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	<title>Kommentare zu: Die Missgeburt an der Reichenaustrasse</title>
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	<description>Konstanz und rund um</description>
	<pubDate>Sun, 06 Sep 2026 08:11:32 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Bruno Neidhart</title>
		<link>http://www.tmw-kn.com/blog/2018/12/24/die-missgeburt-an-der-reichenaustrasse/#comment-191503</link>
		<dc:creator>Bruno Neidhart</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Dec 2018 12:12:19 +0000</pubDate>
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		<description>Die gute Erschliessung von Klein Venedig ist tatsÃ¤chlich eine der SchlÃ¼sselfragen, um dieses GelÃ¤nde am See als Konstanzer Jahrhundertchance zu begreifen. Hier eine breite Infrastruktur aufzubauen, wie Erich Gropper es beschreibt ("...zu einem zentrumsnahen, neuen urbanen Magneten...."), wÃ¼rde die Stadt zum See ganz neu prÃ¤gen. Stadtplanerisch eine fantastische Aufgabe fÃ¼r Spitzen in Architektur und urbaner Umraumgestaltung. Es entstÃ¼nde am See - sogar weit darÃ¼ber hinaus - eine ziemlich einmalige Ã–rtlichkeit. Dabei kÃ¶nnten neueste Ã¶kologische, Ã¶konomische, wie auch sinnvollste Ã–PNV-Erkenntnisse in die Gesamtgestaltung einfliessen. Das Ganze in GrÃ¼n gebettet - etappenweise zu realisieren. 

Brauchen wir nicht. Es herrscht Grillen und Oktoberfest. Man kann es auch so sehen! Und 2013 wurde gar ein EuropÃ¤ischer Wettbewerb Ã¼ber das Gebiet ausgelobt, inklusive dem Schweizer Anteil von Klein Venedig (sogar mit einer Stegverbindung Ã¼ber das Gleisdreieck bis ins Herz von Kreuzlingen - zur darbenden Hauptstrasse!). Nach der Juryentscheidung wurde dann "schubladisiert" - grenzÃ¼berschreitend. Kreuzlingerseits hatte zudem unlÃ¤ngts der Stadtrat ein kurzes Bulletin durchgereicht mit dem Inhalt, dass die SportplÃ¤tze auf seinem Gebiet frÃ¼hestens in 15-20 Jahren zur Disposition stÃ¼nden, finanziell und politisch derzeit eine Verlegung also nicht machbar sei. Es wurde somit weiter vertagt. Und das bereits seit Jahrzehnten. Dann wÃ¤ren wir nun also schon gegen 2040, bis Entscheidendes geschehen kÃ¶nnte (bleiben oder verlegen).

Woran liegt am See-Ende diese grenzÃ¼berschreitende Verzagtheit? Regiert hier die Angst vor  der Zukunft? Oder ist es die (oft trÃ¼gerische) Sattheit? Warum wagt es die Politik nicht (mehr), hier die grossen Chancen mutig zu erkennen und der BevÃ¶lkerung zukunftsfÃ¤hige MÃ¶glichkeiten als durchaus machbar aufzuschlÃ¼sseln? Hat speziell fÃ¼r Konstanz die damalige Klein Venedig-Abstimmung (Konzerthaus/Kongresshaus/Hotel) derart tiefgreifende Spuren hinterlassen, dass nun ewiger Stillstand zu herrschen droht? Wird damit etwa Konzertkultur nicht an den Nagel gehÃ¤ngt? Fliesst das wichtige TagungsgeschÃ¤ft nun endgÃ¼ltig rheinabwÃ¤rts davon? Wird an der Uferkante also weiter gegrillt und gejohlt und gejodelt? Die Chancen stehen ziemlich gut. Oder wird 2019 fÃ¼r die Stadt zum See, aller Unkenrufe zum Trotz, tatsÃ¤chlch ein Aufbruch in eine neue Zeitrechnung? Bob Dylan: "The answer, my friend, is blowin' in the wind"!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die gute Erschliessung von Klein Venedig ist tatsÃ¤chlich eine der SchlÃ¼sselfragen, um dieses GelÃ¤nde am See als Konstanzer Jahrhundertchance zu begreifen. Hier eine breite Infrastruktur aufzubauen, wie Erich Gropper es beschreibt (&#8221;&#8230;zu einem zentrumsnahen, neuen urbanen Magneten&#8230;.&#8221;), wÃ¼rde die Stadt zum See ganz neu prÃ¤gen. Stadtplanerisch eine fantastische Aufgabe fÃ¼r Spitzen in Architektur und urbaner Umraumgestaltung. Es entstÃ¼nde am See - sogar weit darÃ¼ber hinaus - eine ziemlich einmalige Ã–rtlichkeit. Dabei kÃ¶nnten neueste Ã¶kologische, Ã¶konomische, wie auch sinnvollste Ã–PNV-Erkenntnisse in die Gesamtgestaltung einfliessen. Das Ganze in GrÃ¼n gebettet - etappenweise zu realisieren. </p>
