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	<title>Kommentare zu: Nachbarn, die sich (zumindest zeitweise) anschweigen</title>
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	<description>Konstanz und rund um</description>
	<pubDate>Sun, 06 Sep 2026 02:07:38 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Bruno Neidhart</title>
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		<dc:creator>Bruno Neidhart</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Mar 2019 11:13:39 +0000</pubDate>
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		<description>"Die zwei grÃ¶ssten StÃ¤dte am Bodensee" sind die beiden K's nicht. Konstanz (84'000)  ist zwar tatsÃ¤chlich die grÃ¶sste am See, Kreuzlingen (22'000) immerhin die grÃ¶sste am Schweizer Bodenseeufer. Und sie ist eigentlich in Konstanz geboren, seit Bischof Gerhard III. um 1100 grenzÃ¼berschreitend die Cella "cruzelin" einrichtete, aus der schliesslich das augustinische Kloster entstand, dessen GebÃ¤udekomplex mit der Klosterkirche St. Ulrich und Afra noch heute das geschichtliche Stadtwahrzeichen bilden.

Es stimmt schon, dass sich die beiden StÃ¤dte im Prinzip nicht viel zu sagen haben. Nur wenn wiedermal etwas anstehen sollte, was beide betreffen kÃ¶nnte, kommt Bewegung ins Spiel. So besonders bei kommunaltechnischen Dingen. Das ist der offizielle Teil. Der tagtÃ¤gliche sieht schon anders aus. Da gehen beide Seiten regelmÃ¤ssig nur - oder immerhin - Begehrlichkeiten nach, die sich zwischen Kultur, Freizeit, Sport und Kommerz bewegen kÃ¶nnen. Und diese Palette ist breit vorhanden, wobei beim Kommerz vieles vom gegenseitigen Geldwert abhÃ¤ngig ist. Man erinnert sich an die Zeiten, in denen massenweise NÃ¼deli, Kafi, Schoggi, Zucker, usw. Ã¼ber die Grenze nach Konstanz geschippert wurde - oft geheim! Derzeit lÃ¤uft der Transfer deutlich umgekehrt. CH-Grenzer sind heute zu Steuer-Stempelbeamten auf- (oder ab-) gestiegen.

Eine erfolgreiche Zusammenarbeit hat sich dagegen zwischen der PÃ¤dagogischen Hochschule Thurgau (PHTG) und der UniversitÃ¤t Konstanz entwickelt. Zudem ist das Thurgauer Wirtschaftsinstitut (TWI) als Aninstitut der UniversitÃ¤t Konstanz in Kreuzlingen angesiedelt. Ebenso die GeschÃ¤ftsstelle der Internationalen Bodensee-Hochschule (IBN) als grenzÃ¼berschreitender Verbund unter Hochschulen im erweiterten Bodenseeraum (Deutschland. Schweiz, Vorarlberg, Liechtenstein).

Einen deutlichen Knax gab es mal in der nachbarschaftlichen Beziehung, als sich Konstanz von der Beteiligung an der Bodenseearena verabschiedete. Die damals euphorisch zu gross gebaute Eishalle (bis zu 6000 PlÃ¤tze) wurde spÃ¤ter mehr durch fernsehtaugliche Schlichtunterhaltung bekannt. 

Der Versuch, hier gemeinsam den Bereich Klein Venedig zu gestalten, stammt von einem  europÃ¤isch ausgeschriebenen Wettbewerb. Er wurde anschliessend grenzÃ¼berschreitend schubladisiert. So gilt hier das Deutsch-Schweizerische Oktoberfest neben der architektonisch zweifelhaften Fischhalle als das grenzenloseste Event an dieser "Schokoladenseite" zum See, wo die Grenzlinie nie verschwand, heute figurativ das kollektive GedÃ¤chtnis visuell weiter bestimmt..

Ãœber die wahre Beziehung beider Orte (Kreuzlingen ist erst seit den 40er Jahren Stadt) wÃ¤re mal historisch eingehend zu forschen. Begegnungen scheinen zum Beispiel in den 20er-30er Jahren einiges "intimer" gewesen zu sein. Soviel hÃ¶rte man zumindest von unseren Vorfahren. Kleiner Einblick: Engstler's Biergarten (KastanienbÃ¤ume) an der unteren MarkstÃ¤tte als damals ultimativer Treffpunkt D-CH! Er musste einem Ã¶den Zweckbau weichen und fehlt der Stadt. Er wÃ¤re heute Kult!

Umgekehrt wÃ¤re daran zu erinnern, dass an der Kreuzlinger Konstanzerstrasse, kurz nach dem Ãœbergang Eimmishofer Tor, der damals erfolgreiche Kreuzlinger FC halbprofessionell agierte und viele Konstanzer anzog. Das Kleinstadion (fÃ¼r einige Tausend - mit gedeckter TribÃ¼ne!) ging ebenso im neuzeitlichen Bausturm unter, wie Engstler's.

Und so lÃ¤uft es halt so, wie es lÃ¤uft. Wobei noch zu bemerken wÃ¤re, dass in Kreuzlingen 55 Prozent AuslÃ¤nder wohnen, davon 6-7000 Deutsche. In den Nachbargemeinden Bottighofen und TÃ¤gerwilen soll der Deutsche Anteil noch grÃ¶sser sein (wohl steuerbedingt). Wenn also Kommunalpolitiker "hÃ¼ben mit drÃ¼ben" reden, basiert es mindestens einwohnermÃ¤ssig sehr deutschlastig. 

