpine Energie ist heute in sechs europäischen Landern mit Niederlassungen vertreten. Seit 2006 gehört das Unternehmen zu 75 Prozent zum grössten spanischen Baukonzern FCC (Fomento de Construcciones y Contratas), einem Konzern mit 12,7 Milliarden Euro Jahresumsatz (2009). Das in Madrid ansässige Unternehmen wird von Esther Koplowitz, 55, gesteuert, der in der europäischen Politik und Wirtschaft bestens vernetzten Tochter eines ungarischen Einwanderers.




 Kommentieren    Trackback    Drucken

Noch keine Kommentare

Neuen Kommentar schreiben ...