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29. April 2005 | Leinenfrei

Große Teile von Konstanz bleiben “hundefreundlich”

Konstanz (fs) Nach einer relativ kurzen Debatte wurde am Donnerstag die neue Umwelt- und Polizeiverordnung im Gemeinderat verabschiedet. In ihr wird auch die Leinenpflicht für Hunde geregelt. Wie bereits im Haupt- und Finanzausschuss schloss sich die Mehrheit der Räte dem Vorschlag der Verwaltung an (siehe Beitrag vom 15.04.2005). Die Befürworter wiesen vor allem auf den Kompromissvorschlag des Tierschutzvereins hin, der eine moderate Ausweitung der Leinenpflicht zugestimmt hatte. Die Gegner versuchten nochmals die Leinenpflicht in Konstanz erheblich auszuweiten.

Zu den “Hardlinern” gehörten vor allem Peter Kleiner (CDU) und Gabriele Weiner (FWG). Während Weiner nochmals eine Leinenpflicht, zumindest im Sommer, am gesamten Ufer vom Hörlepark bis zur alten Rheinbrücke forderte, wollte Kleiner zusätzlich in allen Wohngebieten eine Leinenpflicht durchsetzen. Außerdem plädierte er für eine Leinenpflicht im Lorettowald. Die Befürworter einer Ausweitung der Leinenpflicht wiesen vor allem auf entsprechende Gespräche aus der Bevölkerung hin, die eine strengere Handhabung fordere. Darunter seien selbst Hundehalter gewesen. Mit 8 zu 30 Stimmen wurde eine Verschärfung abgelehnt.


Hundefreunde hatten sich in den letzten Wochen stark engagiert und rund 2.000 Unterschriften gegen eine Ausweitung der Leinenpflicht gesammelt. Christa Müller-Fehrenbach, 1. Vorsitzende des Tierschutzvereins und Arnd Winter überreichten Oberbürgermeister Frank die Liste einen Tag vor der entscheidenden Gemeinderatssitzung. Befürworter der Anleinpflicht argumentierten mit Belästigungen und Gefahren, die von unangeleinten Hunden ausgehen würden. Eine Briefschreiberin warnte davor, dass Kinder von Hunden umgerissen werden, Kleinkinder nicht mehr alleine in Gärten spielen könnten und Hunde kleine Haustiere in den Gärten zerreißen würden und vermutete, dass viele Hunde überhaupt nicht versichert seinen.



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