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24. Juni 2011 | Licht und Schatten

Der Katamaran - sagenhaft besser und massvoll defizitär

Konstanz (gro) Der Katamaranbetrieb hat in den ersten fünf Monaten des Jahres die Fahrgastzahlen um sagenhafte 77 Prozent gesteigert. Trotzdem bleibt die Schnellbootverbindung zwischen Konstanz und Friedrichshafen bis auf weiteres defizitär. Pro Jahr, so rechnet die von Konstanz und Friedrichshafen zu gleichen Teilen gehaltene Reederei, sei künftig mit einem jährlichen Zuschussbedarf in Höhe von durchschnittlich etwa 350.000 Euro pro Gesellschafter auszukommen. Das sei deutlich weniger als bisher und bedeute, dass die Schiffsverbindung 75 Prozent der Gesamtkosten erwirtschafte. Das sei für eine Seeverbindung des Öffentlichen Personennahverkehrs ein „sehr gutes“ Ergebnis.

Sonderaktionen sorgen für die Zuwächse

Der Fahrgastzuwachs ist neben dem besseren Wetter in erster Line einer wesentlich flexibleren Tarifgestaltung, vor allem während der Wintermonate, zu verdanken, wobei vor allem die um 50 Prozent ermässigte Hin- und Rückfahrte grossen Zuspruch fand. Dadurch und durch weitere Aktionen können dieses jahr voraussichtlich 330.000 Euro mehr erlöst werden. Man hofft bei der Katamaranrederei, dass durch Sonderaktionen nach und nach auch mehr Pendler auf den Katamaran umsteigen.

Künftig kann Treibstoff eingespart werden

Die Rederei rechnet ferner mit einer Lockerung der strengen Auflagen, die den Katamaran gegenüber anderen Fahrgastschiffen benachteiligen. So soll etwa die Geschwindigkeit im Konstanzer Trichter zunächst einmal versuchsweise nicht mehr so stark gedrosselt werden müssen. Dadurch und durch weitere Änderungen der Fahrweise könnte Treibstoff gespart werden. Auch darüber informiert die Stadtverwaltung den Gemeinderat in der Sitzung am 30. Juni.

Bindeglied zwischen Konstanz und Friedrichshafen

Geprüft worden ist auch eine Eingliederung der Katamaranreederei in die Bodensee-Schiffsbetriebe der Stadt Konstanz. Dadurch wären zwar weitere Einsparungen durch so genannte Synergieeffekte zu erzielen. Doch erstens lehnen die Technischen Werke Friedrichshafen den dann notwendigen Rückzug aus der Reederei ab, zweitens soll der vor 6 Jahren aufgenommene Katamaranbetrieb in seiner angestammten Form das politische Bindeglied der Städte Konstanz und Friedrichshafen bleiben, als das er sich bewährt hat. Bild: Frieder Schindele




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