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	<title>Kommentare zu: Die UniversitÃ¤t zurÃ¼ckgeben  â€“ das wÃ¤re konsequent</title>
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	<description>Konstanz und rund um</description>
	<pubDate>Tue, 09 Jun 2026 07:18:54 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Kultur</title>
		<link>http://www.tmw-kn.com/blog/2012/05/03/die-universitat-zuruckgeben-%e2%80%93-das-ware-konsequent/#comment-186769</link>
		<dc:creator>Kultur</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 May 2012 15:24:41 +0000</pubDate>
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		<description>So einfach kann es sich gro ja auch nicht machen. Der Kiesinger und der Hindenburg waren bÃ¶se Buben, also lasst den Helmle laufen.
Wer war MitlÃ¤ufer und wer war Nazi? Diese Dimension haben doch die Historiker bei Helmle untersucht. Wie qualifiziert gro den MitlÃ¤ufer? Helmle war nach den Feststellungen der Historiker ein aktiver Profiteur des Regimes. Als MitlÃ¤ufer hÃ¤tte Helmle sich beizeiten reuevoll bekennen sollen. Zu den jetzt erst zutagegekommenden Fakten hÃ¤tte Helmle sich auch schon bei Lebzeiten verteidigen kÃ¶nnen, wenn er diese Fakten nicht verschwiegen hÃ¤tte. Durch sein bewusstes Verschweigen  hat Helmle sich selbst nicht nur als MitlÃ¤ufer gesehen. SelbstverstÃ¤ndlich kann er sich jetzt nicht mehr dazu Ã¤uÃŸern und verteidigen. 
 Die â€žEntwÃ¼rdigungâ€œ , wie es gro sieht, hat Helmle sich als TÃ¤ter eingebrockt und dieser Vorgang ist jetzt nicht auf die Historiker abzuwÃ¤lzen, durch die er ja letztendlich durch neue Erkenntnisse entwÃ¼rdigt wird.
Wie relativiert gro die WiderstÃ¤ndler Venedey, als groÃŸe Ausnahme? Man fragt sich, warum diese BrÃ¼der im Gegensatz zu Helmle in keinem Konstanzer Ehrenverzeichnis stehen?
Jede Zeit hatte seine ethische Ausrichtung und Sichtweise. Aus unserem derzeitigen ethischen VerstÃ¤ndnis  kÃ¶nnen wissenschaftlich historische Erkenntnisse aus der Vergangenheit nicht damit entschuldigt werden, dass das Geschehene den damalige VerhÃ¤ltnissen entsprach und somit entschuldbar sei.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>So einfach kann es sich gro ja auch nicht machen. Der Kiesinger und der Hindenburg waren bÃ¶se Buben, also lasst den Helmle laufen.<br />
Wer war MitlÃ¤ufer und wer war Nazi? Diese Dimension haben doch die Historiker bei Helmle untersucht. Wie qualifiziert gro den MitlÃ¤ufer? Helmle war nach den Feststellungen der Historiker ein aktiver Profiteur des Regimes. Als MitlÃ¤ufer hÃ¤tte Helmle sich beizeiten reuevoll bekennen sollen. Zu den jetzt erst zutagegekommenden Fakten hÃ¤tte Helmle sich auch schon bei Lebzeiten verteidigen kÃ¶nnen, wenn er diese Fakten nicht verschwiegen hÃ¤tte. Durch sein bewusstes Verschweigen  hat Helmle sich selbst nicht nur als MitlÃ¤ufer gesehen. SelbstverstÃ¤ndlich kann er sich jetzt nicht mehr dazu Ã¤uÃŸern und verteidigen.<br />
 Die â€žEntwÃ¼rdigungâ€œ , wie es gro sieht, hat Helmle sich als TÃ¤ter eingebrockt und dieser Vorgang ist jetzt nicht auf die Historiker abzuwÃ¤lzen, durch die er ja letztendlich durch neue Erkenntnisse entwÃ¼rdigt wird.<br />
