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14. Juli 2011 | Für bequeme Rampen ist kein Platz

Die halbherzige Sanierung des Hauptbahnhofs

Konstanz (gro) Nach Jahrzehnte langen Diskussionen wird es nun ernst mit Sanierung des Konstanzer Hauptbahnhofs. Für den Einbau von zwei Aufzügen und die Anhebung der beiden Bahnsteige sollen 4,3 Millionen Euro ausgegeben werden. Rund 26 Prozent oder 765.000 Euro davon muss die Stadt aufbringen. Mit dem Umbau soll im Februar 2013 begonnen werden, 40 Wochen später, noch vor Weihnachten 2013, soll die halbherzige Sanierung vollendet sein. Für komfortable Rampen ist angeblich kein Platz.

Es bleibt auf alle Fälle ziemlich mühsam

Um es vorweg zu sagen: Eine grosszügige Sanierung würde anders aussehen. Wer’s eilig hat, wird auch im neu hergerichteten Konstanzer Hauptbahnhof massiv ausgebremst. Die beiden Aufzüge haben nur eine geringe Kapazität. Für bequeme Rampen mit sanfter Steigung, wie man sie von jedem mittelgrossen Bahnhof in der benachbarten Schweiz kennt, ist im Konstanzer Bahnhof kein Platz. Mit anderen Worten: Man wird sich auch künftig durch die enge Unterführung drängeln müssen, dann auch noch stärker beschwert. Denn die – allerdings sehr pannenanfälligen – seitlichen Transportbänder werden ausgebaut. Von der Marktstättenunterführung her kann man die Bahnsteige 1 (Gleis 1) und 2 (Gleise 2 und 3) wie bisher über Treppen erreichen (und muss die Koffer, obwohl sie inzwischen alle Laufrädchen haben, weiterhin hochwuchten). Auch dort ist angeblich kein Platz für Rampen.

Die Aufzüge sind von der Bahn zu bezahlen

Dass die Stadt für die Sanierung „nur“ 26 Prozent der Kosten beisteuern muss, liegt daran, dass die bundeseigene Bahn die Kosten für die beiden Aufzüge alleine tragen muss. Denn es ist Sache der Bauherrschaft, für einen barrierefreien Zugang zu sorgen (und die Bahn hätte dies eigentlich längst leisten müssen). Der schienengleiche Übergang am Schweizerbahnhof, der im Notfall von Rollstuhlfahrern genutzt werden kann, wird nach dem Abschluss der Sanierung geschlossen. Die künftig durchgängige Anhebung der Bahnsteige um 25 Zentimeter erlaubt keinen schienengleichen Übergang mehr.

Bahn entscheidet sich für die billigste Lösung

Lösungen mit Rampen sind von den Planern der Bahn untersucht und verworfen worden: zu wenig Platz, wie erwähnt, oder eben zu teuer, wenn man den nötigen Platz – etwa durch die Verlegung eines Gleises - schaffen wollte. Es dürfte jedenfalls nicht von ungefähr kommen, dass die Regelung mit den zwei kleinen Aufzügen als preisgünstigste Lösung ausgemacht wurde. Die wichtigste Errungenschaft der Sanierung dürfte die überfällige Anhebung der Bahnsteige sein, die den Ein- und Ausstieg von den Wagons und in die Züge wesentlich komfortabler machen. zum Vergleich: Die Sanierung des Kreuzlinger Hauptbahnhofs (Bild) hat 24 Millionen Schweizer Franken (etwa 19 Millionen Euro) gekostet.

Für bessere Bahnsteige an kleinen Stationen zahlt die Bahn nichts

Auch die Bahnsteige des Haltepunkts Wollmatingen und im Bahnhof Petershausen sollen bis zur komfortablen Höhe angehoben werden. Und bei diesen Anhebungen ist die Bahn nicht dabei: Das Land und die Stadt zahlen die ganze Zeche: in Wollmatingen 249.000 (Stadt) und 434.000 Euro (Land), in Petershausen 394.000 (Stadt) und 687.000 Euro (Land). Bilder: Frieder Schindele



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12 Kommentare

  1. 1. Nabholz

    Aber für Stuttgart21 hat man Milliarden übrig.Da spielt Geld keine Rolle.Die Privatisierung von Staatsbetrieben (Post, Telefon und Bahn) war bisher nur ein Schuss in den Ofen. Der Service wurde schlechter, aber dafür teurer.

