Stadtmarketing schuf Drohkulisse mit Toilettenhäuschen
Konstanz (gro) Urlaubslektüre für Horst Frank: Ein ausführliches Schreiben informiert den Oberbürgermeister darüber, wie das Stadtmarketing aus zwei Toilettenhäuschen vor dem Restaurant „Turm“ am Schnetztor anlässlich des Flohmarkts eine Drohkulisse aufbaute, damit aber am entschlossenen Widerstand von Margit Köster scheiterte. Die beiden Dixi-Klos standen nur einige Stunden, bevor sie von der Feuerwehr wieder entfernt wurden. Die Empörung der resoluten „Turm“-Wirtin dauert allerdings bis heute an. Mit dem Brief, der auch an einen befreundeten Anwalt, an Stadtbrandmeister Quintus und an vier Stadträte ging, hat Margit Köster ihrem Ärger Luft gemacht. Hilmar Wörnle, der Chef des Stadtmarketings, bedauert die Angelegenheit inzwischen lebhaft.
Der Ärger begann beim Flohmarkt 2009
Der Ärger begann schon im Jahre 2009. Margit Köster hatte sich beim Bürgeramt der Stadt die Erlaubnis geholt, auf der gepflasterten Freifläche vor der zum Lokal gehörenden Terrasse einen kleinen Stand für Grillwürste zu platzieren, um vom Zustrom der Massen zum Flohmarkt zu profitieren. Wörnle wollte das nicht zulassen und pochte laut Margit Köster auf die umfassende Zuständigkeit des Stadtmarketings, das den Flohmarkt veranstalte. Die Wirtin setzte sich durch, fing sich aber eine geharnischte Warnung von Wörnle ein: Man könne dort künftig auch einen Toilettenwagen hinstellen oder das Lokal mit Sperrgittern abschirmen.
Platzverweis für den Grill im Jahre 2010
Beim Flohmarkt 2010 verzichtete Margit Köster auf einen Stand vor auf dem Vorplatz und verkaufte ihre Würste auf der eigenen Terrasse. Wie spannungsladen die Situation trotzdem geblieben war, stellte sich heraus, als der plötzlich qualmende Grill zum Abkühlen kurz auf den gepflasterten Vorplatz gestellt wurde. Wörnle habe dies, so geht aus dem Brief hervor, „sofort“ bei der Polizei angezeigt, die subito mit zwei Beamten angerückt sei, um den Grill mit einem sofortigen Platzverweis zu belegen.
Plötzlich kreuzte ein Lastwagen auf
Dieses Jahr, so schien es, habe Wörnle seine Drohung vom vorvergangenen Jahr wahr machen wollen, und das, obwohl die „Turm“-Wirtin auf jeden Zusatz verzichtete und ausschlieslich auf ihrer Terrasse bewirteten wollte, wie jeden Tag. Vor Beginn des Flohmarktes kreuzte plötzlich ein Lastwagen auf mit zwei Dixi-Klos. Die Toilettenhäuschen wurden abgeladen, sie sollten direkt vor der Terrasse aufgestellt werden. Dies verhinderte fürs Erste ein Bekannter von Margit Köster, der den Transporteur der Häuschen darauf aufmerksam machte, dass es sich bei der Freifläche vor der Terrasse um eine Feuerwehrzufahrt handle und deshalb freizuhalten sei. So wurden die Dixi-Klos zunächst etwa 20 Meter weiter weg auf dem Trottoir aufgestellt.
Die Männer vom THW kamen mit Bolzenschneidern
Am Abend tauchten dann mit Bolzenschneidern bewaffnete Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks (THW) auf, die die Schlösser knackten, mit denen Drahtesel am öffentlichen Fahrradständer vor der „Turm“-Terrasse befestigt waren. Die Räder wurden beiseite geräumt, und bald wurden die zwei mittlerweile gut bekannten Toilettenhäuschen auf Befehl von Wörnle eben doch unmittelbar vor der Terrasse des Lokals platziert – und zweitweise sogar von der Polizei bewacht. Was aber nichts nützte, denn einige Stunden und etliche Telefonate später wurden sie auf Anordnung von Feuerwehrkommandant Dieter Quintus wieder entfernt und auf der gegenüber liegenden Strassenseite aufgestellt. Die Gäste auf der Terrasse hatten endlich wieder freie Sicht auf den Flohmarkt und waren nicht mehr gezwungen, die Rückseiten der Dixi-Klos zu studieren und sich die dazu passenden Geräusche anzuhören.
