Die souveräne Eleganz des Stadtrats Roland Wallisch
Konstanz (gro) Am Ende erholte er sich an der Bar und an der Seite von Bärbel Wiedemann bei einem letzten Gläschen Pils: Roland Wallisch, Ratsherr aus der Reihe der neuerdings so aufstrebenden Grünen. Der Mann, der die Nachbarschaft der rotblonden Schönheit nach getanter Arbeit erkennbar genoss, war im unteren Konzilssaal schon vorher aufgefallen - als ein Kellner, der mit souveräner Eleganz auftrat. Wallisch gehörte zu den dienstbaren Geistern, die im Konzil für ein so genanntes Helferfest sorgten. Es war der Festabend für die fast 400 Frauen und Männer, die beim Altstadtbrand vor Weihnachten im Einsatz waren. Gastgeber war der Konstanzer Wirtekreis. Und Jürgen Waidele samt friends spielte dazu.
Die Idee entstand einst in der „Krone“
Entstanden war die Idee mit dem Helferfest im Februar, und zwar während eines Treffens des Wirtekreises mit Hans O. Rues, dem einstigen Direktor des Inselhotels, in der „Krone“. Vorsitzender Rüdiger Niedswietzki und Jürgen Wiedemann, der Mann der rotblonden Schönheit, die den Wirtekreis selber zwei Amtsperioden lang geleitet hatte, waren sich schnell einig. Und die Kollegen zogen spontan mit. Räumlichkeiten und unmittelbare Logistik stellte Manfred Hölzl zur Verfügung, Weine und andere Getränke kamen von der Spitalkellerei, vom Brauhaus Joh. Albrecht, aus dem Mineralsprudelhaus Randegger, von Ruppaner und von der Firma Schlör.
Eine ungeheuer schmackhafte Lasagne
Nach dem Aperitiv aus dem Viva, diversen Cüpplies aus der Weinhandlung Fritz und Luigis knusprigen Pizzaecken aus Old Mary’s Pub wurden als erste Highlights Vorspeisenteller der Mainau-Gastronomie verteilt. Das Konzils-Buffet empfahl sich mit Krustenbraten vom Jungschwein, Biersössle, Hähnchenbrüstle, Reichenauer Grillgut, Marktgemüse, Spätzle und Pommes frites. Maurizio Canestrinis Pinocchio hatte fürs Helferfest eine riesige und ebenso ungeheuer schmackhafte vegetarische Lasagne gebacken, und Wäschles Petershof steuerte das Dessertbuffet bei.
Fast wäre ein gewisser Verdacht aufgekommen…
All die Leckereien wären nur drei Viertel wert gewesen. Das vervollkommnende Sahnehäubchen wurde von zahlreichen fürsorglichen Bediensteten geliefert, wobei sich etliche Damen und Herren des Stadtparlaments hervor taten. Etwa galant bis christlich-cool ein Roger Tscheulin, leutselig bis burschikos Peter Müller-Neff, verständnisvoll gelassen Jürgen Puchta, fürsorglich strahlend Anne Mühlhäuser und, wie gesagt, gewandt und elegant Roland Wallisch, Letzterer so souverän, dass um ein Haar der Verdacht aufgekommen wäre, der beim „Südkurier“ beschäftigte Redakteur sei dabei, sich angesichts der verbreiteten Printmedienkrise ein zusätzliches berufliches Standbein zu verschaffen.
Niemand wird allein gelassen
Es war ein Abend, an dem bürgerliches Engagement gefeiert wurde. Oberbürgermeister Horst Frank würdigte das in einem angenehm kurzen Grusswort. Feuerwehrkommandant Dieter Quintus ging noch einmal ein auf das dramatische Geschehen am Obermarkt und in der Kanzleistrasse. Am Ende bleib das starke Empfinden, dass im Falle eines Falles in dieser Stadt, wenn Not am Mann ist, niemand allein gelassen wird.