  2. 2. Kultur

    Das sind praktische Beispiele, warum man gegen Stuttgart 21 sein muss. Besser kann man es nicht erklären. Vielleicht haben es jetzt auch die bisher Uninformierten begriffen!

  3. 3. Bauigel

    @Kultur

    1.) Da ich mich als ein Teil der bisher Uninformierten angesprochen fühle, würde man sich gerne aufklären lassen, was der Bahnhof Konstanz wegen seiner örtlichen Gegebenheit mit dem Problemchen S21, also diesem seltsamen Bahnhofsprojekt in Stuttgart, zu tun hat.

    2.) Liebe/r Kultur/in, ferner hätte man gerne gewusst, welche Bedeutung dem Kampfnamen „Kultur“ beigemessen wird. Auf unserer Seite gehen die Interpretationen, zufällig passend zum Spruch „alles Bahnhof“, denn diesen hört man andauernd in Konstanz und immer öfters auch in Stuttgart, offensichtlich vom philosophischen Satzbau bis zum agrotechnischen Landschaftsbau.
    Sind wir vom gleichen Fach? Etwa philosophierende Bauern?

    UAWG

  4. 4. bedenkentraeger

    Auch ich bin mächtig gespannt auf die Erklärung, was Stuttgart 21 mit den fehlenden Rampen am Konstanzer “Hauptbahnhof” zu tun haben soll. Gehöre aber wahrscheinlich auch zum Bildungsprekariat, dass mir der Zusammenhang nicht gleich ins Gesicht springt.

    Armes Deutschland/Konstanz…..

  5. 5. Bauigel

    @Kultur

    Fühle mich nun etwas aufs Abstellgleis abgeschoben.
    Hoffentlich hat die Kultur-Lokomotive keinen Achsenbruch.

    Na ja, fast wie im wirklichen Konstanz ……….alles Bahnhof………!

  6. 6. Kultur

    @Bauigel (mein intellektueller Kandidat!)
    @bedenkenträger (???)

    Bitte lest noch mal den Artikel. Ich meine, das Geld wird in Stuttgart verbuddelt und die Provinz bleibt am Arsch der Welt. Kapiert?

  7. 7. Bauigel

    @Kultur

    Kultur, bitte Vertraulichkeit. Keine öffentlichen Schleimereien.

    - Der ersten Schritt zur Selbsterkenntnis ist vollbracht – das mit der Provinz. Schmerzhaft, aber die Zeit heilt alle Wunden.
    - Und jetzt der zweite Hopser. Man sollte nicht stolpern, wenn man einen Wunsch nach „bequemen Rampen mit sanfter Steigung, wie man sie von jedem mittelgroßen Bahnhof ….. kennt, ist im Konstanzer Bahnhof kein Platz“ äußert und dabei die normative Kraft des Faktischen nicht berücksichtigt. Mit einer Überschlägigkeit ist die Erkenntnis erbracht, dass dieser verständliche Wunsch wohl doch eine Fiktion bleibt. Die Länge dieser „sanften“ Steigungen dürften Pi x Daumen sicherlich vier mal länger als die bisherigen „aggressiven“ Treppen sein. Da bleibt die existenzielle Frage offen nach dem verfügbaren Platz im Bahnhofsareal.
    - Nun zum dritten Traumplatzer. Eine mögliche Verschiedung von Gleisen würde eine gesamtheitliche Veränderung des Gleisbildes bedeuten. Die Probleme mit Bauzeit, Platzbedarf und Geldbereitstellung sollen nur leicht angedeutet werden.
    - Die vierte Sternschnuppe lassen wir nun verglühen. Eine neue, verbreiterte und total modernisierte Unterführung wird sicherlich am Standort der bisherigen alten Unterführung aus Bau-, Bahnbetriebs- und Funktionalitätsgründen sehr schlecht möglich sein. Wenn auch noch nebenbei eine eventuelle Weiterführung zum Uferbereich rumgeistert, ist das sicherlich zwar eine sehr gute Idee, entbehrt aber nicht einer gewissen Lustigkeit, wenn die Frage auftaucht, welcher Gastronom auf der anderen Uferseite seine Flächen abgeben dürfte oder müsste.
    - Die fünfte Seifenblase platzt wunderschön, wenn man sich auch noch mit den Aufzügen beschäftigt.
    - Die weiteren Nieten und Wunderkerzen in diesem Spiel kann jeder Konstanzer seiner Fantasie entspringen lassen.

