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24. Oktober 2007 | Grundstück für Studentenwohnheim

Ohne Ausschreibung direkt ans Land

Konstanz (gro) Die Stadt will das knapp 3000 Quadratmeter große Grundstück an der Hindenburgstraße für 1,05 Millionen Euro ans Land Baden-Württemberg verkaufen. Eine Ausschreibung findet nicht statt. Der Preis orientiert sich am Verkehrswert. Obwohl damit gegen geltende Bestimmungen allfällige Konkurrenz wie in der ersten Vergaberunde ausgeschaltet bleibt, dürfte sich die Gefahr eines amtlichen Verweises in sehr engen Grenzen halten. Die zuständige Aufsichtsbehörde ist ja das Regierungspräsidium, der verlängerte Arm der Landsregierung. Im übrigen gilt auch in diesem Falle: Wo kein Kläger ist, ist auch kein Richter in Sicht. Auf dem Grundstück soll ein Studentenwohnheim entstehen.

Wo kein Kläger, da kein Richter

Wer würde den beabsichtigten Grundstückserwerb mit einer Klage stören wollen! Schließlich soll dort ein dringend nötiges Wohnheim für Studenten gebaut werden. Und die werden in Zukunft noch stärker nach Konstanz drängen. Die Hochschule auf dem Gießberg, eine der jüngsten und kleinsten und Universitäten Deutschlands , ist vergangenen Freitag zur Elite-Universität erhoben worden.

Dem Gemeinderat wird die Zustimmung leicht fallen

Auch soll es nun ja rasch vorangehen mit dem neuen Wohnheim. Etliche Monate wurden vom Studentenwerk durch den Versuch vertändelt, mit fragwürdigen Projektentwicklern und Investoren ins Geschäft zu kommen. Im Vergleich dazu dürfte der Makel einer etwas willkürlich wirkenden Grundstücksvergabe kaum ins Gewicht fallen. Dem Gemeinderat dürfte es jedenfalls leicht fallen, am Donnerstag der Grundstücksvergabe ans Land Baden-Württemberg zuzustimmen. Wirtschaftsminister Ernst Pfister (FDP) sollte sich in Zukunft aber besser zurückhalten mit seinen Lobpreisungen allumfassender Privatisierung.



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