Wörnle: Zahlreiche Partnerschaften mit Gastronomen
Hilmar Wörnle bedauert die ungute Entwicklung nahe beim Schnetztor. Er hofft, dass er sich doch noch einig wird mit Margit Köster. Einig werden – das würde Zusammenarbeit bedeuten, Kooperation mit dem Stadtmarketing. Wörnle macht darauf aufmerksam, dass es mit zahlreichen Kneipen und Restaurants entlang der Flohmarktstrecke ein gutes Einvernehmen gebe, etwa mit der feinen „Cantina Rabaja“ , mit Ali Sarikas „Kuju-Kebab“, mit Chinesen, Vietnamesen, Iranern oder Griechen. Mit anderen Worten: Diese Gastronomen entrichten auch einen Obolus ans Stadtmarketing und beteiligen sich so an den Kosten der Grossveranstaltung. Es handle sich um Partner, sagt Wörnle, und das Verhältnis zwischen ihnen und dem Stadtmarketing sei „gut und konstruktiv“.
Hinweis auf einen wichtigen Unterschied
Im Gegensatz zu fast allen Lokalen entlang des Konstanzer Flohmarkts hat das Café-Restaurant „Turm“ eine eigene, zum Anwesen des Lokals gehörende Terrasse. Hinzu kommt, dass sich die Wirtin vor drei Jahren im guten Glauben, alles korrekt zu erledigen, mit Erfolg eine Sondernutzung verschaffte, dann aber von Wörnle gemassregelt wurde. Doch wörnle, der Mann, der dafür gesorgt hat, dass die Erfolgsgeschichte des Konstanzer Flohmarkts unter der Regie des Stadtmarketings mit Verve fortgeschrieben wird, gibt die Hoffnung nicht auf: „Meine Tür steht offen“, versichert Hilmar Wörnle, für eine gute Partnerschaft auch mit dem “Turm” sei es “keineswegs zu spät.“ Bild: Satzger






News vom technischen Hilfswerk…
Dornr?schen ? Blog Archive ? Stadtmarketing schuf Drohkulisse mit <b>…</b>…
So sehr ich es Herrn Wörnle, seines Zeichens Ritter der Dreistigkeit, auch gönne, mal eins aufs Dach zu bekommen, so muss ich doch anmerken, dass es die Turmwirtin war, welche vor einigen Monaten (ich war inzwischen nicht mehr dort und kann daher nicht sagen, wie es derzeit gehandhabt wird) an einem schönen Samstag-Konzert-Abend trotz Protest etlicher anwesender Gäste Aschenbecher auf den Tischen und Tresen verteilen ließ und somit das damals längst geltende Rauchverbot in öffentlichen Gaststätten verletzte.
@tortugabodensee
Man hat sich geraunt, dass Sie möglicherweise mit einem luftigen Besen der Marke Einseitigkeit einschließlich Turbolader und Nachbrenner mit allen Vor- und Nachurteilen durch die konstanzerischen Zaunhecken rauschen.
Und das noch im Blindflug. Hui-hui. Sausewind.
Na Igel, mal wieder auf Hexenjagd? Übst wohl schon für die bevorstehenden Konzilfeierlichkeiten. So, nun schmeiß’ wieder mit dem Wattebausch und mach’ mir die Eunuchennummer.
@Curnonsky
Oh, es lebt! Habe dich sehr, sehr vermisst. Meinte bereits, dir hätte man die Brechbude „Zum schmierigen Kochlöffel“ dicht gemacht.
Typisch, wo trifft man den Curnonsky, bei den Toiletten.
Mit dir hätte es sicher eine wunderschöne Schreiberei über den konstanzerischen Bahnhof gegeben. Leider musste man auf deine Einreden aus dem Off verzichten, obwohl du sagenhafte Kenntnisse im Bereich von technischen Großprojekten haben sollst.
Lass uns noch zum Besenflug kommen. Bist du nur als Sozius mitgeflogen oder musstest du als schwarzer Kater auf der Schulter sitzen? Fragen über Fragen, die natürlich keinen Leser interessieren. Was hast du mit Wattebäuschchen? Spielst du etwa damit? Bist du jetzt von der verbalen zu handarbeitsübenden Schlingenmacherei gewechselt. Doch nicht etwa zu der Herstellung von lieblichen Voodoo-Püppchen, und wenn doch, hoffentlich nicht nach deinem oder meinem Ebenbilde.
Köstlich, das Curnonsky, vom Wörterklopfen zum Püppchenmachen. Was für herrliche Wandlungen, was für herrliche Zeiten. I werd narrisch.
@Bauigel
Ach, SIE sind das, der mit dem Raucherhusten, der knittrigen Haut und den Ringen unter den Augen. Jetzedle!!!
Da lese ich im dem Beitrag “….Diese Gastronomen entrichten auch einen Obolus ans….”
und dazu fällt mir nur das Wort Mafiamethode ein.
Was können die Gastronomen dafür, dass sie Sicht auf den Flohmarkt haben.
Genauso lächerlich ist, dass zum Stadtfest = Seenachtsfest die Sicht von der Rheinbrücke auf den Konstanzer-Trichter mit Säcken abgehägt wird.
So etwas gibt es wohl nur hier.
Mögen die Verantwortlichen mal zum Fest “Rhein in Flammen” fahren und sehen, wie man den Bürgern ein kostenfreies Fest bietet.
@ tortugabodensee
Ach der Herr Becker. Der soll mal warten.