<p>Brauchen wir nicht. Es herrscht Grillen und Oktoberfest. Man kann es auch so sehen! Und 2013 wurde gar ein EuropÃ¤ischer Wettbewerb Ã¼ber das Gebiet ausgelobt, inklusive dem Schweizer Anteil von Klein Venedig (sogar mit einer Stegverbindung Ã¼ber das Gleisdreieck bis ins Herz von Kreuzlingen - zur darbenden Hauptstrasse!). Nach der Juryentscheidung wurde dann &#8220;schubladisiert&#8221; - grenzÃ¼berschreitend. Kreuzlingerseits hatte zudem unlÃ¤ngts der Stadtrat ein kurzes Bulletin durchgereicht mit dem Inhalt, dass die SportplÃ¤tze auf seinem Gebiet frÃ¼hestens in 15-20 Jahren zur Disposition stÃ¼nden, finanziell und politisch derzeit eine Verlegung also nicht machbar sei. Es wurde somit weiter vertagt. Und das bereits seit Jahrzehnten. Dann wÃ¤ren wir nun also schon gegen 2040, bis Entscheidendes geschehen kÃ¶nnte (bleiben oder verlegen).</p>
<p>Woran liegt am See-Ende diese grenzÃ¼berschreitende Verzagtheit? Regiert hier die Angst vor  der Zukunft? Oder ist es die (oft trÃ¼gerische) Sattheit? Warum wagt es die Politik nicht (mehr), hier die grossen Chancen mutig zu erkennen und der BevÃ¶lkerung zukunftsfÃ¤hige MÃ¶glichkeiten als durchaus machbar aufzuschlÃ¼sseln? Hat speziell fÃ¼r Konstanz die damalige Klein Venedig-Abstimmung (Konzerthaus/Kongresshaus/Hotel) derart tiefgreifende Spuren hinterlassen, dass nun ewiger Stillstand zu herrschen droht? Wird damit etwa Konzertkultur nicht an den Nagel gehÃ¤ngt? Fliesst das wichtige TagungsgeschÃ¤ft nun endgÃ¼ltig rheinabwÃ¤rts davon? Wird an der Uferkante also weiter gegrillt und gejohlt und gejodelt? Die Chancen stehen ziemlich gut. Oder wird 2019 fÃ¼r die Stadt zum See, aller Unkenrufe zum Trotz, tatsÃ¤chlch ein Aufbruch in eine neue Zeitrechnung? Bob Dylan: &#8220;The answer, my friend, is blowin&#8217; in the wind&#8221;!</p>
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		<title>Von: Erich Gropper</title>
		<link>http://www.tmw-kn.com/blog/2018/12/24/die-missgeburt-an-der-reichenaustrasse/#comment-191502</link>
		<dc:creator>Erich Gropper</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Dec 2018 21:27:59 +0000</pubDate>
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		<description>Zum Kommentar von Bruno Neidhart

Als es noch um den Standort Klein Venedig ging, spielte die Verkehrssituation eine entscheidende Rolle.
Aber ansonsten handelte es sich um ein rundum Ã¼berzeugendes Konzept, vor allem im Hinblick auf die  ursprÃ¼ngliche Planung. Hiernach sollte - Ã¤hnlich wie in Bregenz - ein schÃ¶n gelegenes Areal zu einem zentrumsnahen, neuen urbanen Magneten gemacht werden. Mit Spielcasino, Kongresshotel, Konzerthalle, Bahnhaltestelle, Schiffsanleger  und Tagungseinrichtungen, das Ganze eingebettet in einen grossartigen Freizeitpark, der das touristische Konstanz gewaltig aufgewertet und auch teilweise entzerrt hatte. Klein Venedig sollte endlich sein Gesicht bekommen.
