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17. Juni 2011 | Günter Spiri neuer Aufsichtsrats-Chef

Die Volksbank - fein austariert von Nord bis Süd

Konstanz (gro) Mit Günter Spiri, so wird sich manch ein einheimischer Volksbank-Genosse in diesen Tagen gedacht haben, ist endlich wieder ein Konstanzer zum Chef des Aufsichtsrats beim traditionsreichsten Konstanzer Geldinstitut gewählt worden. Doch ganz so einfach ist es nicht. Mit Spiri, dem promovierten Rechtswissenschaftler, ist zwar ein Konstanzer Anwalt an die Spitze berufen worden. Doch Spiri ist auch ein Volkertshausener, ein waschechter sogar: dort geboren, dort aufgewachsen und bis heute auch dort wohnhaft. Sein Anwaltsbüro hat Spiri seit 1984 in der Brauneggerstrasse in Konstanz; er ist in Konstanz aufs Gymnasium gegangen und studiert hat er ebenfalls in dieser Stadt. Die Wahl Günter Spiris ist ein gutes Beispiel für die austarierte Personalpolitik der Volksbank Konstanz mit ihren Hauptniederlassungen in Radolfzell und Steisslingen.

Bodenständig mit erweitertem Horizont

Den einen Mittelpunkt, den beruflichen, in Konstanz, den anderen, den privaten, in Volkertshausen – Günter Spiri passt hervorragend zur Volksbank Konstanz, die sich noch vor der Jahrtausendwende mit dem Schwesterinstitut in Radolfzell zusammen getan hatte und sich 2001 mit der bis dahin selbständigen Volksbank Steisslingen-Volkertshausen vereinigte. Der Jurist, der in seiner Arbeitsstadt fast ausschliesslich zu Fuss oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, gilt in Anwaltskreisen als ein bodenständiger Mann mit überdurchschnittlich erweitertem Horizont. Nicht zu unterschätzen sei im Übrigen, sagen seine Kollegen weiter, dass Spiri fundierte juristische Sachkunde stets mit guter Laune zu verbinden wisse.

Studium unter den Fittichen von Professor Hartmut Maurer

Spiri, ein zurückhaltender Mann, der wenig Wert auf Öffentlichkeit legt, studierte bei Professor Hartmut Maurer, einem führenden deutschen Staats-, Verwaltungs- und Kirchenrechtler (und Liebhaber Lenk’scher Skulpturen). Maurer, der nach Stationen in Saarbrücken, Berlin, Lausanne, Göttingen und Marburg 1969 bis 1999 an der Universität Konstanz lehrte, wurde im vergangenen März 80 Jahre alt und ist aus diesem Anlass von der Universitätsleitung für eine Gastvorlesung auf den Giessberg eingeladen worden . Spiri wird an diesem Tag für seine eigenen Mandanten ausnahmsweise wenig Zeit haben. Er wird seinem Doktorvater, der ihn einst bei seinem Promotionsthema zum komplizierten deutschen Baurecht begleitete, noch einmal „ganz genau zuhören“ – und mit ihm auch „angemessen feiern“.

Mehr Zeit für St. Palais sur Mer

Günter Spiri löst mit Gerd Fehringer einen Steisslinger an der Spitze des Volksbank-Aufsichtsrats ab, einen im öffentlichen Leben stark engagierten Kaufmann, der sein Amt an der Spitze des Aufsichtsgremiums fast 10 Jahre lang ausübte und wesentllch mit dazu beitrug, die Kundschaft der einst selbständigen Volksbank Steisslingen-Volkertshausen in die Volksbank Radolfzell-Konstanz zu integrieren. Fehringer, der sein Aufsichtsamt aus Altergründen (Pensionsgrenze) nicht weiterführen kann, wird sich jetzt, auch als Rotarier, noch intensiver um die partnerschaftlichen Kontakte seiner Heimatstadt mit dem südfranzösischen St. Palais sur Mer (in der nördlichen Nachbarschaft von Bordeaux) kümmern können.

Nachhaltige regionale Verwurzelung

Für regionale Verwurzelung und eine fein austarierte Personalpolitik der Volksbank sorgt auch die Tatsache, dass es sich bei Bankvorstand Bruno Ragg um einen gebürtigen Meersburger handelt. Vorstandssprecher Werner Haun ist dem Geldinstitut als ehemaliger Steisslinger Chef der einst selbständigen Volksbank gewissermassen organisch zugewachsen. Das operative Spitzentrio der Volksbank Konstanz wird vervollständigt durch Roger Winter, der zwar aus dem Frankfurter Raum stammt, sich aber längst zum überzeugten Bodenseebadener gewandelt hat.



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2 Kommentare

  1. 1. tortugabodensee

    Na dann: Willkommen Herr Spiri! Ich hoffe sehr, dass unter Ihrer Ägide anderen erspart bleibt, was mir mit der Volksbank Konstanz passiert ist: als Existenzgründerin (mit einem Eigenkapitalanteil von 60 % an der Gesamt-Finanzierungssumme und einer Förderzusage der baden-württenbergischen Bürgschaftsbank) wurde ich fast ein Jahr lang mit einer Kreditzusage hingehalten (”Bringen Sie bitte doch noch dieses Papier und jene Unterlage…”), um mir dann doch lapidar eine Abfuhr zu erteilen. Zeitgleich vermeldete die Volksbank (in 2009) das “beste Betriebsergebnis aller Zeiten” erreicht zu haben. Natürlich haben die Volksbankster nicht versäumt, mir gleich zu Beginn meines Kreditantrags erst mal ein (ebenso kostenpflichtiges wie überflüssiges) Giro-Konto aufzuschwatzen, und man war auch schnell mit einem hauseigenen Versicherungsmann bei der Hand, um mir für mein Unternehmen “unabdingbar notwendige” Versicherungen nahezulegen.
    Da wünsche ich mir von Herrn Spiri, dass er mit seiner regionaler Verwurzelung auch den Kapitalbedarf der regionalen Unternehmerschaft respektiert!

  2. 2. konfuko

    Mir ging es auch so, ziemlich kleinkariert diese Volksbank,

    wenn Du einen Kredit haben willst, mußt Du erst beweisen, daß Du gar keinen brauchst.

    Bin jetzt bei Sparkasse Reichenau,
    diese hat seit vielen Jahren nicht nur einen guten Ruf als Bank,
    sondern die Kreditabteilung muß man besonderst lobend erwähnen.

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