Zahlreiche Sponsoren unterstützen den Abend
Zahlreiche Sponsoren haben zum Gelingen des Abends beigetragen, alles wirtschaftliche Partner der im Wirtekreis formierten Gastronomen: Die Firmen Netzhammer und Otto Müller, die Spitalkellerei und die Brauerei Ruppaner, Randegger und Schlör, der Geflügelhof Miez und die Stadt Konstanz, die Winzergenossenschaft Pfaffenweiler, Gatec Biotec und aer:media. Bild: Frieder Schindele






Ja der Wallisch, ein wirklich grünes und nettes Kerlchen. Leider hat er im vergangenen Jahr bei der KKH-Diskussion granatenmäßig daneben gelangt, und das haftet ihm immer noch als Gschmäckle an, zumindest bei denen, die sonst seine Unterstützer waren. Ich hatte ihn bei der Kommunalwahl noch gewählt, werde das jedoch nächstes Mal nicht mehr tun.
Man sollte sich halt immer vorher überlegen, in welche Richtung man sein Fähnle hängt…
@tortugabodense
… da ziehe ich mit! Keine Stimmen den Grünen, die sich für das KKH stark gemacht haben.
Ja, ja, die beiden netten Schreiberlinge.
Der Schreiberei nach sind das sicherlich “stramme Grüne“.
Lassen andersdenkenden Konstanzern bezüglich des nun gegessenen KKH-Projekts keinen geistigen Raum, erwarten strammgrünen politkommissarischen Monodenk, haben ihre Herkunft aus dem Dunstkreis der Alternativität und des Variantendenken wohl verdrängt, vergessen augenscheinlich ihre eigenen Grund- und Leitsätze zur Achtung auch anders denkenden Bürger und verlangen auch noch vom armen Roland Walisch sein Fähnlein in den „richtigen Wind“ richten. Halt “windige” Sachen.
Wenn das nicht schon etwas an Rituale bei braun-schwarzen Kameradschaftsgruppen erinnert.
Kaum die „Macht“ erreicht, wiederholt man die Sünden der politischen Vorgänger!?
Das erinnert an „Windbeutel“, nicht die der konditorischen oder luftfahrttechnischen, sondern die der kommunalpolitischen-konstanzerischen Art.
Oh, oh, der untalentierte Herr Putzer.
Der Schreiberei nach sicherlich ein „Strammer Max“. Allerdings upside down.
Und den haben wir schnell verfrühstückt. Lässt er doch anders- als dem tumb torkelnden KKH-Vordenker und Oberkellner Wallisch denkenden Grünen die braune Arschkarte angedeihen, nicht ahnend, selbst bereits so lau argumentiert zu haben, dass sein Gestank nicht mal mehr das hakige Fähnlein zum Gähnen bringt. Wenn das nicht von Bitterkeit und Unvermögen zeugt…
Mein Gott, der Politruk Curnonsky, der falsche Prinz des aufrechten Fähnleins meldet sich.
Die neuentdeckte und geoutete Liebe des grünen Wurzelwerks in Kn zum Fähnlein….., da hatte man doch schon mal was. Da kommt sicherlich bisschen die innere braungekochte Brühe vom Lamm zum Vorschein, oder nicht, kleinkarierter Eunuch Curnonsky.
Der Roland, der Wallisch, der hatte wenigstens eine eigene Meinung und lief nicht im pastoralen Haufen als ein harmloses Lämmchen einfach nur hinterher.
“Der Roland, der Wallisch, der hatte wenigstens eine eigene Meinung…”
Oh ja, das hatte er wohl, aber wenn ich ihm freundlich unterstelle, dass er sich seine eigene Meinung aufgrund gründlicher vorheriger Überlegungen und gründlicher Informationsbeschaffung gebildet hat, stimmt mich eben diese eigene Meinung des souveränen Herrn Wallisch umso nachdenklicher. Politisches Denken charakterisiert sich nicht durch “richtig” oder “falsch”, sondern durch “klug” oder “unklug”, “verantwortungsbewusst” oder “verantwortungslos”. Das gilt besonders für einen Stadtrat mit direktem Wählerauftrag.
@tortugabodensee
Diesen Gedankengang kann man wenigstens teilweise nachvollziehen.
Wer möchte von uns Wählern den Mandatsträgern unterstellen, diese haben sich „klug“ oder „unklug“ zu verhalten. Das eigene Gewissen sollte man diesen Räten jedwelcher Colour schon überlassen. Oder man kann gleich das unsägliche NS-System der Volksgenossenschaft oder die undemokratische DDR-Volkskammer einführen. Den guten und alten Prinzipien der sog. „direkten Vollstreckung des Volkswillens“!