Wie relativiert gro die WiderstÃ¤ndler Venedey, als groÃŸe Ausnahme? Man fragt sich, warum diese BrÃ¼der im Gegensatz zu Helmle in keinem Konstanzer Ehrenverzeichnis stehen?<br />
Jede Zeit hatte seine ethische Ausrichtung und Sichtweise. Aus unserem derzeitigen ethischen VerstÃ¤ndnis  kÃ¶nnen wissenschaftlich historische Erkenntnisse aus der Vergangenheit nicht damit entschuldigt werden, dass das Geschehene den damalige VerhÃ¤ltnissen entsprach und somit entschuldbar sei.</p>
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		<title>Von: Bauigel</title>
		<link>http://www.tmw-kn.com/blog/2012/05/03/die-universitat-zuruckgeben-%e2%80%93-das-ware-konsequent/#comment-186768</link>
		<dc:creator>Bauigel</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 May 2012 14:06:09 +0000</pubDate>
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		<description>@Z.W.Eifler

Autobahn

Mit Ihrem Text kann man konform gehen! Die Exkulpation von national-sozialistischen BÃ¼cklingmachern, MitlÃ¤ufern, TÃ¤tern und Opportunisten in der deutschen Nachkriegsgeschichte muss einer sorgfÃ¤ltigen Reinigung unterzogen werden.

Jedoch mit einer Aussage in Ihrem Text kann man absolut nicht zufrieden geben. Der sicherlich von Ihnen unbewusst unterstellen Behauptung, die Autobahnen im Dt. Reich seien auf dem Mist der damaligen NS-Diktatur  gewachsen. Dem ward nicht so. 
Die Entwicklung der Autobahnen lag in den HÃ¤nden der Dt. Reichsbahn. Ab ca. 1920 / 22 gab es die entsprechenden PlanungsbÃ¼ros fÃ¼r diese neuartigen kreuzungsfreien FernstraÃŸen. Die historische Ironie liegt grausamerweise darin, dass das dt. Eisenbahnwesen sich hier fundamental ein eigenes Grab zur SelbstzerstÃ¶rung im individuellen Fernverkehr im wÃ¶rtlichstem Sinne geschaufelt hat.  

Mit dem MÃ¤rchen, die NS-Schergen hÃ¤tten uns diese Autobahnen beglÃ¼ckt, wird so manch eine rÃ¼hrselige bzw. deutschnationale Rechtfertigungs-Nostalgie bei Alt- und Neu-Nazis und rechten BÃ¼rgerlichen geweckt. 
Es gilt also: A. Hitler und seine NS-MÃ¶rderbande haben nicht die Autobahn erfunden, haben keinen AnstoÃŸ zur Entwicklung gegeben, haben nicht die ersten Autobahnen in Auftrag gegeben, sondern sind in Wahrheit erst ab der â€žMachtÃ¼bernahmeâ€œ 1933 auf den fahrenden Zug der damals bestehenden Verkehrsplanung aufgesprungen. 
Bestenfalls hat dieses GeschmeiÃŸe die Entwicklung fÃ¼r mÃ¶gliche neutrassierte Verlegungs-Rollbahnen fÃ¼r einen bereits in deren kranken Hirnen sich entwickelnden â€žKampf um Lebenslaufâ€œ bewirkt. Kleiner Trost: Ob sich diese Autobahnen kriegsverlÃ¤ngernd ausgewirkt haben, kann bezweifelt werden.

Helmle 

Man kann bezweifeln, ob der windig-glatte Bruno Helmle als der groÃŸe Uni-Vater angesehen werden kann. Liest man in alten Schriften aus der Zeit ab 1946 bis 1952, kann man den Traum eines alemannischen Alpenstaats vom Arlberg bis SÃ¼dschwarzwald, vom Thurgau bis ins Schwabenland â€žsehenâ€œ. 
Und hier reifen die echten und konkreten Wurzeln zum ersten Mal Ã¼ber eine UniversitÃ¤t in Konstanz. Alte Allmannsdorfer haben siech damals sicherlich gewundert, warum ein gewisser â€žOller Schwedeâ€œ ihre scheinbar wertlosen Sauerwiesen und unbrauchbaren GrundstÃ¼cke aufgekauft hat. 