    Wir in Kn können uns glücklich schätzen, dass wir keinen übermenschlich-schlauen Schultes haben wie die dort bei Stuttgart. Da man sich inzwischen in Kn an Mangelerscheinungen bezüglich verschiedener Lösungsansätze, kreativer Freiheiten, Kultur- und Musikstrukturen usw., usw. gewöhnt hat, sollte es bei diesem Bahnhöfle in Badens allerletztem Zipfele mit dieser konstanzerischen Mangelresistenz nicht scheitern.

    Ob jemals S21 gebaut wird oder auch nicht, wird hier in Kn halt so gebaut wie es ist oder auch nicht.

    Liebe/r Kultur/in, da bleibt leider nur ein Rat. Verzichten lernen. Das ist eine sehr hohe und edle Tugend, leider zur Zeit etwas aus der Mode gekommen. Aber ein Trost bleibt. Die alten Tugenden sind wieder auf dem Vormarsch! Gell.

  8. 8. Erich Gropper

    vor allem @Bauigel

    Wer häufig die Bahn benutzt, lernt zwangsläufig Bahnhöfe kennen. Ich gehöre zu diesem Personenkreis und habe deshalb Vergleichsmöglichkeiten. Woher Sie ihre Erkenntnisse beziehen, ist mir nicht klar. Dabei ist es doch gar nicht so weit bis nach Kreuzlingen oder nach Radolfzell. Dort sind für jedermann begehbare Bahnhöfe kennen zu lernen.

    Der Konstanzer Hauptbahnhof wird auch nach seiner Sanierung, wenn sie denn so kommt wie geplant, nur sehr eingeschränkt benutzbar sein. Ich habe mehrfach Reisende erlebt, die ratlos auf Bahnsteig 2 gestrandet sind. Wer von weit her und auch deswegen mit grösseren Koffern im Konstanzer Bahnhof landet und nicht das unverschämte Glück hat, auf Gleis 1 anzukommen, hat einfach Pech gehabt.

    Ich muss Ihnen allerdings zustimmen, dass der unzureichende Ausbau mit Niveauanhebung und zwei kleinen Aufzügen wenig mit Stuttgart 21 zu tun hat. Besser wäre es in diesem Fall, die Kosten für den Ausbau von Bahnhöfen in Radolfzell, Ravensburg oder auch Berlin (wo der Hauptbahnhof fast eine Milliarde (!) Euro gekostet hat), anzuführen.

    Es gäbe noch viel zu sagen (und zu hinterfragen), was die Finanzierungsweise von Bahnhofsanierungen angeht - etwa im Vergleich zur Schweiz, wo die Kantone (bei uns wäre das der Landkreis) neben Stadt, Land und Bund einiges mit zu finanzieren haben. All das kann aber nicht darüber hinweg sehen lassen, dass die seit 30 Jahren angemahnte, dringend notwendige und längst überfällige Sanierung des Konstanzer Hauptbahnhofs ausgesprochen dürftig, absolut unzureichend, ja popelig (wie ein Stadtrat sagte) auszufallen droht.

    Das Sanierungskonzept ist einfach hahnebüchen, und das können auch Sie ohne weiteres feststellen, wenn Sie sich während der Hauptverkehrszeiten dort umschausn. Schmale Treppen, noch schmalere Gehstreifen zwischen Geländern und Geleisen, die Unmöglichkeit, mit Gepäckwagen auf Bahnsteig 2 zu gelangen (oder von dort herunter zu kommen) - all das und einiges mehr sollte eigentlich jeden erschauern lassen, der im öffentlichen Personennahverkehr eine sinnvolle Einrichtung sieht. Ich empfinde es als eine Schande, was sich die Bahn in Konstanz seit Jahrzehnten geleistet hat, und es ist eine Schande, was sie sich in Konstanz weiter leistet.

