Viel zu grober Split und Kies auf den Wegen am Seeufer
Konstanz (gro) Gehbehinderte bleiben stecken mit ihren Rollatoren, Hunde verletzten ihre Pfoten und Spaziergänger ärgern sich: Auf dem Susosteig, auf der Alten Rheinbrücke, im Stadtgarten, im Hafen und in der Seestrasse behindern seit einer Woche Tonnen von auffällig grobem Splitt, gemischt mit Kies, das fussläufige Fortkommen ganz empfindlich. Ursache der feinsteinernen Orgie ist eine Panne: Beim Beladen von Streufahrzeugen wurde vergangene Woche versehentlich zu grober Splitt verwendet, dazukam auch noch eine Charge Kies. Ein Ende der allgemeinen Gehbehinderung ist in Sicht: „In den Tagen unmittelbar nach Neujahr“, sagt Henry Rinklin, „wenn wir sowieso den Dreck der Silvesternacht wegputzen müssen, „fegen wir auch den zu groben Splitt und den Kies wieder zusammen“.
„Besser stecken bleiben als stürzen“
Dass seenahe Wege zum Wintereinbruch mit Splitt bestreut werden, gehört laut Henry Rinklin zur üblichen Streuplanung der Technischen Betriebe. Wenn es dann tatsächlich schneie und zu Glatteisbildung komme, könne man schliesslich nicht alles auf einmal bearbeiten. Zu Beschwerden komme es jedes Jahr, sagt Rinklin, mit Rollatoren sei man auch bei feinerem Split nur beschwerlich unterwegs. Dies sei jedoch das kleinere Übel: Bei Glatteis oder Schneeglätte würden Gehbehinderte nicht nur stecken bleiben, sondern auch Gefahr laufen zu stürzen, wenn der Weg nicht zuvor mit Split bestreut worden sei. Der dafür verwendete Splitt sei jedoch normalerweise wesentlich feiner.
„Diesem Schweden sollte man ein Denkmal setzen“
Eine aus dem Schwarzwald stammende, betagte Neukonstanzerin, die auf eine Gehhilfe angewiesen ist, erinnert daran, dass mit dem Rollator, den es ja erst seit den 80-er Jahren gibt, viel getan wurde für gehbehinderte Menschen. Bernt Leander, dem Schweden, der das Mobilität schenkende Gerät entwickelt hat, sollte „eigentlich ein Denkmal“ gesetzt werden. Der Mann habe schliesslich dafür gesorgt, dass der immer älter werdenden Menschheit „ein Stückchen mehr Autonomie“ erhalten bleibe.
Der neue Super-Rollator heisst Veloped
Dass auch schon ganz junge Menschen ans Alter und seine speziellen Erfordernisse denken, zeigte sich vor einem guten halben Jahr: Der heute 14-jährige Tobias André Schramm aus Boodesholm (Schleswig-Holstein) entwickelte den Rollator weiter zu einem einigermassen bequemen Vehikel mit Sitzgelegenheit, Federung, Warnblinkanlage, Richtungsanzeiger und Funkgerät (zum Beispiel für die Ergänzung des elektronischen Einkaufzettels). Tobias André Schramm, der in Kiel eine spezielle Begabtenschule (die Ellenbeker-Schule) besucht, erhielt dafür vergangenen Juni einen Preis der gemeinnützigen Christoffel-Verbandes. Der neue Super-Rollator hat bereits einen Namen und heisst Veloped. Bleibt zu hoffen, dass auch das neue Gerät von den Krankenkassen bezuschusst wird. Bild: Erich Gropper






an Rinklin, tbk, wenn man eine Dummheit begeht, kann man wenigstens das Grobe wieder einsammeln.
Für mich eine Unverschämtheit, dies so lange liegen zu lassen,
sollte ich mich als Kehrwochenreiniger mal passieren ???
Aber gegen das Pisa-Syndrom bei der TBK kann man halt Nichts machen.
Die kapieren es einfach nicht.
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