Sicherlich haben die damaligen ahnungslosen Besitzer der im heutigen Besitz des Landes Ba-WÃ¼ befindlichen universitÃ¤ren GrundstÃ¼cke nicht in den damaligen â€žTraum- und Wunsch-Postillenâ€œ gelesen.
 
Also hat der Bruno Helmle seine dienstliche Pflicht als konstanzerischer OB bezÃ¼glich der UniversitÃ¤t erfÃ¼llen sollen und auch mÃ¼ssen. Engagement vom Amte wegen! Er hat diese Kausa natÃ¼rlich gut erfÃ¼llt. Unstrittig. Ob diese ErfÃ¼llungen soooooo auÃŸergewÃ¶hnlich waren, sollte von professionellen Forschern untersucht werden. 
HÃ¤tte damals eine Fr. TÃ¼chle oder ein Hr. MÃ¼tzle die Funktion des konstanzerischen OB gehabt, wÃ¼rde kein Mensch von der von konservativ-bÃ¼rgerlichen Kreisen unterstellten grandiosen Lebensleistung des Bruno H. in VerzÃ¼ckung fallen!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Z.W.Eifler</p>
<p>Autobahn</p>
<p>Mit Ihrem Text kann man konform gehen! Die Exkulpation von national-sozialistischen BÃ¼cklingmachern, MitlÃ¤ufern, TÃ¤tern und Opportunisten in der deutschen Nachkriegsgeschichte muss einer sorgfÃ¤ltigen Reinigung unterzogen werden.</p>
<p>Jedoch mit einer Aussage in Ihrem Text kann man absolut nicht zufrieden geben. Der sicherlich von Ihnen unbewusst unterstellen Behauptung, die Autobahnen im Dt. Reich seien auf dem Mist der damaligen NS-Diktatur  gewachsen. Dem ward nicht so.<br />
Die Entwicklung der Autobahnen lag in den HÃ¤nden der Dt. Reichsbahn. Ab ca. 1920 / 22 gab es die entsprechenden PlanungsbÃ¼ros fÃ¼r diese neuartigen kreuzungsfreien FernstraÃŸen. Die historische Ironie liegt grausamerweise darin, dass das dt. Eisenbahnwesen sich hier fundamental ein eigenes Grab zur SelbstzerstÃ¶rung im individuellen Fernverkehr im wÃ¶rtlichstem Sinne geschaufelt hat.  </p>
<p>Mit dem MÃ¤rchen, die NS-Schergen hÃ¤tten uns diese Autobahnen beglÃ¼ckt, wird so manch eine rÃ¼hrselige bzw. deutschnationale Rechtfertigungs-Nostalgie bei Alt- und Neu-Nazis und rechten BÃ¼rgerlichen geweckt.<br />
Es gilt also: A. Hitler und seine NS-MÃ¶rderbande haben nicht die Autobahn erfunden, haben keinen AnstoÃŸ zur Entwicklung gegeben, haben nicht die ersten Autobahnen in Auftrag gegeben, sondern sind in Wahrheit erst ab der â€žMachtÃ¼bernahmeâ€œ 1933 auf den fahrenden Zug der damals bestehenden Verkehrsplanung aufgesprungen.<br />