  9. 9. Bauigel

    Nicht nur @Erich Gropper

    Die von mir bezogenen Erkenntnisse beziehen sich ausschließlich auf den Hauptbahnhof Kn. Dabei werden nur die dortigen topographischen, baulichen, funktionellen und bahnbetrieblichen Gegebenheiten, Erweiterungs- und Umbaumöglichkeiten sowie normative Zwangslagen berücksichtigt.
    Vergleiche mit anderen Bahnhöfen sind derzeitig sicherlich noch nicht sinnvoll, da dies erst nach Überwindung der Feststellung des IST-KANN-SOLL-Zustandes des HBf Kn ist. Das Problem ist auch hier: Möchte man puren Apfelsaft haben, sollte, muss man deshalb die nicht zugehörigen Birnen entfernen!

    Wenn man diesen zunächst unüberwindbar erscheinenden Ballast über Bord geworfen hat, kann man sich auf den realistisch machbaren Kernbereich konzentrieren. Unsere Kernfrage in diesem Disput ist doch nur die wichtige Frage, was könnte, kann, soll, muss und möchte man unter der oben beschriebenen Ausschließung des Unmachbaren denn machen.
    Es sollte berücksichtigt werden, dass die Gegenseite, also die Bahn, sich erkennbar mit solcherlei emotionellen Kraut und Rüben- Gemischen sehr, sehr leicht tut. Es werden süffisant die Fantastereien der gutwilligen Bürger vorgeführt. Denn es wird auf technische Unrealisierbarkeiten hingewiesen. Es wird bezüglich der Normen, Richtlinien und Vorgaben mit aller Genüsslichkeit eine Nichtrealisierbarkeit und folgend dann auch noch auf baulich-technische Nichtmachbarkeiten hingewiesen und somit schwups die wupps ins politische Nirwana geschickt! Nicht nur berechtigten undurchführbaren Punkte, sondern sicherlich auch andere machbare Möglichkeiten. Siehe bei S21, wo beide Seiten m. E. solche Sachen lanciert haben.

    Leider wird man Ihre Aussage bezüglich z. B. des Gleises Nr. 2 voll unterstützen können und auch zwangsläufig sogar müssen. Aber es soll nicht zu einer konstanzerischen Eigenheit führen, die sich gerne in undurchführbaren Forderungen festbeißt und auch noch dazu die normativen Fakten der örtlichen Gegebenheit ignoriert.

    Eine problemlose Vergleichbarkeit mit beispielsweise Radolfzell ist m. E. auch nicht ohne Berücksichtigung von dortigen Besonderheiten möglich. Vor dem Umbau (Beachte: Dort war KEINE Sanierung) hatte dieser Bahnhof den Scharm einer sowjetischen Gulag-Bahnstation. Die grässliche genietete eiserne Überwegbrücke wurde durch eine großzügig dimensionierte Unterführung ersetzt, die zugleich die Funktion des Zuganges von der Stadt zur Uferlinie hat. Die Gleisanlagen, die unverbaute Uferlinie, der Abriss des grausigen neogotischen Bhf-Gebäudes und der etwas zurückgezogene Neubau lassen diese dortige Gegebenheit nicht mit der von Konstanz problemlos vergleichen. Versuchen, eine etwa vergleichbare längsaxiale Zu- und Abführung für solch eine neue Bahn-Ufer-Unterführung auch hier in Kn zu realisieren, werden an den bösen und uneinsichtigen Gegebenheiten vor Ort scheitern. Bitte immer an die Äpfel und Birnen denken.

    Da möchte man die Frage bezüglich einer Übertragung solch einer Anlage nach Kn bezüglich der extremen Enge, Nichtbebaubarkeit, Grundstücksbesitz- und Nutzungsverhältnisse, der daraus erwachsenden Anbindungsschwierigkeiten an die städtischen Gegebenheiten usw. gar nicht denken.
    Sollte man in einer Diskussion mit den Jungs von der Bahn trotzdem dies Punkte einbringen, ist bereits jetzt schon das stille Grinsen in deren Gesichtern erkennbar. Diese Herren werden mit den größten Krokodilstränen des Bedauerns dann traurig sagen, dass dies aus diesen und jenen sowie aus sonstigen normativen Gründen nicht möglich ist.