NÃ¶tig, ja unumgÃ¤nglich  gewesen wÃ¤re dafÃ¼r eine Untertunnelung der Bahnstrecke Kreuzlingen-Konstanz Hbf, mit einem Strassentunnel, der eine stets ungehinderte Zufahrt aus dem Stadtzentrum garantiert, was Ã¼brigens Rettungsdienste und Polizei bis heute fordern.
Die Stadtverwaltung, die ja einen BÃ¼rgerentscheid zu "befÃ¼rchten" hatte, fand so wenig wie der Gemeinderat den Mut, die Ausgabe fÃ¼r den Strassentunnel in die Ã¶ffentliche Entscheidungsfindung einzubeziehen. Das rÃ¤chte sich: Der Standort Klein Venedig wurde schliesslich trotz zahlreicher Reduktionen und KompromissvorschlÃ¤ge von der BÃ¼rgerschaft vor allem wegen der damals (bis heute) ungelÃ¶sten Verkehrssituation abgelehnt.
Aber zu glauben, dass ein Standort funktioniert, wenn nur die Verkehrssituation stimmt, ist nicht nur naiv, sondern dÃ¤mlich. Sie, Herr Neidhart,  sagen es im letzten Absatz Ihres Kommentars zur Situation des serbelnden Bodenseeforums in vornehmer ZurÃ¼ckhaltung, aber doch deutlich: "Vielleicht stimmt bereits die Stadtgegend dort draussen nicht Die Stadt liegt eigentlich wo anders".
Es ist unglaublich, dass das nicht kapiert wird.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zum Kommentar von Bruno Neidhart</p>
<p>Als es noch um den Standort Klein Venedig ging, spielte die Verkehrssituation eine entscheidende Rolle.<br />
Aber ansonsten handelte es sich um ein rundum Ã¼berzeugendes Konzept, vor allem im Hinblick auf die  ursprÃ¼ngliche Planung. Hiernach sollte - Ã¤hnlich wie in Bregenz - ein schÃ¶n gelegenes Areal zu einem zentrumsnahen, neuen urbanen Magneten gemacht werden. Mit Spielcasino, Kongresshotel, Konzerthalle, Bahnhaltestelle, Schiffsanleger  und Tagungseinrichtungen, das Ganze eingebettet in einen grossartigen Freizeitpark, der das touristische Konstanz gewaltig aufgewertet und auch teilweise entzerrt hatte. Klein Venedig sollte endlich sein Gesicht bekommen.<br />
NÃ¶tig, ja unumgÃ¤nglich  gewesen wÃ¤re dafÃ¼r eine Untertunnelung der Bahnstrecke Kreuzlingen-Konstanz Hbf, mit einem Strassentunnel, der eine stets ungehinderte Zufahrt aus dem Stadtzentrum garantiert, was Ã¼brigens Rettungsdienste und Polizei bis heute fordern.<br />
Die Stadtverwaltung, die ja einen BÃ¼rgerentscheid zu &#8220;befÃ¼rchten&#8221; hatte, fand so wenig wie der Gemeinderat den Mut, die Ausgabe fÃ¼r den Strassentunnel in die Ã¶ffentliche Entscheidungsfindung einzubeziehen. Das rÃ¤chte sich: Der Standort Klein Venedig wurde schliesslich trotz zahlreicher Reduktionen und KompromissvorschlÃ¤ge von der BÃ¼rgerschaft vor allem wegen der damals (bis heute) ungelÃ¶sten Verkehrssituation abgelehnt.<br />
Aber zu glauben, dass ein Standort funktioniert, wenn nur die Verkehrssituation stimmt, ist nicht nur naiv, sondern dÃ¤mlich. Sie, Herr Neidhart,  sagen es im letzten Absatz Ihres Kommentars zur Situation des serbelnden Bodenseeforums in vornehmer ZurÃ¼ckhaltung, aber doch deutlich: &#8220;Vielleicht stimmt bereits die Stadtgegend dort draussen nicht Die Stadt liegt eigentlich wo anders&#8221;.<br />
Es ist unglaublich, dass das nicht kapiert wird.</p>
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		<title>Von: Bruno Neidhart</title>