Bestenfalls hat dieses GeschmeiÃŸe die Entwicklung fÃ¼r mÃ¶gliche neutrassierte Verlegungs-Rollbahnen fÃ¼r einen bereits in deren kranken Hirnen sich entwickelnden â€žKampf um Lebenslaufâ€œ bewirkt. Kleiner Trost: Ob sich diese Autobahnen kriegsverlÃ¤ngernd ausgewirkt haben, kann bezweifelt werden.</p>
<p>Helmle </p>
<p>Man kann bezweifeln, ob der windig-glatte Bruno Helmle als der groÃŸe Uni-Vater angesehen werden kann. Liest man in alten Schriften aus der Zeit ab 1946 bis 1952, kann man den Traum eines alemannischen Alpenstaats vom Arlberg bis SÃ¼dschwarzwald, vom Thurgau bis ins Schwabenland â€žsehenâ€œ.<br />
Und hier reifen die echten und konkreten Wurzeln zum ersten Mal Ã¼ber eine UniversitÃ¤t in Konstanz. Alte Allmannsdorfer haben siech damals sicherlich gewundert, warum ein gewisser â€žOller Schwedeâ€œ ihre scheinbar wertlosen Sauerwiesen und unbrauchbaren GrundstÃ¼cke aufgekauft hat.<br />
Sicherlich haben die damaligen ahnungslosen Besitzer der im heutigen Besitz des Landes Ba-WÃ¼ befindlichen universitÃ¤ren GrundstÃ¼cke nicht in den damaligen â€žTraum- und Wunsch-Postillenâ€œ gelesen.</p>
<p>Also hat der Bruno Helmle seine dienstliche Pflicht als konstanzerischer OB bezÃ¼glich der UniversitÃ¤t erfÃ¼llen sollen und auch mÃ¼ssen. Engagement vom Amte wegen! Er hat diese Kausa natÃ¼rlich gut erfÃ¼llt. Unstrittig. Ob diese ErfÃ¼llungen soooooo auÃŸergewÃ¶hnlich waren, sollte von professionellen Forschern untersucht werden.<br />
HÃ¤tte damals eine Fr. TÃ¼chle oder ein Hr. MÃ¼tzle die Funktion des konstanzerischen OB gehabt, wÃ¼rde kein Mensch von der von konservativ-bÃ¼rgerlichen Kreisen unterstellten grandiosen Lebensleistung des Bruno H. in VerzÃ¼ckung fallen!</p>
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	<item>
		<title>Von: Z.W.Eifler</title>
		<link>http://www.tmw-kn.com/blog/2012/05/03/die-universitat-zuruckgeben-%e2%80%93-das-ware-konsequent/#comment-186767</link>
		<dc:creator>Z.W.Eifler</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 May 2012 11:09:17 +0000</pubDate>
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		<description>Soso, Herr gro,
"Wer Bruno Helmle posthum die EhrenbÃ¼rgerwÃ¼rde wegen seiner BeamtentÃ¤tigkeit unter den deutschen Nationalsozialisten aberkennen will, sollte sich auch dafÃ¼r einsetzten, die Konstanzer UniversitÃ¤t zu schliessen. Das wÃ¤re wenigstens konsequent". Aha. Und wer einem gewissen Adolf Hitler die EhrenbÃ¼rgerwÃ¼rde nicht mehr gÃ¶nnen will, darf auch nicht die Autobahn nutzen -  auch das "wÃ¤re wenigstens konsequent" nach Ihrer verqueren Logik.
