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	<title>Kommentare zu: Flott oder langsam - beides kann falsch sein</title>
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	<description>Konstanz und rund um</description>
	<pubDate>Wed, 02 Sep 2026 16:48:34 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Bruno Neidhart</title>
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		<dc:creator>Bruno Neidhart</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Oct 2020 14:51:26 +0000</pubDate>
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		<description>Das Scheitern der ziemlich letzten MÃ¶glichkeit, das Konstanzer Seeufer auch kulturell stadtattraktiv zu gestalten, wie es andere SeestÃ¤dte vormachten (Bregenz, Friedrichsshafen, Luzern, usw.) ist ein Beispiel, wie schwer es sein kann, in der "Stadt zum See" etwas zu bewegen, das Ã¼ber das AlltÃ¤gliche hinaus ragt. Das Fehlen eines Konzerthauses fÃ¼r ein anerkanntes Orchester hatte damals sogar einen grÃ¼nen OB wachgerufen. Das Zusammenwirken mit einer Ã¼berschaubaren Konferenz- und Tagungseinheit (KKH), inklusive Hotel (ev. Casio!), plus  ParkgelÃ¤nde, hat die BevÃ¶lkerung dann allerdings deutlich "weggeworfen" bis rasiert. 
  
Ãœberblickt man heute die BemÃ¼hungen am Seerhein (ehemaliges FabrikgebÃ¤ude Centroterm), die ja anfÃ¤nglich von der BevÃ¶lkerung und vom Rat "gefÃ¼hlt" gar nicht so schlecht beurteilt wurden ist zu konstatieren, dass die Verwerfungen, mit denen man hier zu kÃ¤mpfen bemÃ¼ht ist, in vielen Teilen auch darauf zurÃ¼ckzufÃ¼hren sind, dass der Bau eben nur als Umbau eine andere Funktion bekommen sollte. Nachbesserungen/ErgÃ¤nzungen sind dann in der Regel ebenso unstabil, wie es bereits die Uridee verkÃ¼nden musste. 

So gesehen war damals eine OB-grÃ¼ne Annahme, die "Stadt zum See" auf neue Art fÃ¼r Jahrzehnte zu prÃ¤gen, durchaus bemerkenswert komplex. Die BevÃ¶lkerung sah das dann, wie beschrieben, anders. Die Gegnerschaft traute weder der "Hochkultur" (Konzerthaus), noch dem gesamten Ensemble als synergetische Einheit, was dann hÃ¤tte funktionieren sollen. Und die Nachwirkungen sind bis heute zu spÃ¼ren. Kaum meldet der OB ein Konzerthaus neben Bodenseeforum und AutobahnbrÃ¼cke an, reagiert die gleiche ideologische Gegnerschaft wie damals mit Widerstand.

Kaum erstaunlich: Als sich damals in einer Diskussion zum verblichenen KKH eine Person mit der Feststellung meldete, "si solled zerscht mol d'LÃ¶cher i de Wollmadingerstross fligge", war schon zu fragen, was LÃ¶cher im Asphalt der WollmatingersraÃŸe beispielsweise mit der SÃ¼dwestdeutschen Philharmonie zu tun haben kÃ¶nnten. Politik hat es meistens schwer, komplexe Sachverhalte auf eine Linie zu bringen mit der Hoffnung, breit verstanden zu werden. Galoppierend geht das sowieso nicht. Geht im Populismusjargon einfacher.

Tatsache ist, dass noch immer auf Klein Venedig ein Seeuferareal bereit steht, das derzeit ziemlich  verkÃ¼mmert, doch wirkmÃ¤chtig die Stadt befruchten kÃ¶nnte. Mit Bruzzelplatz und Tischtennisplatten wird das nicht gelingen. Und Oktoberfestmusik ist quasi die Antithese zu Philharmonischem. Wobei ich keine "kulturelle Wertung" vornehme sondern meine, dass hier, geschickt geplant, fÃ¼r Konstanz langfristig und fest noch immer etwas Sinnvolles fÃ¼r die Gemeinschaft zu planen wÃ¤re, dabei der "Kulturgedanke" nicht ganz verschwinden sollte. Er gehÃ¶rt zum Salz der Stadt.