		<link>http://www.tmw-kn.com/blog/2018/12/24/die-missgeburt-an-der-reichenaustrasse/#comment-191500</link>
		<dc:creator>Bruno Neidhart</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Dec 2018 10:06:18 +0000</pubDate>
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		<description>Ziemlich all das, was "gro" bemÃ¤ngelt, hÃ¤tte auf Klein Venedig unter dem damaligen OB in GrÃ¼n stattgefunden. Die BevÃ¶lkerung wollte es deutlich nicht. SpÃ¤ter kam Hektik ins Spiel. Der Mangel an KongessmÃ¶glichkeiten, auch nach einem sinnvollen KonzertgebÃ¤ude, nach einem Kongresshotel, wurde markant. Das Spiel begann von neuem. Die Stunde am Seerhein schlug. Ein Idustriebau wenigsten fÃ¼r Kongresse musste spontan dranglauben. So richtig daran zu glauben war einiges spekulativ. Das "Ding" zeigte sich dann rasch - besonders architektonisch, wie es scheint -, als wenig geeignet, um auf alle BedÃ¼rfnisse einer mÃ¶glichen Kundschaft flexibel reagieren zu kÃ¶nnen. Daher nÃ¼tzte wohl auch der geschickteste GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer nicht viel. Zumal dieser nicht Ã¼ber ein eigentliches Kongresshotel als Basis von Kundenentscheidungen verfÃ¼gen konnte.

Was nun - Stadt zum See? Dass es so nicht weitergehen kann, ist wohl Konsens. Ob aber ein "dreifach gegliederter Grossbetrieb" (gro) am Nordende einer AutobahnbrÃ¼cke einen mehr oder weniger friedlichen Ãœbergang in ein endgÃ¼ltiges Konstanzer Kongress- und Konzertsaal-Zeitalter mit beigefÃ¼gtem Hotel zu schaffen vermag, liegt einigermassen in der Luft. Vielleicht stimmt bereits die Stadtgegend "dort draussen" nicht. "Die Stadt" liegt eigentlich wo anders. Sehr spannend! Frohe Weihnachten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ziemlich all das, was &#8220;gro&#8221; bemÃ¤ngelt, hÃ¤tte auf Klein Venedig unter dem damaligen OB in GrÃ¼n stattgefunden. Die BevÃ¶lkerung wollte es deutlich nicht. SpÃ¤ter kam Hektik ins Spiel. Der Mangel an KongessmÃ¶glichkeiten, auch nach einem sinnvollen KonzertgebÃ¤ude, nach einem Kongresshotel, wurde markant. Das Spiel begann von neuem. Die Stunde am Seerhein schlug. Ein Idustriebau wenigsten fÃ¼r Kongresse musste spontan dranglauben. So richtig daran zu glauben war einiges spekulativ. Das &#8220;Ding&#8221; zeigte sich dann rasch - besonders architektonisch, wie es scheint -, als wenig geeignet, um auf alle BedÃ¼rfnisse einer mÃ¶glichen Kundschaft flexibel reagieren zu kÃ¶nnen. Daher nÃ¼tzte wohl auch der geschickteste GeschÃ¤ftsfÃ¼hrer nicht viel. Zumal dieser nicht Ã¼ber ein eigentliches Kongresshotel als Basis von Kundenentscheidungen verfÃ¼gen konnte.</p>
<p>Was nun - Stadt zum See? Dass es so nicht weitergehen kann, ist wohl Konsens. Ob aber ein &#8220;dreifach gegliederter Grossbetrieb&#8221; (gro) am Nordende einer AutobahnbrÃ¼cke einen mehr oder weniger friedlichen Ãœbergang in ein endgÃ¼ltiges Konstanzer Kongress- und Konzertsaal-Zeitalter mit beigefÃ¼gtem Hotel zu schaffen vermag, liegt einigermassen in der Luft. Vielleicht stimmt bereits die Stadtgegend &#8220;dort draussen&#8221; nicht. &#8220;Die Stadt&#8221; liegt eigentlich wo anders. Sehr spannend! Frohe Weihnachten.</p>
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