Ist nicht der eigentlich (und bis heute nicht aufgearbeitete) Skandal an diesem Vorgang, dass Parteimitglieder sowie willige und nÃ¼tzliche (und dabei auch durchweg eigennÃ¼tzige) FunktionstrÃ¤ger des NS-Regimes in der Nachkriegs-CDU-Ã„ra fast durchweg ihre alte Karriere fortsetzen konnten, ja, dass es in Verwaltung, Polizei (das Bundeskriminalamt hat das in anerkennswerter Weise dokumentiert und aufgearbeitet), Verfassungsschutz und BND durchaus karrierefÃ¶rdernd war, wenn man schon vor 1945 'dazugehÃ¶rt' und mitgemacht hat. Was die CDU in den Anfangsjahren der Bundesrepublik an Personalpolitik betrieben hat, muss man wohl ein StÃ¼ck weit als Re-Nazifizeirung bezeichnen (u.a. Dahrendorf hat diesen Vorgang relativ frÃ¼h untersucht; Kiesinger ist bei weitem nicht das einzige Beispiel). Und bislang ist nicht bekannt geworden, dass man in einschlÃ¤gigen Kreisen Probleme gehabt hÃ¤tte mit einem NS-MilitÃ¤rrichter, CDU-Vorsitzenden und dann Ehrenvorsitzenden, der keinen Hehl aus seiner Gesinnung machte: "Was damals Recht war, kann heute nicht Unrecht sein". Die Duldsamkeit (nicht nur der CDU) fÃ¼r diese Gesinnung und die Leute, die mit dieser Gesinnung ihre Karriere fortsetzten, das ist der eigentliche Skandal. Er wuchert auch in Konstanz fort, bis hin zu dem Gedanken, die Zeit sei reif, in Deutschland mal wieder eine UniversitÃ¤t nach einem alten Nazi zu benennen. Autobahnen und UniversitÃ¤ten sind ja schlieÃŸlich eine gute Sache, oder etwa nicht??</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Soso, Herr gro,<br />
&#8220;Wer Bruno Helmle posthum die EhrenbÃ¼rgerwÃ¼rde wegen seiner BeamtentÃ¤tigkeit unter den deutschen Nationalsozialisten aberkennen will, sollte sich auch dafÃ¼r einsetzten, die Konstanzer UniversitÃ¤t zu schliessen. Das wÃ¤re wenigstens konsequent&#8221;. Aha. Und wer einem gewissen Adolf Hitler die EhrenbÃ¼rgerwÃ¼rde nicht mehr gÃ¶nnen will, darf auch nicht die Autobahn nutzen -  auch das &#8220;wÃ¤re wenigstens konsequent&#8221; nach Ihrer verqueren Logik.<br />
Ist nicht der eigentlich (und bis heute nicht aufgearbeitete) Skandal an diesem Vorgang, dass Parteimitglieder sowie willige und nÃ¼tzliche (und dabei auch durchweg eigennÃ¼tzige) FunktionstrÃ¤ger des NS-Regimes in der Nachkriegs-CDU-Ã„ra fast durchweg ihre alte Karriere fortsetzen konnten, ja, dass es in Verwaltung, Polizei (das Bundeskriminalamt hat das in anerkennswerter Weise dokumentiert und aufgearbeitet), Verfassungsschutz und BND durchaus karrierefÃ¶rdernd war, wenn man schon vor 1945 &#8216;dazugehÃ¶rt&#8217; und mitgemacht hat. Was die CDU in den Anfangsjahren der Bundesrepublik an Personalpolitik betrieben hat, muss man wohl ein StÃ¼ck weit als Re-Nazifizeirung bezeichnen (u.a. Dahrendorf hat diesen Vorgang relativ frÃ¼h untersucht; Kiesinger ist bei weitem nicht das einzige Beispiel). Und bislang ist nicht bekannt geworden, dass man in einschlÃ¤gigen Kreisen Probleme gehabt hÃ¤tte mit einem NS-MilitÃ¤rrichter, CDU-Vorsitzenden und dann Ehrenvorsitzenden, der keinen Hehl aus seiner Gesinnung machte: &#8220;Was damals Recht war, kann heute nicht Unrecht sein&#8221;. Die Duldsamkeit (nicht nur der CDU) fÃ¼r diese Gesinnung und die Leute, die mit dieser Gesinnung ihre Karriere fortsetzten, das ist der eigentliche Skandal. Er wuchert auch in Konstanz fort, bis hin zu dem Gedanken, die Zeit sei reif, in Deutschland mal wieder eine UniversitÃ¤t nach einem alten Nazi zu benennen. Autobahnen und UniversitÃ¤ten sind ja schlieÃŸlich eine gute Sache, oder etwa nicht??</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Biograf</title>
		<link>http://www.tmw-kn.com/blog/2012/05/03/die-universitat-zuruckgeben-%e2%80%93-das-ware-konsequent/#comment-186766</link>
		<dc:creator>Biograf</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 May 2012 10:37:48 +0000</pubDate>
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		<description>Die Vergabe von Orden und sonstige Ehrungen durch staatliche Stellen spiegeln den Zeitgeist und den herrschenden Umgang mit der Geschichte. So konnte man 1976 noch einen Altnazi wie Kiesinger und 1980 einen MitlÃ¤ufer wie Helmle zum EhrenbÃ¼rger ernennen, ohne mit nennenswertem Widerstand zu rechnen. Dass die Stadt Konstanz wie 149 andere StÃ¤dte Paul von Hindenburg 1932 zum EhrenbÃ¼rger ernannte, ist auch nur vor dem historischen Hintergrund erklÃ¤rbar. Im gleichen Jahr erhielt Ã¼brigens auch der damalige Freiburger Erzbischof Konrad GrÃ¶ber den Konstanzer EhrenbÃ¼rgertitel, jener GrÃ¶ber, dessen Karfreitagsrede des Jahres 1941 von antisemitischem Vokabular trieft. 
