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26. April 2012 | MEINUNG: Freie Grüne Liste zeigt Kante

Sexy Seeliger

Konstanz (gro) Jetzt ist es also passiert: Die Konstanzer Freie Grüne Liste (FGL) zeigt Kante und schickt Sabine Seeliger, 43, ins Rennen um die Nachfolge von Horst Frank, der 1996 zum ersten Grünen Oberbürgermeister Deutschlands gewählt wurde. Die Chancen sind gut, dass die Stadt nach 16 Jahren weiter von einem Grünen Stadtoberhaupt regiert wird. Denn Sabine Seeliger ist eine ausgesprochen attraktive Bewerberin.

Den Piraten nahe

Die promovierte Biologin und Mutter zweier Söhne ist nicht nur der Konstanzer Studentenschaft verbunden, sondern über ihre Hinneigung zum Internet und über ihr Engagement in Sachen Webdesign auch jener Bewegung nahe, die sich als so genannte Piratenpartei entwickelt hat. Diese Konstellation hat dazu beigetragen, dass Seeliger bei der Nominierungsversammlung der FGL am Mittwochabend im Restaurant Seerhein doppelt so viele Stimmen erhielt wie ihre Konkurrentin Christiane Kreitmeier.


Gegen Massentierhaltung und den Genuss von Fleisch

Attraktiv macht Sabine Seeliger, die von 1994 bis 2004 dem Konstanzer Gemeinderat angehörte und auch eine Zeitlang im Kreistag mitwirkte, die persönliche Positionierung als entschlossene Umweltaktivistin. Sie lässt es nicht bei Lippenbekenntnissen bewenden, sondern orientiert sich an den eigenen Forderungen, verdammt etwa Massentierhaltung und verschmäht deshalb konsequenterweise für sich persönlich den Genuss von Fleisch.

Starrköpfig in Sachen Verkehrsbelastung

Attraktiv macht die hoch gewachsene Kandidatin der Grünen ausgerechnet auch das, was ihr gelegentlich vorgehalten wird: ihre Starrköpfigkeit in Sachen Luftverschmutzung und Autoverkehr. Ausgleichend kommt hinzu, dass sich Seeliger in jüngster Zeit nachdenklicher äussert, indem sie die Komplexität eines zum anhaltenden Blühen verdammten Gemeinwesens einer Stadt wie Konstanz zu berücksichtigen gedenkt.

Für Gesprächsbereitschaft und Transparenz

In einem Interview mit dem linken Internetblog namens „seemoz“ bekannte sich Seeliger unlängst dazu, grundsätzlich nicht gegen die Interessen der Konstanzer Bürgerschaft handeln zu wollen, aber auch nicht gegen die Interessen der Jugend (sie ist gegen das so genannte Glasverbot an Seestrasse und Seerhein); Seeliger, charakterlich anscheinend unbestechlich, ist für mehr Beteiligung der Bürgerschaft bei allen wesentlichen Entscheidungsprozessen, sie verspricht “mehr Gesprächsbereitschaft” und “grösstmögliche Transparenz” bei allen Verwaltungsprozessen.

Verwurzelt mit Säften, Most und Brisanti

Als Altlast wird der Grünen Kandidatin ihr Scheitern als Geschäftsführerin der kommunalen Biogasanlage zugeschrieben werden, wobei sie entgegen halten könnte, dass sie immerhin versucht habe, ein unausgegorenes System voran zu bringen. Sexy verwurzelt in der Region ist Sabine Seeliger nicht zuletzt als Gefährtin von Günther Schäfer, der den westlichen Bodensee mit naturreinen Säften aus Fallobst, mit Most und „Brisanti“ versorgt.




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7 Kommentare

  1. 1. Wolfgang Becker aus KN | http://www.fahrrad-infra.de/

    Und 20.000,-€ soll sie von der Partei auch bekommen. So schreibt es der Südkurier ( http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/konstanz/Dunkelgruene-soll-Konstanzer-OB-Posten-erobern;art372448,5479083 ).

    Ich frage mich nun:
    Steht sie auch hinter dem sogenannten “besseren Verkehrskonzept”, über das geredet aber so recht noch keiner schriftlich gesehen hat.
    Ist es eventuell ein Luftschloss?

    Nun warten wir mal ab was geboten wird.
    Von den nun bekannten Namen und den noch im verborgenen, oder war das schon für Konstanz alles?

  2. 2. Leser

    Moin Herr Gropper, kleine Korrektur bitte:

    Frau Seeliger gehörte nicht in den 80ern dem Rat an. Da war sie doch noch ein wenig zu jung. Das war Mitte der 90er bis ca. 2000. Aber wie älter man wird, umso näher erscheint einem die Vergangenheit.

    Grüße - Leser

  3. 3. Erich Gropper

    @Leser
    Danke, habe es korrigiert!

  4. 4. Nabholz

    Wann kommen denn die richtigen Kandidaten, oder muss sich Konstanz mit irgendwelchen Hobbypolitikern zufrieden geben? Dann guet Nacht Mueter Konschtanz!

  5. 5. Kultur

    @Nabholz
    was sind denn “Hobbypolitiker”. War Horst Frank auch ein Hobbypolitiker? Der hatte überhaupt keine Erfahrung in der Politik. Was meinen Sie mit “richtigen Kandidaten”?

  6. 6. holger reile

    …..selten eine dämlichere überschrift gelesen
    hr

  7. 7. Bauigel

    @Holger Leier

    Habe selten so eine d……..-lustige Schreibe gelesen, Herr Leier.
    Sie könnten jedoch die Meinung von Hr. Gropper mal hinter den Zeilen zu lesen versuchen. Da wird es erst richtig lustig. Aber kommen Sie mir ja nicht mit dem Knüppel des Sexismus.
    Ihre Meinung kann man sicherlich nur mit Ihrer Freizeit- und Feierabend-Liebhaberschreiberei begreifen.
    Konstanz, eine Hobby-Stadt, nicht nur beim Journalismus.

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