Welle der der Solidarität und Hilfsbereitschaft für Ukraine
Konstanz (gro) Der Ukraine und ihren Menschen schlägt auch in Konstanz eine Welle der Hilfsbereitschaft und Solidarität entgegen. Das bewiesen am Samstagabend nicht nur fast 2000 meist junge Menschen durch ihre Teilnahme an der Kundgebung auf dem Münsterplatz und im Stadtgarten für das von Putins Russlandarmee überfallene Land. Inzwischen ist tätige Hilfe angelaufen. Erste Flüchtlinge aus der Ukraine kamen in Konstanz unter, Spendenkonten und hilfreiche Anlaufstellen sind eingerichtet. Andreas Jung stellte klar: Nicht die Ukraine sei eine Bedrohung. Es sei Wladimir Putin und das von ihm befehligte Militär, das die Menschen in der Ukraine, Kinder, Frauen und Männer des Landes, in höchste Gefahr bringe, und darüber hinaus den Frieden in Europa und in der Welt bedroht, sagte der Bundestagsabgeordnete bei der Kundgebung auf dem Münsterplatz.
Wiederholt vor aller Welt eiskalt gelogen
Ist Putin damit endgültig als kriegslüsternes Monster enttarnt? Eine derart vernichtende Beurteilung wird in der Tat allenthalben bejaht. Schliesslich hat Putin allein im Hinblick auf den Überfall auf die Ukraine wiederholt vor der Weltgemeinschaft unverfroren gelogen: Es handle sich bei dem „angeblichen“ Überfall lediglich um einen Sondereinsatz zum Schutz von russisch stämmigen Ukrainern in den Ostgebieten des Landes, die von Ausrottung („von einem Genozid“) bedroht seien. Ausserdem würden bei der militärischen Operation keinerlei zivile Objekte ins Visier genommen.
Internationale Ächtung
Solche und etliche weitere Lügen sind durch die offensive (und aus dem Orbit immer wieder reich bebilderte) Informationspolitik der Nato sowie durch verschiedene „social medias“ geradezu krachend widerlegt worden. Hinzu kommt nun die Ächtung Russlands auf wirtschaftlicher, finanztechnischer, sportlicher, produktionsverbundener und kunstpolitischer Ebene.
Wirtschaftliche Isolierung
Dass Russland aus dem Zahlungssystem Swift verabschiedet wurde, ist nur eine Wegmarke auf der Strecke internationaler Ächtung. Ganz praktisch ist dagegen zum Beispiel, dass die Firma Ford ihren Rückzug aus Russland erklärt hat, auch Exxon (grösster Mineralölkonzern der Welt) hat die Zusammenarbeit aufgekündigt, ebenso wie British Petrolium (BP), die italienische ENI und nun auch Shell. Die famosen Erdgasleitungen aus Russland sind sowieso schon abgesagt. Ah ja, BMW zieht sich ebenfalls zurück aus Russland und VW, der Riesenkonzern, der Teile für Porsche, Skoda, Seat und Audi in Russland fertigen lässt.
Nicht trennen, sondern zusammenführen
Nicht wegen der komplizierten Bankgeschäfte oder wegen der Automobilindustrie warnt Markus Lewe vor einem radikalen Abbruch der deutsch-russischen Beziehungen auf allen Ebenen. Der Präsident des Deutschen Städtetages weist darauf hin, dass es 130 Partnerschaften zwischen deutschen und russischen Städten gibt. Da dürfe nicht getrennt werden. Im Gegenteil. Auf der zwischenmenschlichen Ebene, von Mensch zu Mensch, sei der Kontakt zwischen dem russischen und dem deutschen Volk selten so nötig gewesen wie heute, betont der Oberbürgermeister von Münster.
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Bild: Frieder Schindele