Wollte man also allen aus heutiger Sicht UnwÃ¼rdigen die EhrenbÃ¼rgerwÃ¼rde aberkennen, die Liste wÃ¼rde deutlich kÃ¼rzer. Da scheint es sinnvoller, die Ehrung mit dem Tod erlÃ¶schen zu lassen, was von einer Pflicht zur Aufarbeitung durch nachfolgende Historikergenerationen allerdings nicht befreit. Insofern ist die Diskussion Ã¼ber Helme richtig und wichtig.

So wie EhrenbÃ¼rgerschaften mehr Ã¼ber die Ehrenden als Ã¼ber die Geehrten aussagen, entlarven sich aber auch manche MÃ¶chtergernhistoriker mit historischen Argumentationen. So taucht in Eberhardt Roths Verteidigungsversuch das altbekannte Stereotyp des Â»Reichen JudenÂ« auf, das immer hervorgeholt wird, wenn Schuld relativiert werden soll. Roth plappert einfach eine Vermutung aus, ohne sich darum zu scheren, ob sie mit der historischen Wirklichkeit Ã¼bereinstimmt. Oder hat er sich detailliert mit der Herkunft des Eigentums der Mannheimer Juden beschÃ¤ftigt, an dem sich Helmle nachweislich in absolut schamloser Weise bereichert hat? 
In meiner 1988 zum 50 Jahrestag der Pogromnacht vom 9:/10. November 1938 erschienen Studie Ã¼ber die Verfolgung, Vertreibung und Ermordung der Juden meiner mÃ¼nsterlÃ¤ndischen Heimatstadt (Matthias BrÃ¶mmelhaus: Nach unbekannt verzogen. Die Geschichte der Warendorfer Juden in der Zeit des dritten Reiches, 1988)
konnte ich die Auswanderung von sieben Familien - darunter diejenige von Paul Spiegel, dem spÃ¤teren  PrÃ¤sidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland - detailliert dokumentieren. Keine dieser Familien, die ihr Leben durch erzwungene Ausreise oder Flucht (wie die Spiegels) vor dem sicheren Tod retten konnten, war reich. Es handelte sich ausnahmslos um KleinbÃ¼rger, die meisten waren durch Boykotte und Berufsverbote seit 1933 lÃ¤ngst in prekÃ¤re VerhÃ¤ltnisse abgerutscht. Ob es einem Juden rechtzeitig gelang, Deutschland zu verlassen, war von vielen UnabwÃ¤gbarkeiten, vor allem von der WillkÃ¼r von Beamten und NS-Parteimitgliedern abhÃ¤ngig.
Zahlreiche historische Studien der letzten Jahrzehnte belegen dies eindrucksvoll.

