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	<title>Kommentare zu: Gemeinsames Erbe der StÃ¤dte Konstanz und Kreuzlingen</title>
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	<description>Konstanz und rund um</description>
	<pubDate>Sun, 06 Sep 2026 16:17:40 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Bruno Neidhart</title>
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		<dc:creator>Bruno Neidhart</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Aug 2018 10:05:10 +0000</pubDate>
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		<description>Dieses "Gemeinsame Erbe" ist eher spÃ¤rlich, bezieht sich vorwiegend auf religiÃ¶se Aspekte. Wenige Profanbauten garnieren das Ganze. 

Immerhin ist Kreuzlingen aus einer "Cella" entstanden, die der Konstanzer Bischof Gerhard III zwischen 1084 und 1110 (Arno Borst: "wahrscheinlich nach 1105") kurz ausserhalb der Konstanzer Vorstadt Stadelhofen auf dem Gebiet des heutigen "ChrÃ¼zlinge" bauen liess. Die daraus entstandene Probstei nannte man "cruzelin", wie das alte Hospiz am Konstanzer Domberg. Die Kirche wurde zu Ehren von St. Ulrich und Afra errichtet (Kein GebÃ¤ude mehr vorhanden).

Nach vielen mittelalterlichen Wirren (zweimalige ZerstÃ¶rung der Anlage) begann man ab 1650 ein neues Kloster "weiter weg von der Grenze" zu bauen. Dort, auf einer kleinen AnhÃ¶he einer GletschermorÃ¤ne, steht der GebÃ¤udekomplex noch heute als stÃ¤dtisches Wahrzeichen von Kreuzlingen. Auch diese Kirche (heute "Basilika") ist St. Ulrich und Afra gewidmet.

Im Zuge der SÃ¤kularisierung (1803) wurden die Thutgauer KlÃ¶ster und deren Besitzungen 1836 ganz unter Staatsverwaltung gestellt. Das bedeutete auch das langsame Ende des Kreuzlinger augustinischen Klosterlebens (1848). Nach Pius Bieri starb "der letzte Konventuale" 1890.

Einige Teile der Klosteranlage liess der Kanton Thurgau abbrechen (1855 u.a. den Bibliothekstrakt!) und die GebÃ¤ude wurden durch das 1833 gegrÃ¼ndete Kantonale Lehrerseminar belegt, das anfÃ¤nglich im Sommersitz der Ã„bte auf Schloss "Seeburg" residierte. Die Kirche wurde zur Kreuzlinger Pfarrkirche. Das Kantonale Lehrerseminar entwickelte sich schliesslich zur heutigen "PÃ¤dagogischen MaturitÃ¤tsschule" (PMS).

Die ehemaligen KlostergebÃ¤ude und die zum Teil parkÃ¤hnliche Umgebung sind Ã¶ffentlich wenig bekannt und kaum zugÃ¤nglich. Auf dem bis heute historisch offenen VorgelÃ¤nde vor der Basilika plant die Stadt mit UnterstÃ¼tzung der Kantonalen DenkmalbehÃ¶rde (!) ein "Stadthaus" von 110 Meter LÃ¤nge. Bei einer stÃ¤dtischen Abstimmung waren nur wenige Stimmen ausschlaggebend, um hier bauen zu kÃ¶nnen, ungefÃ¤hr so viele, wie der Stadtrat Mitglieder hat (5)! Das gegewÃ¤rtige StadthausgelÃ¤nde an der (derzeit darbenden) Hauptstrasse, dem eigentlichen Stadtzentrum, wird indes abgewickelt.