Wenn aus der Sicht einiger Wähler der Mandatsträger Roland W. „unklug“ gehandelt hätte, was ist denn dann aus der Sicht der Wähler, die ihn und andere grüne Räte gewählt haben, die dem KKH bejahend gegenüberstanden. Meine Stimmen z. B., die ich „grünen“ Räten gegeben habe, kann ich doch nicht nachhinein dazu verwenden, diese „grüne“ Räte, wenn sie gegen das KKH gerichtet waren, dann zu verdammen und zu verleumden oder verächtlich zu machen und unterschwellig von Mandatsverrat fabulieren. Da luckt doch schemenhaft ein klitzekleines undemokratisches Verhalten um die Ecke, wenn man in diesen hier gemeintem Falle sogar von „verantwortungslos“ schreibt.
Was soll man denn nun machen, soll man seine Stimmen, die man den besagten Räten gegeben habe nun zurückfordern oder gar diese Räte verächtlich machen? Soll man jetzt eine Hetzkampagne starten, mit dem schwersten Vorschlaghammer auf den „grünen“ Tisch hauen oder sollte man eine „Widerstandsgruppe Pro-KKH“ in Kn gründen, da man ja mindestens 33 % der Abstimmer hinter sich hätte. Echte Revolutionen haben mit Promille-Werten begonnen.
Es bleibt die Frage, mit wie vielen Prozent der angegebenen Stimmen der normale Umgangston über Bord geworfen werden kann und man seinen eigenen starken Sieg so verhunzen kann. Die Abstimmung hat der Anti-Gruppierung mit 66 einen großen Sieg gebracht, wenn auch m. E. vom “Pyrrhus” wohlwollend abgesegnet.
Ein wahres Demokratieverhalten zeigt sich auch beim Gewinn und nicht nur beim Verlust von irgendwelchen Mehrheiten.
@tortugabodensee
Sie hätten, bevor Sie mir 2009 Ihre Stimme gaben, für die ich Ihnen aufrichtig danke, Ihren Irrtum erkennen können: In allen Publikationen, Wahlplattformen, Broschüren, Blogs und auch in entsprechenden Artikeln des Südkurier hatte ich vor der Wahl nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich für dieses Konzerthaus an dieser Stelle bin. Insofern hatte das kein Gschmäckle, sondern es war genau das, was ein sich informierender Wähler von mir erwarten durfte. Dass die FGL mit der Aussage “Nein zum KKH” auf Plakaten geworben hat, war in einer FGL-Versammlung eben mehrheitlich beschlossen worden. Dass ich darüber nicht glücklich war, ist ja klar. Umso deutlicher lag mir daran, meine Pro-Haltung zum KKH publik zu machen. Und zwar vor der Wahl.
Die Pro-Haltung selbst fiel mir nicht leicht. Wie ich dazu im Gemeinderat geredet habe, könnte ich Ihnen zu lesen geben, falls Sie sich zu erkennen geben. Von Anfang an aber war ich auch für den Bürgerentscheid. Der fiel nun so eindeutig aus, dass es daran nichts mehr zu deuteln gibt: Das KKH auf Klein-Venedig ist tot.
@curnonsky und @Bauigel
Kommen Sie doch einfach einmal beide in unsere Fraktionssitzungen. Die sind immer montags ab 17 Uhr und öffentlich. Dann können Sie sich ein Bild machen, über den “strammgrünen politkommissarischen Monodenk” und über “tumb torkelnde KKH-Vordenker” in unseren Reihen.
@Erich Gropper
Vielen Dank für die wertschätzende und mit einer Dosis Ironie versehene Laudatio auf meine Servierkünste. Hab den Beitrag erst heute gelesen, bin halt nicht jeden Tag auf Dornröschen.
@ Roland Wallisch
OK wegen der Einladung. Schaumermal!
