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	<title>Kommentare zu: Heimat Alpstein: Opulente Bilder, Vieh, Berge und Musik</title>
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	<description>Konstanz und rund um</description>
	<pubDate>Mon, 07 Sep 2026 15:15:26 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Bruno Neidhart</title>
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		<dc:creator>Bruno Neidhart</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Jun 2017 11:19:26 +0000</pubDate>
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		<description>"Denkt man an Appenzell in der Nacht", so kommt einem das Frauenstimmrecht in den Sinn - auch dies ein gutes StÃ¼ck "historische Kultur". Noch 1971 lehnten u.a. die Ostschweizer Kantone St. Gallen, Thurgau, sowie die beiden Appenzell das Ansinnen aus Bern ab, auch Frauen an die Urne zu lassen - oder an die Landsgemeinde! -, doch wurde dieses Recht  gesamtschweizerisch dennoch formell eingefÃ¼hrt, wenn auch in einzelnen Kantonen nur mÃ¼hsam. So dauerte es im katholischen Appenzell-Innerrhoden tatsÃ¤chlich bis 1990, da deren MÃ¤nner sich bis dahin noch immer gegen ein volles Frauenstimmrecht durch zackiges Handhochhalten an der Landgemeinde stemmten, bis der "rebellische Kanton" von Bern aus gezwungen werden musste, endlich das volle Recht auch den Frauen zu zu gestehen. Dies kam letztlich nur durch einen Bundesgerichtsentscheid zustande, der den tapferen InnerrhÃ¶dler MÃ¤nnern Ã¼ber eine Klage in diesem Punkt "Verfassungswidrigkeit" bescheinigte. "GefÃ¼hlt" ist dieses Recht noch heute im kleinen Kanton nicht so richtig verankert, wie Umfragen zeigen. Dagegen zeigen sich Appenzeller Frauen besonders sonntags in aussergewÃ¶hnlich hÃ¼bschen Roben, kÃ¶nnen schÃ¶n sticken und musizieren und Hof und Kinder hÃ¼ten. Ein putziges, listiges, munteres VÃ¶lklein unterm Alpstein, das insgesamt nun aber doch noch im 21. Jahrhundert angekommen ist. "Gewitzt" waren sie schon immer, die InnerrhÃ¶dler. Das ist ihnen bis heute geblieben. So "naiv", wie etwa die Bauernmalerei darzustgellen versucht, sind sie "dort hinten" nun wirklich nicht. Das Evozieren eines historisch wertvollen Volkstum scheint ihnen dagegen im Blut zu liegen. Bis heute.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Denkt man an Appenzell in der Nacht&#8221;, so kommt einem das Frauenstimmrecht in den Sinn - auch dies ein gutes StÃ¼ck &#8220;historische Kultur&#8221;. Noch 1971 lehnten u.a. die Ostschweizer Kantone St. Gallen, Thurgau, sowie die beiden Appenzell das Ansinnen aus Bern ab, auch Frauen an die Urne zu lassen - oder an die Landsgemeinde! -, doch wurde dieses Recht  gesamtschweizerisch dennoch formell eingefÃ¼hrt, wenn auch in einzelnen Kantonen nur mÃ¼hsam. So dauerte es im katholischen Appenzell-Innerrhoden tatsÃ¤chlich bis 1990, da deren MÃ¤nner sich bis dahin noch immer gegen ein volles Frauenstimmrecht durch zackiges Handhochhalten an der Landgemeinde stemmten, bis der &#8220;rebellische Kanton&#8221; von Bern aus gezwungen werden musste, endlich das volle Recht auch den Frauen zu zu gestehen. Dies kam letztlich nur durch einen Bundesgerichtsentscheid zustande, der den tapferen InnerrhÃ¶dler MÃ¤nnern Ã¼ber eine Klage in diesem Punkt &#8220;Verfassungswidrigkeit&#8221; bescheinigte. &#8220;GefÃ¼hlt&#8221; ist dieses Recht noch heute im kleinen Kanton nicht so richtig verankert, wie Umfragen zeigen. Dagegen zeigen sich Appenzeller Frauen besonders sonntags in aussergewÃ¶hnlich hÃ¼bschen Roben, kÃ¶nnen schÃ¶n sticken und musizieren und Hof und Kinder hÃ¼ten. Ein putziges, listiges, munteres VÃ¶lklein unterm Alpstein, das insgesamt nun aber doch noch im 21. Jahrhundert angekommen ist. &#8220;Gewitzt&#8221; waren sie schon immer, die InnerrhÃ¶dler. Das ist ihnen bis heute geblieben. So &#8220;naiv&#8221;, wie etwa die Bauernmalerei darzustgellen versucht, sind sie &#8220;dort hinten&#8221; nun wirklich nicht. Das Evozieren eines historisch wertvollen Volkstum scheint ihnen dagegen im Blut zu liegen. Bis heute.</p>
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