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	<title>Kommentare zu: Der Thurgau verlangt das beste Deutsch der Schweiz</title>
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	<description>Konstanz und rund um</description>
	<pubDate>Mon, 07 Sep 2026 08:07:11 +0000</pubDate>
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		<title>Von: lieselotte schiesser</title>
		<link>http://www.tmw-kn.com/blog/2017/10/26/der-thurgau-verlangt-das-beste-deutsch/#comment-191381</link>
		<dc:creator>lieselotte schiesser</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 19 Nov 2017 14:56:27 +0000</pubDate>
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		<description>Das Sachs-Beispiel fÃ¼r EinbÃ¼rgerungen ist vÃ¶llig veraltet und fÃ¼r heutige ZustÃ¤nde nicht mehr brauchbar. Zu jenen Zeiten konnten die Gemeinden nÃ¤mlich noch selbst vÃ¶llig frei Ã¼ber die HÃ¶he der "EinbÃ¼rgerungsgebÃ¼hr" entscheiden. Das ist aber seit 2006 vorbei - seit per Bundesdesetz festgelegt wurde, dass die Gemeinden nicht mehr verlangen dÃ¼rfen, als sie fÃ¼r die EinbÃ¼rgerung aufwenden mÃ¼ssen. Nun kann man natÃ¼rlich unterschiedlich viel aufwenden, aber es sind doch enge Grenzen gesteckt.  Durchschnitt sind 500 bis 1000 Franken. Dazu kommen bis zu 2000 Franken fÃ¼r den Kanton und 50 Fr. (minderjÃ¤hrige Einzelpersonen( bis 150 Fr. (Ehepaare/Familien) fÃ¼r den Bund - Zusammen also ca. 2500 Franken. Sich einfach kurzfristig per hoher Spende "einzukaufen" geht seit damals auch nicht mehr. Es ist zeitaufwÃ¤ndig SchweizerIn werden zu wollen: bisher 12 Jahre, nÃ¤chstens noch 10 Jahre, Mindestaufenthaltsdauer im Land und eine Niederlassungsbewilligung sind Grundvoraussetzung. Dann gibt's noch Mindestwohndauern in Gemeinde und Kanton. Erst dann kann man das dreistufige Verfahren durchlaufen - man muss nÃ¤mlich sowohl im Bund, als auch im Kanton und in der Wohnsitzgemeinde eingebÃ¼rgert werden. Allerdings nÃ¼tzt eben hohes VermÃ¶gen nur insofern, als eine Gemeinde und ein Kanton selten Nein zu einem guten Steuerzahler sagen. Was Herrn Neidharts AusfÃ¼hrungen zur sprachlichen QualitÃ¤t von Leserbriefen angeht: Die Diskussion ist so obsolet wie dieselbe Ã¼ber Leserbriefe in Deutschland. Auch in Ba-WÃ¼ mÃ¼ssen EinbÃ¼rgerungswillige Sprachkompetenz nachweisen - und iin D und der CH kÃ¶nnen "Eingeborene" so schlecht Deutsch schreiben oder sprechen, wie sie wollen - sie werden nicht ausgebÃ¼rgert (zum GlÃ¼ck).</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Sachs-Beispiel fÃ¼r EinbÃ¼rgerungen ist vÃ¶llig veraltet und fÃ¼r heutige ZustÃ¤nde nicht mehr brauchbar. Zu jenen Zeiten konnten die Gemeinden nÃ¤mlich noch selbst vÃ¶llig frei Ã¼ber die HÃ¶he der &#8220;EinbÃ¼rgerungsgebÃ¼hr&#8221; entscheiden. Das ist aber seit 2006 vorbei - seit per Bundesdesetz festgelegt wurde, dass die Gemeinden nicht mehr verlangen dÃ¼rfen, als sie fÃ¼r die EinbÃ¼rgerung aufwenden mÃ¼ssen. Nun kann man natÃ¼rlich unterschiedlich viel aufwenden, aber es sind doch enge Grenzen gesteckt.  