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28. Juni 2011 | Die 700 Wohnungen in Petershausen reichen nicht

Ohne Kreuzlingen wäre Konstanz heillos überfüllt

Konstanz (gro) Ohne die Aufnahmekapazität der Schweizer Nachbarschaft wäre Konstanz längst hoffnungslos überfüllt. Allein in Kreuzlingen dürften inzwischen bald 4000 Konstanzerinnen und Konstanzer leben und damit etwa 20 Prozent der Einwohnerschaft stellen. Die zwei Dutzend Mehrfamilienhäuser, die zur Zeit in der Schweizer Nachbarstadt im Bau sind, dürften sich leicht füllen lassen. Denn Konstanz ist allein vergangenes Jahr laut dem Statistischen Landesamt um 1049 Personen auf nunmehr 84.693 Einwohner angewachsen. Da kommen die 700 neuen Wohnungen in Petershausen, die auf dem ehemaligen Bahngelände im Nordwesten der Stadt Konstanz entstehen, zwar gerade zur rechten Zeit. Aber sie werden keineswegs ausreichen, die angespannte Wohnsituatioin nachhaltig zu entspannen.

… dann gäbe es in Konstanz 5000 neue Wohnungen

Allein der Zustrom von Studentinnen und Studenten an die Universität und an die Fachhochschule dürfte im Laufe des kommenden Jahres mindestens 1000 Wohnungssuchende zusätzlich nach Konstanz spülen. Auch sie finden zunehmend Quartiere jenseits der Grenze, immer mehr auch in Wohngemeinschaften. Gut, dass in Kreuzlingen seit dem Jahr 2000 der Neubau von nicht weniger als 1200 Wohnungen in Angriff genommen wurde. Würde diesseits der Grenze mit gleicher Intensität gebaut, gäbe es in Konstanz – das Neubaugebiet Petershausen mitgerechnet - nicht knapp 1000, sondern etwa 5000 neue Wohnungen.

Weitere Baugebiete sind dringend nötig

Gebaut wird auch in Konstanz tüchtig, etwa beiderseits der Reichenaustrasse. Mindestens ebenso umfangreich wie die Wohnbauten fallen die grossvolumigen Gewerbebauen aus. Das Quartier Bahnhof Petershausen ist die derzeit größte städtebauliche Konversionsfläche in der Stadt Konstanz. Dort liegt der Schwerpunkt eindeutig auf der Wohnnutzung. Trotzdem wird sich Konstanz intensiv um weitere Gebiete für den Wohnungsbau bemühen müssen.



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6 Kommentare

  1. 1. Kultur

    Zitat: “Ohne die Aufnahmekapazität der Schweizer Nachbarschaft wäre Konstanz längst hoffnungslos überfüllt.”

    So ein Quatsch. Dies ist ja Wasser auf den Mühlen der KN-Baubehörde, die davon lebt, dass der Bauboom im engen KN nicht aufhört. Hinzu kommt die Lobby einer besonders großen Anzahl Absolventen, die an der FH Bauwesen studiert haben und sich in KN niederlassen. Ganz zu schweigen von den verwöhnten, hiesigen Bauinvestoren und Handwerker, die ungern in der Schweiz arbeiten.

    Die schöne Lage von Konstanz kann schon seit Jahrzehnten nicht alle Leute unterbringen die hier Leben möchten und wird es wohl auch die nächsten Jahrzehnte nicht können. Besonders deshalb, weil die geographische Lage hierfür begrenzt ist.

    Die Nachverdichtung ist gescheitert, denn inzwischen hat auch der letzte Bürger eingesehen, dass den Einwohnern die Lebensqualität genommen wird. Wenn Kreuzlingen, auch hier wieder durch die geographische bedingt mit weitem Hinterland, Wohnungen auch für Konstanzer baut, kann das nur für alle von Vorteil sein, denn das Grenzdenken muss endlich einmal in den Hintergrund treten.

    Nach dem Beitrag von gro sollte KN sich mal Gedanken über die Erstellung von Hochhäusern Gedanken machen, denn nur so kann dem Flächenverbrauch Einhalt geboten werden.

  2. 2. Bauigel

    @Kultur

    So ein Quatsch.“ …………..,von den verwöhnten, hiesigen … Handwerkern, die ungern in der Schweiz arbeiten“.

    Lassen Sie sich bitte die nötigen und unnötigen Abenteuer von Handwerkern beschreiben, die teilweise entnervt die schweizerischen Verhinderungsmanöver nicht wiederholt erleben möchten.
    Unsere liebsten Nachbarn, teilweise sehr spitzfindig und kreativ, schnell und eloquent, mit teilweise übergroßer und überzogener Interpretation von behindernden Vorschriften, die quicklebendig eine eigennützige und vertragswidrige Verhinderungspolitik betreiben. Da schwebt mir gerade ne Rosiene ins Bild. Warum, warum?