Lieber Herr Wallisch,
Ihre Informations-Haltung im zeitlichen Fenster vor der KKH-Wahl war ja bekannt, und darum geht es doch gar nicht. Jedoch ist allen zustimmenden Stadträten den Vorwurf zu machen, dass sie gewusst haben, wie schlecht die finanzielle Haushaltslage der Stadt ist um KKH-Kosten und Infrastrukturkosten aufzubringen. Sie und Ihre zustimmenden Stadtratskollegen können doch nicht ihre Ohren verschlossen haben, als die Gegner vor einem finanziellen Desaster gewarnt haben. Etwa zweidrittel Ihrer Wahlbürger hat besser die Situationslage der Stadt erkannt, als Sie als Mandatsträger, der die Verwaltung zu beaufsichtigen hat. Nicht nur Ihre Wähler haben Ihre Haltung abgewählt, sondern auch die Kontrollstelle des Regierungspräsidium musste der Stadt mitteilen, dass der vor der Wahl eingereichte Haushaltsplan nicht akzeptabel ist. Ihre Fehlhaltung zum Soll und Haben ist Ihnen als Stadtrat und Ihren Kollegen vorzuwerfen!
MfG
Liebe Kultur,
ich gehörte nicht zu jenen, die versprochen hatten, wir schaffen das locker ohne Steuererhöhungen, ohne sonstigen Einschränkungen etc. Mir war der finanzielle Kraftakt sehr wohl bewusst und das sagte ich auch im Gemeinderat. Es wäre ein Risiko gewesen, klar. Den Steuereinbruch aber, den es dann unmittelbar nach dem Bürgerentscheid gegeben hat, konnte ich nicht vorhersehen.
Beste Grüße
@Wallisch
Ist ja noch schlimmer: Ihnen war der Kraftakt bekannt und Sie sagten es rechtzeitig. Sie habe aber danach nicht gehandelt! Risiko ist Poker und zum Pokern habe ich Sie nicht gewählt. Mein v.g. Hinweis auf mehrheitlich kluge Bürger und RP haben Sie wohl überlesen. Seit Jahren war bekannt, dass die Lizenz eines umsatzträchtigen Medikaments des größten Steuerzahlers ausläuft, aber Sie und Kollegen wollten trotzdem noch Luftschlösser bauen, mit dem Geld von uns Wählern und ohne Steuererhöhungen. Vor allen ist die Wut groß, weil keiner der Luftschlossbauer bisher dazu steht, dass grobe Rechenfehler begangen wurden und Konsequenzen hieraus gezogen wird, den 2 Millionen wurden ja für das KKH-Projekt schon verpulvert. Selbst der Oberbeführworter der Monopol-Heimatpresse, H.J.Rau, schreibt seine Kommentare lustig weiter, als wäre nichts gewesen. Kritische Leserbriefe hierzu werden im SÜDKURIER nicht veröffentlicht. Und der OB hat ja nur der Stadtratsmehrheit dienen wollen. Aber letztendlich ist ja dann doch nur die Fa. Nycomed schuld usw.…………………………………..
@Kultur
Am besten Sie nehmen mal Ihr Visier herunter, geben sich zu erkennen, kontaktieren mich über die üblichen Wege und wir treffen uns mal. Dann bin ich vielleicht hinterher schlauer und Sie vielleicht auch.
Beste Grüße
@Wallisch
Weitere Argumente werden Sie ja auch nicht haben. Mehr wird nicht zu schreiben und zu sagen sein, darum zweifle ich, dass da jemand noch schlauer werden kann.
Ohne Titel?
Wenn andere klüger sind als wir,
das macht uns selten nur Pläsier.
Die Gewissheit, dass sie dümmer,
erfreut jedoch etlich Leser immer.
Angeregt nach einer Lebensweisheit
von Wilhelm, dem Busch.
Ey Igel, alter Schöngeist. Ganz krasse Nummer für so’n Minusdichter wie Dich, ehrlich. Mir wär’s zwar peinlich, trotzdem: Herzlichen Glückwunsch!
@Curnonsky
Erhabener und hochwohlverwirrter Eunuch Curnonsky, habe Eure erlauchte Beschwerde an den ollen Willi Busch weitergeleitet. Der ist nun mal für diese deutsche Schüttelreimkunst verantwortlich. Es gilt für mich hier selbstverständlich der Dichternotstand.
Aber es geht cornunskyhaft noch schlimmer:
Erbröchliches:
Ein Buchstabensüpplein kochte dieser Curnonsky,
es wurde eine schmierige Pampe a la Dserschinski.