Durchschnitt sind 500 bis 1000 Franken. Dazu kommen bis zu 2000 Franken fÃ¼r den Kanton und 50 Fr. (minderjÃ¤hrige Einzelpersonen( bis 150 Fr. (Ehepaare/Familien) fÃ¼r den Bund - Zusammen also ca. 2500 Franken. Sich einfach kurzfristig per hoher Spende &#8220;einzukaufen&#8221; geht seit damals auch nicht mehr. Es ist zeitaufwÃ¤ndig SchweizerIn werden zu wollen: bisher 12 Jahre, nÃ¤chstens noch 10 Jahre, Mindestaufenthaltsdauer im Land und eine Niederlassungsbewilligung sind Grundvoraussetzung. Dann gibt&#8217;s noch Mindestwohndauern in Gemeinde und Kanton. Erst dann kann man das dreistufige Verfahren durchlaufen - man muss nÃ¤mlich sowohl im Bund, als auch im Kanton und in der Wohnsitzgemeinde eingebÃ¼rgert werden. Allerdings nÃ¼tzt eben hohes VermÃ¶gen nur insofern, als eine Gemeinde und ein Kanton selten Nein zu einem guten Steuerzahler sagen. Was Herrn Neidharts AusfÃ¼hrungen zur sprachlichen QualitÃ¤t von Leserbriefen angeht: Die Diskussion ist so obsolet wie dieselbe Ã¼ber Leserbriefe in Deutschland. Auch in Ba-WÃ¼ mÃ¼ssen EinbÃ¼rgerungswillige Sprachkompetenz nachweisen - und iin D und der CH kÃ¶nnen &#8220;Eingeborene&#8221; so schlecht Deutsch schreiben oder sprechen, wie sie wollen - sie werden nicht ausgebÃ¼rgert (zum GlÃ¼ck).</p>
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		<title>Von: Bruno Neidhart</title>
		<link>http://www.tmw-kn.com/blog/2017/10/26/der-thurgau-verlangt-das-beste-deutsch/#comment-191373</link>
		<dc:creator>Bruno Neidhart</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Oct 2017 08:59:35 +0000</pubDate>
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		<description>Das mit dem "EinbÃ¼rgern" ist in der Schweiz so eine Sache: Bringt jemand sehr viel Geld mit, ist eine ziemlich problemlose - auch nur formale! - Dislozierung in eine kleine, Ã¤rmere  Berggemeinde wÃ¤rmstens zu empfehlen (ein ehemals typisches Beispiel: Gunter Sachs, Gemeinde Surcuolm/heute Mundaun, GraubÃ¼nden). FÃ¼r durchschnittliche EinbÃ¼rgerungswillige stellt sich die Situation etwas anders dar, zumal das Pech bestehen kÃ¶nnte, in einer Gemeinde zu wohnen, in der stringent die rechten GedankenstrÃ¤nge des erklÃ¤rten EU-Hassers Blocher von der ZÃ¼rcher GoldkÃ¼ste ungefiltert ihren Niederschlag finden kÃ¶nnten. Im Thurgauer GroÃŸen Rat hat die SVP (Wahl 2016) Ã¼ber 32 Prozent der Sitze und kommt so, zusammen mit der sich "liberal" nennenden Hochfinanzpartei FDP, die sich jedoch als "bÃ¼rgelich" erkennt, auf fast die HÃ¤lfte der Mandate. Im fÃ¼nfgremigen Regierungsrat besteht zusammen sogar eine Mehrheit. Somit ist es nicht verwunderlich, dass der Populismus auch im Thurgau ab und zu mit regiert. Zur Ehrenrettung sei gesagt, dass dieser Populismus in vielen Gemeinden - manchmal sogar im Kantonsrat -, bei wichtigen GeschÃ¤ften, in denen eine enge Zusammenarbeit zwischen den gewÃ¤hlten Ratsvertretern notwendig ist, nicht immer durchschlÃ¤gt, trotz politischer GegensÃ¤tze somit pragmatischer gehandelt wird. Dies kann sich dann sogar auch auf EinbÃ¼rgerungen beziehen. Was die angestrebten, neuen Sprachtest-ModalitÃ¤ten