Was sich die FGL von gegenseitigen Treffen vorstellt, weiss ich nicht. Dass man sich treffen sollte, darf unter Nachbarn dagegen als eine ziemlich normale Angelegenheit eingestuft werden.
NÃ¤chstes Treffen Oktoberfest? Auweia.....</description>
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<p>Es stimmt schon, dass sich die beiden StÃ¤dte im Prinzip nicht viel zu sagen haben. Nur wenn wiedermal etwas anstehen sollte, was beide betreffen kÃ¶nnte, kommt Bewegung ins Spiel. So besonders bei kommunaltechnischen Dingen. Das ist der offizielle Teil. Der tagtÃ¤gliche sieht schon anders aus. Da gehen beide Seiten regelmÃ¤ssig nur - oder immerhin - Begehrlichkeiten nach, die sich zwischen Kultur, Freizeit, Sport und Kommerz bewegen kÃ¶nnen. Und diese Palette ist breit vorhanden, wobei beim Kommerz vieles vom gegenseitigen Geldwert abhÃ¤ngig ist. Man erinnert sich an die Zeiten, in denen massenweise NÃ¼deli, Kafi, Schoggi, Zucker, usw. Ã¼ber die Grenze nach Konstanz geschippert wurde - oft geheim! Derzeit lÃ¤uft der Transfer deutlich umgekehrt. CH-Grenzer sind heute zu Steuer-Stempelbeamten auf- (oder ab-) gestiegen.</p>
<p>Eine erfolgreiche Zusammenarbeit hat sich dagegen zwischen der PÃ¤dagogischen Hochschule Thurgau (PHTG) und der UniversitÃ¤t Konstanz entwickelt. Zudem ist das Thurgauer Wirtschaftsinstitut (TWI) als Aninstitut der UniversitÃ¤t Konstanz in Kreuzlingen angesiedelt. Ebenso die GeschÃ¤ftsstelle der Internationalen Bodensee-Hochschule (IBN) als grenzÃ¼berschreitender Verbund unter Hochschulen im erweiterten Bodenseeraum (Deutschland. Schweiz, Vorarlberg, Liechtenstein).</p>
<p>Einen deutlichen Knax gab es mal in der nachbarschaftlichen Beziehung, als sich Konstanz von der Beteiligung an der Bodenseearena verabschiedete. Die damals euphorisch zu gross gebaute Eishalle (bis zu 6000 PlÃ¤tze) wurde spÃ¤ter mehr durch fernsehtaugliche Schlichtunterhaltung bekannt. </p>
<p>Der Versuch, hier gemeinsam den Bereich Klein Venedig zu gestalten, stammt von einem  europÃ¤isch ausgeschriebenen Wettbewerb. Er wurde anschliessend grenzÃ¼berschreitend schubladisiert. So gilt hier das Deutsch-Schweizerische Oktoberfest neben der architektonisch zweifelhaften Fischhalle als das grenzenloseste Event an dieser &#8220;Schokoladenseite&#8221; zum See, wo die Grenzlinie nie verschwand, heute figurativ das kollektive GedÃ¤chtnis visuell weiter bestimmt..</p>
<p>Ãœber die wahre Beziehung beider Orte (Kreuzlingen ist erst seit den 40er Jahren Stadt) wÃ¤re mal historisch eingehend zu forschen. Begegnungen scheinen zum Beispiel in den 20er-30er Jahren einiges &#8220;intimer&#8221; gewesen zu sein. Soviel hÃ¶rte man zumindest von unseren Vorfahren. Kleiner Einblick: Engstler&#8217;s Biergarten (KastanienbÃ¤ume) an der unteren MarkstÃ¤tte als damals ultimativer Treffpunkt D-CH! Er musste einem Ã¶den Zweckbau weichen und fehlt der Stadt. Er wÃ¤re heute Kult!</p>
<p>Umgekehrt wÃ¤re daran zu erinnern, dass an der Kreuzlinger Konstanzerstrasse, kurz nach dem Ãœbergang Eimmishofer Tor, der damals erfolgreiche Kreuzlinger FC halbprofessionell agierte und viele Konstanzer anzog. Das Kleinstadion (fÃ¼r einige Tausend - mit gedeckter TribÃ¼ne!) ging ebenso im neuzeitlichen Bausturm unter, wie Engstler&#8217;s.</p>
<p>Und so lÃ¤uft es halt so, wie es lÃ¤uft. Wobei noch zu bemerken wÃ¤re, dass in Kreuzlingen 55 Prozent AuslÃ¤nder wohnen, davon 6-7000 Deutsche. In den Nachbargemeinden Bottighofen und TÃ¤gerwilen soll der Deutsche Anteil noch grÃ¶sser sein (wohl steuerbedingt). Wenn also Kommunalpolitiker &#8220;hÃ¼ben mit drÃ¼ben&#8221; reden, basiert es mindestens einwohnermÃ¤ssig sehr deutschlastig. </p>
<p>Was sich die FGL von gegenseitigen Treffen vorstellt, weiss ich nicht. Dass man sich treffen sollte, darf unter Nachbarn dagegen als eine ziemlich normale Angelegenheit eingestuft werden.<br />
NÃ¤chstes Treffen Oktoberfest? Auweia&#8230;..</p>
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