    Das ist leider ein Teil der wahrhaftigen Wirklichkeit, die hinter der realen Politik und wohl einer manchmal davon isolierten Kultur schlummert.

  3. 3. Kultur

    Lieber Bauigel … warum eigentlich “Bauigel”, passt ja zum Thema, übersetzt: “langsamer Bauarbeiter” … ,
    oder unser Online-Poet,

    persönlich vom dt. Handwerker gehört: “Die (Schwitzer) wollen alles billig haben”.

  4. 4. Bauigel

    Liebe/r Kultur/in!

    Ha, ha: …„langsamer Bauarbeiter/in“… Guten Morgen! Aufwachen!

    Der sog. „Bauigel“ ist ein mittelalterliches Reinigungsgerät aus dem Umfeld der gotischen Bauhütten zum Reinigen der Berufskleidung von Steinmetzen, Bauwerkern, Putzern und Mörtelmachern. Damit konnte man Mörtel- und Farbspritzer, anhaftendem Dreck, Unrat, Mist uvm. schnell und effizient entfernen.

    Die tierschützerische Frage, ob hier eventuell einmal lebendige Igel verwendet wurden, möchte man lieber nicht beantworten. Aber, wenn man bedenkt, würde solch ein lebendiges Reinigungsgerät mit nachwachsenden Reinigungsborsten ein modernistisch nachhaltiges Kriterium wunderbar erfüllen!

    Nun, um alten. eingefessenen und festhaftenden Mist und Dreck, dinglichen oder verbalen, zu entfernen braucht’s halt manchmal einen widerborstigen „Bauigel“.
    Der Igel lässt sich auch nicht von jedem daherkommenden listigen Fuchs, Dachs oder gar Wolf anmachen und fressen. Der haut dem Alzulistigen seine Stachel in dessen kecke Nase.

    Bezüglich der schweizerischen Aussage, man wolle „alles billig“ haben, ist fast uneingeschreckt zuzustimmen.
    Um sich jedoch ein halbwegs gesichertes Bild über diese verallgemeinerte Aussage und die tatsächliche Gegebenheit zu machen, sollte man bei der IHK und der Handelskammer nachfragen.

    Dein/e Bauigel/in

  5. 5. Bauigel

    Liebe/r Kultur/in!

    Ach, der grausame Alterstribut!

    Verbesserung:
    Gemeint ist …..richtigerweise die “Handwerkskammer” und nicht unrichtigerweise die “Handelskammer”, denn die ist in der IHK bereits enthalten!

    Dein/e Bauigel/in

  6. 6. Bauigel

    @Kultur

    Ob die Aussage, KN sollte sich über die Erstellung von Hochhäusern Gedanken machen, ernst, witzig oder gar ironisch gemeint ist, entzieht sich der Kenntnis und Vermutung des Schreibers.

    Falls dieser Hochhausvorschlag ernst gemeint sein sollte, möchte man zur Neuerweckung der Aktion „KKH“ aufrufen. Und zwar zu „KKH 2.0“, „Kein Konstanzerisches Hochhaus“!

    Wenn man sich z.B. das sog. Fernmeldegebäude anschaut, wird man feststellen können, dass dieses Gebäude immer noch etwas deplaziert in KN einfach und sehr verloren herumsteht. Etwas zu hoch, etwas zu groß, etwas zu grau, etwas zu schmutzig scheinend, etwas zu unklar in der Funktion, einfach sich etwas zu wenig sinnvoll gebend.

    Da KN fallweise eine vermutete und unterstellte kleinbürgerliche, spießig-bünzelige Einstellung offensichlich bewiesen hat, ist zweifelhaft, ob solch ein Vorschlag als mögliche Alternative überhaupt diskutiert werden würde.
    Ob möglicherweise an potenziellen Orten dann solche Hochhäuser gebaut werden könnten, ist zu bezweifeln. Den der realen bautechnisch-geologischen Aussage, man könne dann entsprechende Pfahlgründungen und Auskofferungen durchführen, muss man hier in KN inzwischen sehr bezweifeln.
    Beim KKH 1.0 soll von einzelnen Geisteswissenschaftlern einigen Stimmbürgern eingeflüstert worden sein, Pfähle und Kiesaufschüttungen könnten ja bekanntlich im Wasser nicht schwimmen. Die Folge davon sei eine baldige Gebäudebeschädigung mit zwingender Sanierung und demzufolge würde all dies dann extrem kostspielig sein. Bekanterweise hat die Psychologie eine unheimliche und kryptologische Verbindung zur Geologie. Demzufolge sind es lauter Fachleute einer Fakultät unter sich.

    Drum dieser Vorschlag: Einstöckige Pfahlbauten erstellen, natürlich mit nur aus beim Vollmond geschlagenen Bäumen errichtet, mit fußgestampften Lehm und ökologischem Stroh die Gefache ausschmieren, bei der UNSECO einen Antrag auf Eselspergament geschrieben auf Anerkennung als Weltkulturerbe stellen und sich für alle Ewigkeit schützen lassen.

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