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2. September 2011 | Heute zweitletzter Gassenfreitag des Jahres

Sommerlicher Abenteuerabend in der Niederburg

Konstanz (gro) Ein Sommerabend, der es in sich hat: Beim zweitletzten Gassenfreitag des Jahres dürfte die Niederburg heute abend stellenweise schier aus den Nähten platzen. Bei geradezu brasilianischen Temperaturen gibt es in den verwinkelten Gassen so viel Musik wie selten zuvor, dazu jede Mange Leckereien, Flohmarkttischchen, Kunst samt Vernissagen, Theater, Lieder, Bücher, Abenteuer und Aktionen der verschiedensten Art.

MUSIK: Wo die Rheingasse in die Inselgasse mündet, am Music-Corner beim „Weinglöckle“ sorgt heute die Dixie-Formation Jakobine Hot 7 für ausgelassene Stimmung. „In den Tiefen der Niederburg“, so prophezeien die Veranstalter, heisst es ab 18.30 Uhr erneut Sing‘ mit Winni. Zur gleichen Zeit beginnen Tobias Bosch und Stephan Lange in der Kunstfabrik von Simone Albert in der Rheingasse ihr Publikum mit selbst geschriebenen Liedern und selbst komponierten Weisen zu beglücken. Live-Musik von Notker Homburger (und Brauhausbier vom Fass) gibt es beim SPD-Hock in der Tulengasse beim Leipoldschen Haus zum Roten Ring. In der Gerichtsgasse, beim Magischen Dreieck von „glasArt“, Blässhuhn und Schokoladenflüsterin ist die Gruppe „Mollton“ mit Balkan-Brass und New-Orlean-Jazz zu erleben, mit von der Party ist ferner Axel Schewe mit seiner Gitarre. Das Elton-John-Double fehlt dort auch bei diesem Gassenfreitag nicht. In der Brückengasse treten fünf Junge Musiker vor dem „Dom“ als ZIM und Zucker auf. Die hörenswerte Formation (so die Veranstalter) wird gebildet aus Mitstreitern des Zentrums für Innere Medizin (ZIM) am Klinikum.

KUNST:
Malen für grosse und kleine Kinder heisst das Motto in Simone Alberts Atelier Kiunstfabrik in der Rheingasse (wo „Tasben“ für musikalische Unterhaltung sorgen). Winnie Widuch und Dagmar Holynsky zeigen in ihrem Atelier kunst & kunst neue Bilder und Skulpturen. Im Gewölbekeller des Kulturzentrums am Münster offenbart sich Maria Anwander unter dem Titel The invisible Kiss oft he Thief unter anderem mit ihrer Arbeit „My Most Favourite Art“ und „Der unsichtbare Kuss des Diebes“. Die Vernissage beginnt um 19 Uhr. Es erklärt Peter Regelmann. Aufregendes ist in der Klostergasse geboten, dort ereignet sich MAIK’s Magisches MicroTheater mit Rezitaionen, Gesang und Feuer. Vorführungen jeweils um 20 und um 21 Uhr.

Die 19 Restaurants, Kneipen und Bars der Niederburg warten mit einigen Sonderaktionen auf, hinzu kommen verschiedene Initiativen, wie etwa jene von Pascal Billard, der in der Brückengasse, nahe dem „Dom“, mit Pascal’s Délices du Sud aufwartet, mit ebenso naturnaher wie schmackhafter Kost (samt Weinen) aus Südfrankreich. Ganz anders wieder der Weinkeller Franz Fritz und die Weinstube Niederburg, die in der Niederburggasse mit speziellen Damen- und Herrengedecken zu reüssieren gedenken. Noch einmal anders die „Schwarze Katz“, die heute wieder mit einer speziellen und im Übrigen hochgefährlichen Sommerlimonadeb aufwartet. Susanne Schönhoff wiederum sorgt mit Spezialitäten aus der Küche ihres Mannes Marcus, aus der SoulKitchen, unter dem Motto „Der letzte Schliff“ für feine Naschereien und coole Drinks. Und fernöstliche Leckereien dürften auch heute für drangvolle Enge im Batavia sorgen.

ABENTEUER: Abgesehen davon, dass jeder Gassenfreitag schon durch die zahlreichen spontanen Tischflohmärkte der Eingeborenen für viele Besucher zu einem stellenweise abenteuerlichen Erlebnis wird – heute wird Erlebnishungrigen endlich wieder eine Münsterturmbesteigung geboten; der Turm ist bis 21 Uhr geöffnet (letzter Einlass für Schnellbesteiger 20.30 Uhr). Zu den Resten der römischen Besatzer geht’s in die unteridische Kammer am Münster mit der Historikerin Gudrun Schnekenburger. Ausserdem sorgt Gerhard Stehle als Nachtwächter für hintergründige Einblicke bei seiner Gassenführung durch die Niederburg. Schliesslich sei darauf aufmerksam gemacht, dass heute abend zwei der drei noch erhaltenen, mittlelalterlichen Türme der Stadt geöffnet sind: Der Rheintorturm, in dem das vor knapp 3 jahren eröffnete Fasnachtsmuseum Platz gefunden hat, und der Pulverturm, wo die Besucher von emsigen guten Geistern der Niederbürgler Narrengesellschaft bewirtet werden. Bild: Wolfgang Starke



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