Es wÃ¤re interessant zu erfahren, wie sich das Architekturforum Konstanz/Kreuzlingen zu dieser Baumasse ausgerechnet vor dem wichtigsten gemeinsamen Erbe der StÃ¤dte Konstanz und Kreuzlingen stellt, womit gleichzeitig auch die letzte grÃ¼ne FreiflÃ¤che der Stadt unwiederbringlich geschÃ¤digt wird.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dieses &#8220;Gemeinsame Erbe&#8221; ist eher spÃ¤rlich, bezieht sich vorwiegend auf religiÃ¶se Aspekte. Wenige Profanbauten garnieren das Ganze. </p>
<p>Immerhin ist Kreuzlingen aus einer &#8220;Cella&#8221; entstanden, die der Konstanzer Bischof Gerhard III zwischen 1084 und 1110 (Arno Borst: &#8220;wahrscheinlich nach 1105&#8243;) kurz ausserhalb der Konstanzer Vorstadt Stadelhofen auf dem Gebiet des heutigen &#8220;ChrÃ¼zlinge&#8221; bauen liess. Die daraus entstandene Probstei nannte man &#8220;cruzelin&#8221;, wie das alte Hospiz am Konstanzer Domberg. Die Kirche wurde zu Ehren von St. Ulrich und Afra errichtet (Kein GebÃ¤ude mehr vorhanden).</p>
<p>Nach vielen mittelalterlichen Wirren (zweimalige ZerstÃ¶rung der Anlage) begann man ab 1650 ein neues Kloster &#8220;weiter weg von der Grenze&#8221; zu bauen. Dort, auf einer kleinen AnhÃ¶he einer GletschermorÃ¤ne, steht der GebÃ¤udekomplex noch heute als stÃ¤dtisches Wahrzeichen von Kreuzlingen. Auch diese Kirche (heute &#8220;Basilika&#8221;) ist St. Ulrich und Afra gewidmet.</p>
<p>Im Zuge der SÃ¤kularisierung (1803) wurden die Thutgauer KlÃ¶ster und deren Besitzungen 1836 ganz unter Staatsverwaltung gestellt. Das bedeutete auch das langsame Ende des Kreuzlinger augustinischen Klosterlebens (1848). Nach Pius Bieri starb &#8220;der letzte Konventuale&#8221; 1890.</p>
<p>Einige Teile der Klosteranlage liess der Kanton Thurgau abbrechen (1855 u.a. den Bibliothekstrakt!) und die GebÃ¤ude wurden durch das 1833 gegrÃ¼ndete Kantonale Lehrerseminar belegt, das anfÃ¤nglich im Sommersitz der Ã„bte auf Schloss &#8220;Seeburg&#8221; residierte. Die Kirche wurde zur Kreuzlinger Pfarrkirche. Das Kantonale Lehrerseminar entwickelte sich schliesslich zur heutigen &#8220;PÃ¤dagogischen MaturitÃ¤tsschule&#8221; (PMS).</p>
<p>Die ehemaligen KlostergebÃ¤ude und die zum Teil parkÃ¤hnliche Umgebung sind Ã¶ffentlich wenig bekannt und kaum zugÃ¤nglich. Auf dem bis heute historisch offenen VorgelÃ¤nde vor der Basilika plant die Stadt mit UnterstÃ¼tzung der Kantonalen DenkmalbehÃ¶rde (!) ein &#8220;Stadthaus&#8221; von 110 Meter LÃ¤nge. Bei einer stÃ¤dtischen Abstimmung waren nur wenige Stimmen ausschlaggebend, um hier bauen zu kÃ¶nnen, ungefÃ¤hr so viele, wie der Stadtrat Mitglieder hat (5)! Das gegewÃ¤rtige StadthausgelÃ¤nde an der (derzeit darbenden) Hauptstrasse, dem eigentlichen Stadtzentrum, wird indes abgewickelt.</p>
<p>Es wÃ¤re interessant zu erfahren, wie sich das Architekturforum Konstanz/Kreuzlingen zu dieser Baumasse ausgerechnet vor dem wichtigsten gemeinsamen Erbe der StÃ¤dte Konstanz und Kreuzlingen stellt, womit gleichzeitig auch die letzte grÃ¼ne FreiflÃ¤che der Stadt unwiederbringlich geschÃ¤digt wird.</p>
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