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6. Juni 2011 | Das Provisorium zahlen die Hamburger Parkhauserbauerb

137.000 Euro für ein Stückwerk mit 15 Pflanzkübeln

Konstanz (gro) Der Bahnhofplatz soll möglichst bald zu einer verkehrsberuhigten Begegnungszone umgebaut werden, allerdings nur provisorisch. Die 137.000 Euro, die dafür laut Stadtverwaltung nötig sind, werden von einer Hamburger Immobilienentwicklungsfirma bezahlt. Die Hanseaten sind sehr daran interessiert, dem südlichen Ende des Lago-Einkaufzentrums ein zusätzliches Parkhaus mit etwa 250 Stellplätzen anzufügen. Und ein stark verkehrsberuhigter Bahnhofplatz ist fester Bestandteil des Parkhausprojekts. Das Interesse der Hamburger beschert den Konstanzern die Möglichkeit, ihr innerstädtisches Entrée trotz der anscheinend immer klammer werdenden Stadtkasse wenigstens vorläufig realisiert zu bekommen. Vor allem 15 Pflanzkübel, breitere Fussgängerzonen und schmalere Fahrbahnen sollen dabei helfen.

Anhaltende Verkehrsstaus bekräftigen die Wünsche

Eigentlich war der Umbau des Bahnhofplatzes Bestandteil des Verkehrskonzeptes, das im Zusammenhang mit dem Projekt eines Konzert- und Tagungshauses auf Klein Venedig entwickelt wurde. Das zu erwartende, zusätzliche Verkehrsaufkommen sollte durch eine nachhaltige Entschleunigung der Strecke zwischen Lago und Fischmarkt abgemildert werden: Der Durchgangsverkehr sollte abgeschreckt, das Aufkommen dadurch insgesamt sogar reduziert werden. Das ist nun auch ohne Konzert- und Kongresshaus ein wünschenswertes Ziel: Jüngste Verkehrsstaus sorgen für eine Bekräftigung solcher Wünsche. Der Parkhausanbau soll kommendes Jahr in Betrieb gehen. Bis dahin müsste auch die provisorische Begegnungszone fertig gestellt sein.

Rings um die Altstadt stark begrenzte Geschwindigkeit

Flankiert wird das Entschleunigungsprojekt entlang des Bahnhofkomplexes durch weitere Geschwindigungsbegrenzungen: In der ganzen Bodanstrasse soll künftig Tempo 30 gelten, nachts auch auf der Konzilstrasse und womöglich auch auf der Laube sowie auf dem Rheinsteig, ferner zwischen Schnetztorkreuzung, Döbelekreisel und Emmishoferstrasse. Auf dem Bahhofplatz würde tagsüber Tempo 20 gelten, nachts dürfte dann 10 km/h schneller gefahren werden – alles in allem jede Menge Diskussionsstoff für die öffentliche Sitzung des Technischen Ausschusses am morgigen Dienstagnachmittag im Neuen Rathaus an der Unteren Laube.



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2 Kommentare

  1. 1. tortugabodensee

    … was an der Ballermannisierung besagten Bahnhofplatzes nichts ändern wird…

  2. 2. Kultur

    …trotz der anscheinend immer klammer werdenden Stadtkasse…

    Wer hat eigentlich eine Antwort auf die Frage, was bei “immer klammer werdenden Stadtkasse” aus dem KKH geworden wäre? Diese kaufmännische Fehleinschätzung wird sich hoffentlich bei der nächsten Wahl gegen die befürwortenden Mandatsträger richten.

    …In der ganzen Bodanstrasse soll künftig Tempo 30 gelten,…

    Na prima, da stinken die Autos ja noch länger in der Stadt. Oder?

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