betrifft, so empfehle ich, auch mal einen Blick zu werfen in die Leserbriefe des ZÃ¼rcher "Blicks", der populÃ¤rsten, schlichtesten  Tagesgazette der Deutsch-Helvetier. Wenn Sprache entfernt auch mit einer schriftlichen AusdrucksfÃ¤higkeit zu tun haben sollte, so gehen nicht wenige dieser Leserbriefe in die Kategorie "Sprachhumor" Ã¼ber. Ob diese Sprachhumoristen alle Urschweizer sind, entzieht sich mir allerdings. Eine Fundgrube fÃ¼r Germanisten sind solche freien Textgestaltungen allemal. So gesehen ist der vorliegende SVP-Antrag des Weinfelders Pascal Schmid Ã¼bergeordnet sogar eine ernste Botschaft an die gesamte Deutsch-Schweiz. Man muss ja die grÃ¶ÃŸten Blickhumoristen nicht gleich ausbÃ¼rgern.....</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das mit dem &#8220;EinbÃ¼rgern&#8221; ist in der Schweiz so eine Sache: Bringt jemand sehr viel Geld mit, ist eine ziemlich problemlose - auch nur formale! - Dislozierung in eine kleine, Ã¤rmere  Berggemeinde wÃ¤rmstens zu empfehlen (ein ehemals typisches Beispiel: Gunter Sachs, Gemeinde Surcuolm/heute Mundaun, GraubÃ¼nden). FÃ¼r durchschnittliche EinbÃ¼rgerungswillige stellt sich die Situation etwas anders dar, zumal das Pech bestehen kÃ¶nnte, in einer Gemeinde zu wohnen, in der stringent die rechten GedankenstrÃ¤nge des erklÃ¤rten EU-Hassers Blocher von der ZÃ¼rcher GoldkÃ¼ste ungefiltert ihren Niederschlag finden kÃ¶nnten. Im Thurgauer GroÃŸen Rat hat die SVP (Wahl 2016) Ã¼ber 32 Prozent der Sitze und kommt so, zusammen mit der sich &#8220;liberal&#8221; nennenden Hochfinanzpartei FDP, die sich jedoch als &#8220;bÃ¼rgelich&#8221; erkennt, auf fast die HÃ¤lfte der Mandate. Im fÃ¼nfgremigen Regierungsrat besteht zusammen sogar eine Mehrheit. Somit ist es nicht verwunderlich, dass der Populismus auch im Thurgau ab und zu mit regiert. Zur Ehrenrettung sei gesagt, dass dieser Populismus in vielen Gemeinden - manchmal sogar im Kantonsrat -, bei wichtigen GeschÃ¤ften, in denen eine enge Zusammenarbeit zwischen den gewÃ¤hlten Ratsvertretern notwendig ist, nicht immer durchschlÃ¤gt, trotz politischer GegensÃ¤tze somit pragmatischer gehandelt wird. Dies kann sich dann sogar auch auf EinbÃ¼rgerungen beziehen. Was die angestrebten, neuen Sprachtest-ModalitÃ¤ten betrifft, so empfehle ich, auch mal einen Blick zu werfen in die Leserbriefe des ZÃ¼rcher &#8220;Blicks&#8221;, der populÃ¤rsten, schlichtesten  Tagesgazette der Deutsch-Helvetier. Wenn Sprache entfernt auch mit einer schriftlichen AusdrucksfÃ¤higkeit zu tun haben sollte, so gehen nicht wenige dieser Leserbriefe in die Kategorie &#8220;Sprachhumor&#8221; Ã¼ber. Ob diese Sprachhumoristen alle Urschweizer sind, entzieht sich mir allerdings. Eine Fundgrube fÃ¼r Germanisten sind solche freien Textgestaltungen allemal. So gesehen ist der vorliegende SVP-Antrag des Weinfelders Pascal Schmid Ã¼bergeordnet sogar eine ernste Botschaft an die gesamte Deutsch-Schweiz. Man muss ja die grÃ¶ÃŸten Blickhumoristen nicht gleich ausbÃ¼rgern&#8230;..</p>
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