Nun wirft der aktuelle OB tatsÃ¤chlich noch rasch eine Idee in den Raum (SÃ¼dkurier), was auf Klein Venedig alles zu entstehen hÃ¤tte. Dabei wird auch auf den Nachbar verwiesen, mit dem zusammen geplant werden sollte. Nun, die Kreuzlinger haben dort u.a. viel Outdoor-Sport angesiedelt, der noch lange bestehen bleiben wird, hat doch z.B. der FCK von der Stadt eine "Planungssicherheit" verpasst bekommen die besagt, dass sich hier vor 10-15 Jahren nichts bewegen wÃ¼rde.

FÃ¼r das grenzÃ¼berschreitende GelÃ¤nde ist sogar mal ein EuropÃ¤ischer Gestaltungswettbewerb ausgelobt und prÃ¤sentiert worden (im Turm zur Katz). Beide StÃ¤dte waren womÃ¶glich "erschÃ¼ttert", was hier alles attraktiv zu gestalten wÃ¤re, etwa eine Stegverbindung zum Kreuzlinger Stadtzentrum Ã¼ber die vielen Geleise hinweg, oder eine rÃ¼ckwÃ¤rtige Kanalverbindung zwischen Konstanzer- und Kreuzlinger Schifffahrtshafen. Ab ins Archiv.

