Junges Theater macht Karriere im Ruhrgebiet
Konstanz (gro) Freude bei den Theaterschaffenden am Bodensee: Die Konstanzer Inszenierung „Der fabelhafte Die“ ist für die „KinderStücke 2022“ bei den 47. Mülheimer Theatertagen im Ruhrgebiet nominiert worden. Kristo Šagor, der Leiter des Jungen Theaters Konstanz (JTK), so berichtet uns Dani Behnke von der Theaterpresse, sei glücklich über der Nominierung, vor allem freue sich Sagor für den Autor Sergej Gössner. Der erzähle eine sehr kluge, wundervolle Geschichte „aus einer ganz neuen Perspektive und dabei zugespitzt und äußerst unterhaltsam“. Unter Sagors Regie und in Zusammenarbeit mit Sergej Gössner wurde das Stück am 16. Oktober 2021 am Konstanzer Theater uraufgeführt.
Unter besonders förderungswürdige Autoren gewählt
Kristo Sandor kann sich noch gut an seine erste eigene Nominierung im Jahre 2008 erinnern, damals bei Philipp Löhles „Genannt Gospodin“. Und 2015 war sein Stück „Patricks Trick“ nominiert. 2019 erhielt er den Mülheimer Kinderstückepreis „Ich lieb dich“. Gössner “ war am 18. Juni 2020 mit seinem „Fabelhaften Die“ für Publikum ab 8 Jahren aus 30 Bewerbungen von einer Jury in vier besonders förderungswürdige Autorinnen und Autoren eingereiht worden.
Bestätigung der gemeinsamen künstlerischen Arbeit
Die Förderung vergibt der Deutschen Literaturfonds zusammen mit dem Kinder- und Jugendtheaterzentrum durch sein Projekt „Nah dran! Neue Stücke für das Kindertheater”; es sind Stipendien zur Entwicklung neuer Stücke für das Kindertheater. Hierzu beworben hatte sich Kristo Å agor als Regisseur und Leiter des JTK gemeinsam mit Autor Sergej Gößner. Nun hat das Auswahlgremium der 47. Mülheimer Theatertage die Inszenierung „Der fabelhafte Die“ für die „Kinderstücke 2022“ nominiert. Klar, dass sich auch Intendantin Karin Becker „glücklich“ äussert: „Ich freue mich wirklich sehr! Es bestätigt unsere gemeinsame künstlerische Arbeit in Konstanz.“
Sergej Gössner: „Wir sind relevanter“
Auf die Frage an Sergej Gößner, warum er in erster Linie für ein junges Publikum schreibt, antwortet er: „Wo sonst gibt es so ein diverses, heterogenes, durch die ganze Gesellschaft gehendes Publikum? Wenn man über die Relevanz von zeitgenössischem Theater spricht, muss man über Kinder- und Jugendtheater sprechen. Denn wir sind relevanter. Ganz klar. Bam! Ich mag es, für eine konkrete Zielgruppe und mit einem klaren Auftrag zu schreiben. Der immer auch moralisch, politisch ist.“
Ein Stück, so bunt wie das Leben
Ein Stück, eine Inszenierung so bunt wie das Leben selbst, heisst es in Kritiken zu “Der fabelhafte Die” – und das zwischen Geschichtenkaleidoskop, Zirkus backstage und großer Show! Mit dem stärksten Mann der Welt, der gerne Socken stopft, der Ente Klaus, die alle für einen Schwan halten und einigen mehr. Gößners Geschichten entlarven so manche Schublade, die wir im Kopf haben. Ein Stück, das richtig Spaß macht, mit einem Ensemble, das vor Spielfreude nur so sprüht. Bild: Theater Konstanz/Ilja Mess





