Immer wieder die Frage nach dem Ringverkehr
Konstanz (gro) Wieder einmal steht heute ein eventueller Ringverkehr um die Altstadt auf der Tagesordnung des Gemeinderats. Es geht damit zum wiederholten Mal um die Frage, ob sich die Verkehrssituation nicht verbessern liesse, wenn der historische Kern der Stadt nur in einer Richtung umfahren würde. Mehrere Gutachten haben dargelegt, dass eine solche Regelung vor allem Nachteile bringen würde. Da die Altstadt kaum durchquert werden könne, komme es regelmässig zu grossen Umwegsfahrten der Verkehrsteilnehmer.
Gutachten: Zuviel Verkehr wird verlagert
Obwohl Horst Frank schon immer mit einem einbahnigen Ringverkehr liebäugelte, vermied es der Oberbürgermeister auch auch dieses Mal, einen entsprechenden Beschlussantrag der Verwaltung formulieren zu lassen. Stattdessen wird erneut darauf hingewiesen, dass Fachleute vor einer ringförmigen Einbahnlösung warnen. Von einem einbahnigen Ringverkehr sei umso mehr abzuraten, als vom Gemeinderat Mitte Juni 2011 die provisorische Einrichtung einer Begegnungszone auf dem Bahnhofplatz beschlossen worden sei. Dadurch werde künftig Verkehr auf die Laube und auf den Rheinsteig verlagert. Ein Einbahnverkehr würde diese Verlagerung noch verschärfen.
Warum nicht wenigstens als Versuch?
Probieren geht über Studieren – gemäss diesem Motto würden etliche Mitglieder des Stadtparlaments einen einbahnigen Ringverkehr um die Altstadt trotz aller Gutachten gerne ausprobiert wissen. Angesichts der Tatsache, dass der Bahnhofplatz ohnehin zunächst nur provisorisch zur Begegnungszone hergerichtet werden solle, könne doch auch der Einbahnverkehr eine Zeitlang als Provisorium laufen. Bild: Frieder Schindele





