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8. Juli 2023 | Flagge zeigen für den Frieden

Jeden Tag, aber heute ganz besonders

Konstanz (gro) Krieg in Europa. Jeden Tag werden wir von neuem - und das gleich mehrmals - an diesen Wahnsinn erinnert, der die Ukraine heimsucht. Und sind gleichzeitig aufgerufen, uns für den Frieden einzusetzen, wenigstens dafür zu beten. Heute werden wir daran erinnert, dass sich vor 37 Jahren zahlreiche Städte zusammengeschlossen haben, um einmal im Jahr ein Zeichen zu setzten für die Friedenssehnsucht der Menschen: Flagge zu zeigen für eine Welt ohne Waffen, vor allem ohne Atomwaffen. Heute, am 8. Juli, ist es wieder so weit, auch in Konstanz: Am Rathaus, dem Ort der Stadtregierung. Beginn der Kundgebung unter dem Motto „Mayors for Peace“ und unter der Regie der Friedensiniatnive ist um 11 Uhr.

Auf Anregung der Friedens-Initiative

Vor 37 Jahren ist die Stadt Konstanz auf Anregung der Konstanzer Friedensinitiative der Vereinigung „Mayors for Peace“ („Bürgermeister für den Frieden“) beigetreten. Es war am 8. Juli 1996, erinnert uns die städtische Amtsblatt-Redaktion, als der Internationale Gerichtshof in Den Haag ein bemerkenswertes Rechtsgutachten veröffentlichte. Der Gerichtshof habe damals festgestellt, dass die Androhung des Einsatzes und der Einsatz von Atomwaffen „generell gegen das Völkerrecht verstoßen“. Um an dieses wegweisende Gutachten zu erinnern, wurde daher der Flaggentag in Deutschland eingeführt, womit die „Bürgermeister für den Frieden“ ein Zeichen für Frieden und atomare Abrüstung setzen wollen.

Von Hiroshima und Nagasaki gegründet

Das Städtenetzwerk „Mayors for Peace“ wurde 1982 von den Städten Hiroshima und Nagasaki (die beide durch Atombomben mit Tausenden von Toten und durch radioaktive Strahlung verseuchten Menschen zerstört worden sind) zur Abschaffung aller Atomwaffen gegründet. Heute gehören der Vereinigung weltweit 8.037 Städte in 165 Ländern an; Konstanz ist eine von 716 deutschen Mitglieds-Städten und seit 1986 Mitglied des Netzwerks. Aus der grundsätzlichen Überlegung heraus, dass Bürgermeister für die Sicherheit und das Leben ihrer Bürger verantwortlich sind, versuchen die “Mayors for Peace” Einfluss auf die weltweite Verbreitung von Atomwaffen zu nehmen und diese zu verhindern. Der weltweite Verband hieß früher „Programm zur Förderung der Solidarität der Städte mit dem Ziel der vollständigen Abschaffung von Atomwaffen (Partnerschafts-Programm der Städte Hiroshima und Nagasaki zur Ächtung aller Atomwaffen in Ost und West)“.

Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine 2022 sind allein in Deutschland über 100 weitere Kommunen dem Bündnis beigetreten.



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