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16. Februar 2022 | Rat soll die Narren abbremsen

Gegen „Extrawurst“ in der Nacht zum „broomige“ Freitag

Konstanz (gro) Fast ganz Europa macht locker, doch der Konstanzer Gemeinderat wird von der Stadtverwaltung um Mithilfe gebeten, die Narren zu bremsen. Ausgerechnet an dem Tag, an dem in der benachbarten Schweiz die Maskenpflicht weitgehend aufgehoben wird, also am morgigen Donnerstag, soll das Stadtparlament die traditionelle Freinacht vom „Schmotzige“ (Dunschdig) zum „Broomige“ (Freitag) aussetzen, dieses Jahr vom 24. Auf den 25. Februar, und das nach einem weitestgehend fastnachtslosen Jahr 2021.

Depressionen und wirtschaftliche Katastrophen

Niemand sollte zwar daran zweifeln, dass die Aufforderung der Stadtverwaltung von der Sorge angetrieben wird, die weitere Ausbreitung der Corona-Pandemie zu verhindern. Andererseits rücken die mit den Einschränkungen verbundenen Beschädigungen psychologischer und wirtschaftlicher Natur zunehmend in den Vordergrund. So kann zum Beispiel der anhaltende Verlust menschlicher Nähe – wie er in Sachen Corona als Vorbeugung propagiert wird – zu Depressionen führen; ganz abgesehen von Belastungen durch wirtschaftliche Katastrophen.

Auch eine Pest-Epidemie in die Schranken gewiesen

Dass die „fünfte Jahreszeit“ als aufbauendes Lebenselement erneut gänzlich ausfällt, darf allerdings mit Fug und Recht bezweifelt werden. Zu vital ist diese Stadt dafür und viel zu vital sind alle, die sich ihr als Erzähler zur Verfügung stellen, als Erzähler von den Geschichten und der Geschichte dieser Stadt, in der nicht nur ein Papst gewählt, sondern auch eine Pest-Epidemie in die Schranken gewiesen worden ist.



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