Zwischen Klein-Klein und VerblÃ¼ffung ist viel Platz, Konstanz weiter zu gestalten. Wobei ein Mittelweg der politisch unbescholtenste zu sein scheint. Ob immer konstanzgerecht fÃ¼r die Gestaltung von Zukunft wÃ¤re dann noch eine andere Frage.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Scheitern der ziemlich letzten MÃ¶glichkeit, das Konstanzer Seeufer auch kulturell stadtattraktiv zu gestalten, wie es andere SeestÃ¤dte vormachten (Bregenz, Friedrichsshafen, Luzern, usw.) ist ein Beispiel, wie schwer es sein kann, in der &#8220;Stadt zum See&#8221; etwas zu bewegen, das Ã¼ber das AlltÃ¤gliche hinaus ragt. Das Fehlen eines Konzerthauses fÃ¼r ein anerkanntes Orchester hatte damals sogar einen grÃ¼nen OB wachgerufen. Das Zusammenwirken mit einer Ã¼berschaubaren Konferenz- und Tagungseinheit (KKH), inklusive Hotel (ev. Casio!), plus  ParkgelÃ¤nde, hat die BevÃ¶lkerung dann allerdings deutlich &#8220;weggeworfen&#8221; bis rasiert. </p>
<p>Ãœberblickt man heute die BemÃ¼hungen am Seerhein (ehemaliges FabrikgebÃ¤ude Centroterm), die ja anfÃ¤nglich von der BevÃ¶lkerung und vom Rat &#8220;gefÃ¼hlt&#8221; gar nicht so schlecht beurteilt wurden ist zu konstatieren, dass die Verwerfungen, mit denen man hier zu kÃ¤mpfen bemÃ¼ht ist, in vielen Teilen auch darauf zurÃ¼ckzufÃ¼hren sind, dass der Bau eben nur als Umbau eine andere Funktion bekommen sollte. Nachbesserungen/ErgÃ¤nzungen sind dann in der Regel ebenso unstabil, wie es bereits die Uridee verkÃ¼nden musste. </p>
<p>So gesehen war damals eine OB-grÃ¼ne Annahme, die &#8220;Stadt zum See&#8221; auf neue Art fÃ¼r Jahrzehnte zu prÃ¤gen, durchaus bemerkenswert komplex. Die BevÃ¶lkerung sah das dann, wie beschrieben, anders. Die Gegnerschaft traute weder der &#8220;Hochkultur&#8221; (Konzerthaus), noch dem gesamten Ensemble als synergetische Einheit, was dann hÃ¤tte funktionieren sollen. Und die Nachwirkungen sind bis heute zu spÃ¼ren. Kaum meldet der OB ein Konzerthaus neben Bodenseeforum und AutobahnbrÃ¼cke an, reagiert die gleiche ideologische Gegnerschaft wie damals mit Widerstand.</p>
<p>Kaum erstaunlich: Als sich damals in einer Diskussion zum verblichenen KKH eine Person mit der Feststellung meldete, &#8220;si solled zerscht mol d&#8217;LÃ¶cher i de Wollmadingerstross fligge&#8221;, war schon zu fragen, was LÃ¶cher im Asphalt der WollmatingersraÃŸe beispielsweise mit der SÃ¼dwestdeutschen Philharmonie zu tun haben kÃ¶nnten. Politik hat es meistens schwer, komplexe Sachverhalte auf eine Linie zu bringen mit der Hoffnung, breit verstanden zu werden. Galoppierend geht das sowieso nicht. Geht im Populismusjargon einfacher.</p>
<p>Tatsache ist, dass noch immer auf Klein Venedig ein Seeuferareal bereit steht, das derzeit ziemlich  verkÃ¼mmert, doch wirkmÃ¤chtig die Stadt befruchten kÃ¶nnte. Mit Bruzzelplatz und Tischtennisplatten wird das nicht gelingen. Und Oktoberfestmusik ist quasi die Antithese zu Philharmonischem. Wobei ich keine &#8220;kulturelle Wertung&#8221; vornehme sondern meine, dass hier, geschickt geplant, fÃ¼r Konstanz langfristig und fest noch immer etwas Sinnvolles fÃ¼r die Gemeinschaft zu planen wÃ¤re, dabei der &#8220;Kulturgedanke&#8221; nicht ganz verschwinden sollte. Er gehÃ¶rt zum Salz der Stadt.</p>
<p>Nun wirft der aktuelle OB tatsÃ¤chlich noch rasch eine Idee in den Raum (SÃ¼dkurier), was auf Klein Venedig alles zu entstehen hÃ¤tte. Dabei wird auch auf den Nachbar verwiesen, mit dem zusammen geplant werden sollte. Nun, die Kreuzlinger haben dort u.a. viel Outdoor-Sport angesiedelt, der noch lange bestehen bleiben wird, hat doch z.B. der FCK von der Stadt eine &#8220;Planungssicherheit&#8221; verpasst bekommen die besagt, dass sich hier vor 10-15 Jahren nichts bewegen wÃ¼rde.</p>
<p>FÃ¼r das grenzÃ¼berschreitende GelÃ¤nde ist sogar mal ein EuropÃ¤ischer Gestaltungswettbewerb ausgelobt und prÃ¤sentiert worden (im Turm zur Katz). Beide StÃ¤dte waren womÃ¶glich &#8220;erschÃ¼ttert&#8221;, was hier alles attraktiv zu gestalten wÃ¤re, etwa eine Stegverbindung zum Kreuzlinger Stadtzentrum Ã¼ber die vielen Geleise hinweg, oder eine rÃ¼ckwÃ¤rtige Kanalverbindung zwischen Konstanzer- und Kreuzlinger Schifffahrtshafen. Ab ins Archiv.</p>
<p>Zwischen Klein-Klein und VerblÃ¼ffung ist viel Platz, Konstanz weiter zu gestalten. Wobei ein Mittelweg der politisch unbescholtenste zu sein scheint. Ob immer konstanzgerecht fÃ¼r die Gestaltung von Zukunft wÃ¤re dann noch eine andere Frage.</p>
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