    Drum ein kleiner Vorschlag:
    In weiteren Diskussionen die Randbedingungen, d.h. im wirklich wörtlichen Sinne, für die aus den zuvor angedeuteten Zwangslagen ein sog. Machbarkeitsfeld ermittelt wird, welches durch untere und obere, kleine und große, minimale und maximale, erreichbare und unerreichbare, überwindbare und unüberwindbare, nötige und unnötige, gewünschte und verzichtbare, bezahlbare und unbezahlbare sowie auch noch die nicht aufgeführten Gegebenheit begrenzt wird.
    Solch eine Bündelung konzentriert sich auf ein wirkungsvolles Machbarkeitsfeld und man kann die konstanzerischen Wünsche sicherlich dann realitätsnah durchzusetzen. Sonst gibt’s es eventuell ein weiteres KKH 3.0 als Ergebnis: „Keinen Konstruktiven Hauptbahnhof“.

    Über die finanzielle und anteilskostenmäßige Gegebenheiten kann ich als technisch Orientierter momentan nicht viel sagen, wobei festzuhalten ist, dass diese Sachlage in meinem letzten Schreiben auch nicht irgend eine Rolle spielte.

    Lieber Herr Gropper, es ist doch sinnvoller, man konzentriert sich in Kn zunächst auf das kernig Machbare sowie, und das ist m. E. der wichtigste Punkt, ohne sich von der Gegenseite wegen nebulöser Unklarheiten wie ein plumper Tanzbär an der Nase vorführen lassen zu müssen.

    Auch ich wünsche mir einen funktionellen und schönen Bahnhof. Aber man muss nicht im Schneckenhäuschen wohnen um über dieses schreiben zu können.

  10. 10. Kultur

    Hallo @Bauigel…..

    kannst du meine Doktorarbeit schreiben ???

  11. 11. Bauigel

    @Kultur

    Nö! Leider!

    Nach dem Affentheater mit dem von und zu Schlechttental gilt jetzt:
    Jeder ist des Unglücks sein eigener Schmied.

    Pssss: Waszahltste?

    Beim Schlechttental musste alles sehr schnell gehen, der hat bei der Abholung in Kn am Bettenberg das Ding nur schnell durchgeblättert, nicht mal quergelessen. Das war so einer der Typen von der lichtgeschwinden aber nicht blitzgescheiten Truppe. Nun, halt sehr alter verbrauchter Adel.
    Franke schon, und nicht frei.
    Aber bitter nicht weitersagen.

    Möchte ganz sanft und vorsichtig an meine Anfrage wegen „Kultur“ erinnern.

  12. 12. Bauigel

    @An uns.

    Nun sind wir in Konstanz bezüglich des Bahnhofs wohl bald an den Punkt angelangt, bei welchem wir das Bärentanzen nach der Einenbahner-Pfeife beginnen können.

    Bei den Bahnboys kann man emotionelle, soziale, touristische und sonstige Wünsche mit der üblichen konstanzerischen Tränendrüse wenig bis gar nicht durchsetzen. Es wird so ausgehen wie es die Bähnler eventuell bereits vorentschieden haben, denn unser Lamento a la Konstanz bestätigt sie doch nur in unseren provinziellen Wunschträumen.

    Eine kernige Konzentrierung auf echt realisierbare Forderungen und technisch durchführbare Sanierungen, allfällig notwendige Umbauten und machbare Verbesserungen sind bis dato öffentlichwirksam kaum erkennbar. Die bisher gelesenen Wunschvorstellungen vereint über Bord werfen, Planlagen sowie Gedanken der Bahn mit neuen Standpunkten zum Projekt untersuchen, analysieren, darin enthaltenen Stärken und Schwächen ermitteln, bewerten, ausarbeiten, eine eigene erreichbare Zielvorgabe erarbeiten mit allen taktisch notwendig opferungsfähigen einzelnen Punkten und dann ein kerniges Paket zugleich mit einem Vorschlaghammer auf den Tisch legen.
    Denn die Jungs von der Bahn sind doch nicht vom konstanzerischen Knabenchor.

    Um es im Jargon der Eisenbahner zu schreiben, muss zum Einschlagen eines derben Schienennagels ein passender großer und derber Nagelhammer verwendet werden. Ein winzigkleines Hämmerchen tut’s halt nicht, wie’s bei der Model-Eisenbahn möglich ist.

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