Im Umgang mit Andreas Renner eine Chance vergeigt
Konstanz (gro) Andreas Renner will in Stuttgart antreten, und seine Entscheidung, für das Amt des nächsten Stuttgarter Oberbürgermeisters zu kandidieren, ist auch eine Absage an Konstanz. Diese Absage kommt allerdings nicht überraschend. Im Gegensatz zu den Konstanzer Christdemokraten haben sich herausragende Mitglieder der Stuttgarter CDU entschieden und leidenschaftlich für eine Kandidatur des ehemaligen Singener Stadtoberhaupts und Sozialministers eingesetzt. Das bürgerliche Lager in Konstanz hat dagegen die Chance verpasst, beim Wettbewerb um das prestigeträchtige Amt des Konstanzer Stadtoberhaupts mit einem besonders aussichtsreichen Kandidaten aufzuwarten.
Dann hätten die Schwaben das Nachsehen gehabt
Dass sich Andreas Renner, 52, für den Job des Oberbürgermeisters in Konstanz interessierte, wurde spätestens Mitte Oktober des vergangenen Jahres bekannt (siehe www.dornroeschen.nu vom 21.Oktober 2011), also vor über drei Monaten. Gerade einmal 12 Tage sind es her, dass Renner von der Stuttgarter CDU aufgefordert wurde, für die Nachfolge von Wolfgang Schuster zu kandidieren. Doch während sich die Konstanzer Christdemokraten nachhaltig zierten, Renner auf den Schild zu heben, schafften es die Parteikollegen in der Landeshauptstadt in wenig mehr als einer Woche, den überraschten Andreas Renner für die Kandidatur zu gewinnen. Es darf zumindest vermutet werden, dass Renner bei einem konsequenten Bemühen Konstanzer Parteifreunde für eine Kandidatur am Bodensee hätte gewonnen werden können: Die Schwaben hätten dann das Nachsehen gehabt.
Für den Auftakt der Absagen sorgte Horst Frank
Die Abkehr Renners reiht sich indessen ein in einen ganzen Strauss von Absagen. Für den Auftakt sorgte Horst Frank, nach wie vor 62 Jahre alt, als er am 17. Oktober, doch einigermassen überraschend bekannt gab, nach zwei Amtszeiten nicht noch einmal zu kandidieren. Unmittelbar darauf outete sich Tobias Engelsing, 51: Auch er stehe nicht zur Verfügung für den Job des Stadtoberhaupts, sagte der Museumsdirektor. Dabei war er seit vielen Monaten, von zahlreichen Konstanzern voller Hoffnung, als Nachfolger Horst Franks gehandelt worden. Frank Nägele (SPD), der schon einmal kandidiert hatte, winkte ebenso ab wie Andreas Hoffmann, der bei der erneuten Wiederwahl für den Landtag überraschend gescheitert war.
Angeblich „viel zu früh“
Mit Ausnahme der – allerdings noch weitgehend schweigsamen - Piraten kann bis heute keine einzige kommunalpolitische Konstanzer Partei oder Gruppierung auch nur mit vagen Verweisen auf mögliche Kandidaten aufwarten. Zwar wird immer wieder gesagt, es sei „noch viel zu früh“ für die Nennung von Kandidatinnen oder Kandidaten. Tatsache aber dürfte sein, dass es bis heute keine Kandidaten gibt.








Renner hat wohl noch das Parteibuch der CDU. Mit seiner sozial-liberalen Haltung hätte er bestimmt nicht zur hiesigen CDU gepasst. Wie heute im SK zu lesen ist, war dieser “Verlust” auch kein Problem der hiesigen CDU. Eher hat das sozial-liberale Lager, wg. der anderen Bewerbung von Renner, einen Verlust hinzunehmen.
Wahrscheinlich hätte unser Gemeinderat seinen ewigen Dornröschenschlaf unterbrechen müssen, und wer will das schon. Ein “Macher” ist im Konstanzer Rathaus halt unerwünscht.
Verehrter Herr Gropper, Ihre Schlussfolgerung ist völliger Blödsinn. Renner tritt lieber in Stuttgart als in Konstanz an, weil eine OB-Karriere in Stuttgart mehr Prestige bringt als eine in Konstanz. Es ist also nicht der Fall, dass Renner für das Konstanzer Amt zu wenig hofiert wurde. Es geht Herrn Renner einzig und allein um seine Karriere. Ein “Macher” vor allem in Sachen eigenem Prestige. Und offen gestanden wäre für mich allein schon das ein Grund, ihn nicht zu wählen.
Da Hochmut jedoch vor dem Fall kommt, erfüllt es mich mit gewisser Freude, dass in Stuttgart Fritz Kuhn von den Grünen kandidieren wird. Damit dürften sich die Chancen von Herrn Renner angemessen verringern.
Erstmalig bin ich mit Ihnen, Frau Bodensee-Schildkröte, einer Meinung! Man sollte solche „Renner“ wie diesen Andreas Renner, der nur zwischen lauter Karriereposten hin und her rennt, einfach auf seiner Rennbahn rennen lassen.
Konstanz braucht einen „Steher“, der nicht wieder bei der nächsten Gelegenheit zur besten Futterkrippe rennt.
Wohin rennt er, der rennende Renner, wohin rennt er denn hin? Doch nicht etwa zu den Schwaben, der olle Badener, dieser flexible Bodenseealemanne.
wir brauchen was GScheits und keinen Quack-Salber
„Wir brauchen Bildung, Bildung, Bildung“ und das sagen ausgerechnet unsere Politiker
Grüßle