Roths Behauptung, bei den geraubten GegenstÃ¤nden handele es sich um den Besitz reicher Juden, ist also nicht nur sachlich fragwÃ¼rdig und mit groÃŸer Wahrscheinlichkeit sogar falsch. Sie steht in einer schrecklichen Tradition der Verteidigung von TÃ¤tern und MitlÃ¤ufern durch Relativierung.  Vor allem aber ist sei eins: zutiefst zynisch.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Vergabe von Orden und sonstige Ehrungen durch staatliche Stellen spiegeln den Zeitgeist und den herrschenden Umgang mit der Geschichte. So konnte man 1976 noch einen Altnazi wie Kiesinger und 1980 einen MitlÃ¤ufer wie Helmle zum EhrenbÃ¼rger ernennen, ohne mit nennenswertem Widerstand zu rechnen. Dass die Stadt Konstanz wie 149 andere StÃ¤dte Paul von Hindenburg 1932 zum EhrenbÃ¼rger ernannte, ist auch nur vor dem historischen Hintergrund erklÃ¤rbar. Im gleichen Jahr erhielt Ã¼brigens auch der damalige Freiburger Erzbischof Konrad GrÃ¶ber den Konstanzer EhrenbÃ¼rgertitel, jener GrÃ¶ber, dessen Karfreitagsrede des Jahres 1941 von antisemitischem Vokabular trieft.<br />
Wollte man also allen aus heutiger Sicht UnwÃ¼rdigen die EhrenbÃ¼rgerwÃ¼rde aberkennen, die Liste wÃ¼rde deutlich kÃ¼rzer. Da scheint es sinnvoller, die Ehrung mit dem Tod erlÃ¶schen zu lassen, was von einer Pflicht zur Aufarbeitung durch nachfolgende Historikergenerationen allerdings nicht befreit. Insofern ist die Diskussion Ã¼ber Helme richtig und wichtig.</p>
<p>So wie EhrenbÃ¼rgerschaften mehr Ã¼ber die Ehrenden als Ã¼ber die Geehrten aussagen, entlarven sich aber auch manche MÃ¶chtergernhistoriker mit historischen Argumentationen. So taucht in Eberhardt Roths Verteidigungsversuch das altbekannte Stereotyp des Â»Reichen JudenÂ« auf, das immer hervorgeholt wird, wenn Schuld relativiert werden soll. Roth plappert einfach eine Vermutung aus, ohne sich darum zu scheren, ob sie mit der historischen Wirklichkeit Ã¼bereinstimmt. Oder hat er sich detailliert mit der Herkunft des Eigentums der Mannheimer Juden beschÃ¤ftigt, an dem sich Helmle nachweislich in absolut schamloser Weise bereichert hat?<br />
In meiner 1988 zum 50 Jahrestag der Pogromnacht vom 9:/10. November 1938 erschienen Studie Ã¼ber die Verfolgung, Vertreibung und Ermordung der Juden meiner mÃ¼nsterlÃ¤ndischen Heimatstadt (Matthias BrÃ¶mmelhaus: Nach unbekannt verzogen. Die Geschichte der Warendorfer Juden in der Zeit des dritten Reiches, 1988)<br />
konnte ich die Auswanderung von sieben Familien - darunter diejenige von Paul Spiegel, dem spÃ¤teren  PrÃ¤sidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland - detailliert dokumentieren. Keine dieser Familien, die ihr Leben durch erzwungene Ausreise oder Flucht (wie die Spiegels) vor dem sicheren Tod retten konnten, war reich. Es handelte sich ausnahmslos um KleinbÃ¼rger, die meisten waren durch Boykotte und Berufsverbote seit 1933 lÃ¤ngst in prekÃ¤re VerhÃ¤ltnisse abgerutscht. Ob es einem Juden rechtzeitig gelang, Deutschland zu verlassen, war von vielen UnabwÃ¤gbarkeiten, vor allem von der WillkÃ¼r von Beamten und NS-Parteimitgliedern abhÃ¤ngig.<br />
Zahlreiche historische Studien der letzten Jahrzehnte belegen dies eindrucksvoll.</p>
<p>Roths Behauptung, bei den geraubten GegenstÃ¤nden handele es sich um den Besitz reicher Juden, ist also nicht nur sachlich fragwÃ¼rdig und mit groÃŸer Wahrscheinlichkeit sogar falsch. Sie steht in einer schrecklichen Tradition der Verteidigung von TÃ¤tern und MitlÃ¤ufern durch Relativierung.  Vor allem aber ist sei eins: zutiefst zynisch.</p>
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