Frau Tortuga, ich gestehe Ihnen kleinlaut und unterwürfigst, ich bin SIE!
Aber liebe Schilfkröte/in, was macht den Ihr schwarzer Miezekater? Er wird doch nicht im Körbchen liegen und auf Rache auf leisen Sohlen sinnen? Das liebe Pusserl.
Ihnen vertraue ich mein Geheimnis an, denn wenn man noch den guten Kaiser Wilhelm den Letzten, den demokratischen Ebert, den depperten Franzl von Pap(p)en und natürlich den verehrten Führer erlebt hat, dann hat man den Ihrigen Husten und gemeinte knittrige Haut.
Aber der Trost, den Husten bekommt man mit Botox und die Hautfalten mit Kokain-Präparaten weg. Irgend etwas stimmt da nicht, aber SIE wird es ja wissen. Mein Problem bleiben die Ringe an den Augen. Dies ist nicht heilbar, da ich immerzu zwangshaft die Texte des schwarzen Katerl lesen muss. Die Tränen der Rührung, des Lachens und manchmal des Ergrauens lassen meine Äuglein altern.
Sagen Sie ihm herzliche Grüßchen von SIE und geben ihm zum Einschlafen ein kleines Wischi-Waschi-Katzenleckerli. Das liebt es so.
@Curnonsky
Lieber Curnonsky, hier mein Abgesang von unserer innig-verbalen Leidenschaft. Das Ziel, einen amorphen Wackelpeter-Pudding vom Typ des Waldmeisters an die Wand zu nageln ist vollbracht.
Man muss nur den altenhergebrachten Rezepten von Dr. Ötker folgen. Tja, die Zeiten sind für manch einen Blog-Schreiber sicherlich hart, aber dennoch lustig gewesen bei dieser verbalen Inszenierung der kulturellen Politik in Konstanz. Besonders in den Jahren 2010-2011. Fast sollte man zum Einjährigen das erste Patroziniumsfest gemeinsam feiern, da eine andauernde Jagd auf den schwarzen Katers durch ein schwarz-braunes Rottweiler-Monster nun langweilig geworden ist. Man möchte doch nicht in einer romanhaften Schocker-Schwarte des schwarzen Katers als bluttriefendes Monster vom Bodanrück enden.
PS 1: Lustig war’s!
PS 2: Bi riechtig narrisch gwesn.
PS 3: Dank für das schöne Spiel!
PS 4: Der Schwachpunkt war die Schildkröte! So manch ein Frauchen hat ihrem Jung-Sigfried ein unnötiges Kreuzlein auf den (Tarn)-Umhang gestrickt!
PS 5: Konstanz ist nicht Praunheim, SIE ist nicht Rosa von der Tratsche!
PS 6: Kleine persönliche Meinung über Till Sailer. Da ist augenscheinlich eine Banalität zu einer sehr dürftigen Mittelmäßigkeit herausgekommen. Deshalb bleibt man weiterhin auf seiner Spur. Ethische Gründe sprechen eigentlich sehr dafür!
Na, Igel, Sommerloch im Kleinhirn? Hast Deine Angst vorm bösen Wolf wie Deine sonstige Fabuliererei wohl in der Häschenschule gelernt. Solltest Du Dein Geschwurbel -was Dir durchaus zuzutrauen ist- als Kunstform betrachten, so nennt man sie am besten “Manischer Depressivismus”.
@Curnonsky
Hallöchen lieber Curnonsky, für dich ein kleiner Refrain des Abgesanges, da die Kladde „Causa Curnonsky“ abgeschlossen ist. Wenn, tja wenn, ich am Anfang gewusst hätte, welche vielschichtige Person am Ende entpackt werden würde, hätte ich mich auf solch ein kindisch-schwachsinniges und verbal-spaßiges Halali nicht eingelassen. Konnte doch nicht wissen, dass ausgerechnet DU das Ergebnis bist und wie so eine Parforcejagd dich belasten könnte. Staun, staun, denk, bedenk, jetzt problembewusst. Habe natürlich Angst vor dir, du großer Kater in allen unmöglichen Gassen.
Nun, eine klitzekleine, aber bisher wohl fehlende Lebensweisheit sei dir herzlich gegönnt. Es tut manchmal gut die beiden Seiten einer Medaille zu erleben. Diesmal standst du nicht wie üblich am Ende des Keulengriffes. Tschuldigung.
Mein Geschwurbel ist natürlich verbaler Dreck, aber er half mir mit der Dachlatte zu zielen (sinnbildlich!) und richtig zu treffen (real!). Dir jedoch ist natürlich die Walhalla gewiss, trotz meines ins Fäustchen lachen über deine gewissen technischen Absurditäten. Die treffenden Argumente beweisen es.
Kumpel, was ist ein Depressivismus? Ist das etwa dein Schreibstil? Fabuliererei in deinem Bereich ja, bei meinen realen Tätigkeiten nein.
Jeder dilettiert so vor sich hin, du bei mich und ich bei dich. Kladderadatsch fertig.