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6. September 2011 | CVP bietet die Gelegenheit am 13. September

Demnächst günstige Bunkerbesichtigung im Thurgau

Konstanz/Kreuzlingen (gro) Die Heimatzeitung der Stadt Konstanz berichtet von angeblich chaotischen Zuständen, die wegen einer angeblich gierigen Schweizer Kundschaft über den Konstanzer Einzelhandel angeblich ebenso hereingebrochen sei wie über die erwiesenermassen schwindsüchtigen Verkehrswege der Stadt Konstanz. Und die Konstanzer SPD reist bis nach Feldkirch, um sich einen grosszügig umgebauten Bahnhof anzuschauen (siehe „Südkurier“ vom 6. September 2011), obwohl der für 24 Millionen sanierte, neue Kreuzlinger Hauptbahnhof mindestens ebenso interessant sein dürfte wie jener im Vorarlberger Ländle. Bei so viel Aufgeregtheit und Aufwand wirkt das neueste Angebot der Christlichdemokratischen Volkspartei der Schweiz (CVP) beruhigend: Die CVP lädt ein zur kostenlosen Besichtigung eines Bunkers. Mit solchen Festungsanlagen wappneten sich die Eidgenossen vor 70 Jahren gegen einen allfälligen Angriff aus Deutschland.

Erinnerung an Peer Steinbrücks Kavallerie

Nazideutschland hat sich den Überfall auf die Schweiz aus grossräumig-fiskalischen Gründen verkniffen. Aber natürlich fällt einem beim Hinweis auf Thurgauer Befestigungsanlagen sofort die „Kavallerie“ ein, mit der ein ehemaliger deutscher Finanzminister namens Peer Steinbrück vor ein paar Jahren drohte, falls die Schweiz dem Kapital so genannter Steuerflüchtlinge aus Deutschland auch weiterhin Asyl gewähre. Doch inzwischen hat sich die Schweiz breitschlagen lassen: Wer partout Steuern auf sein mehr oder weniger sauer verdientes oder gar mühsam ergaunertes Geld vermeiden will, muss mit seiner Penunze demnächst die bequem nahe Schweiz verlassen und auf Singapur, den US-Staat Delaware, den Banco di Sicilia, die Bahamas oder auf irgend welche andere offshorigen Inselstaaten ausweichen.

Festungsgürtel mit Bunkern und Truppenunterständen

Wie ernst in der Schweiz ab 1940 die Bedrohung aus Norden genommen wurde, zeigt, so die CVP, der Festungsgürtel um den Raum Kreuzlingen, der sich von Bottighofen bis Triboltingen erstreckte und heute noch sehr gut nachzuverfolgen ist. Dieser Festungsgürtel wartet auf mit zahlreichen Bunkern und Truppenunterständen, der im Zweiten Weltkrieg als Schutzschild rund um Kreuzlingen aufgebaut wurde. Der Vorstand der CVP Kreuzlingen und Umgebung bietet in genau einer Woche, am 13. September, die Möglichkeit, einen Schaubunker unter sachkundiger Führung zu besuchen. Dazu eingeladen sind alle Interessierten (Peer Steinbrück hat leider abgesagt). Für die Teilnahme an der Besichtigung sind noch Plätze frei. Man trifft sich um 18.30 Uhr auf dem Coop-Parkplatz in Müllheim. Anmeldungen bei Niklaus Bischof unter 0041-79 4016330 oder über die e-mail nickbischof@hotmail.com. Die Teilnahme ist, wie erwähnt, kostenlos. Bild: Frieder Schindele



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