Konstanz (gro) Raven Schlossberg aus New York wird heute in Konstanz erwartet, und erneut ist es die Galerie Geiger am Fischmarkt, die für eine Begegnung mit einem Liebling der Kunst-Szene von Big Apple sorgt. Auch diesseits des Atlantiks ist die 31-jährige Künstlerin mit ihren unglaublich aufwendigen Collagen inzwischen sehr gefragt. Vor zweieinhalb Jahren und auch schon zu Beginn des Jahres 2002 hatten die Geigers die junge Künstlerin an den Bodensee geholt. Jetzt zeigt Raven Schlossberg neue Arbeiten. Die Bilder, die in konzentrierter Zusammenstellung präsentiert werden, sind in den vergangenen zwei Jahren entstanden. Optisches Geflecht aus unendlich vielen Elementen Die Kunstzeitschrift “Art in America” stellte Raven Schlossberg schon 2001 in eine Reihe mit den ganz Großen der aktuellen Szene, als sie anmerkte, dass die Künstlerin “a promising new follower of the tradition of collage painting practiced by Sigmar Polke and David Salle” sei. Die Art und Weise, wie Schlossberg den Bildraum mit einem dichten, optischen Geflecht aus sorgfältigst collagierten Einzelelementen überziehe, sei “überaus beeindruckend”, sagen die Konstanzer Galeristen Roland und Stefan Geiger. Das Material stammt aus sieben Jahrzehnten Das oft bissige Arrangement von Bild-Materialien stammt aus sieben Jahrzehnten. Die Künstlerin entnimmt es einem eigenen Archiv von Zeitschriften und Illustrierten. Was Raven Schlossberg daraus schöpft, zeuge von “einer sehr markanten, ja unverwechselbaren Bildsprache”, sagen die Geigers. Die Künstlerin verstehe es, sich genau an der Schnittstelle von engagierter Collage und abstrakter Malerei anzusiedeln. Kompetenz in Collage- und Assemblage-Kunst Die aktuelle Schau ist die dritte Einzelausstellung von Raven Schlossberg in der Galerie Geiger. Sie bescherte Konstanz zum Beginn des Jahres 2002 die erste Begegnung mit dem New Yorker Shooting-Star. Die Galerie möchte mit der Verpflichtung Schlossbergs ihre programmatische Kompetenz in Sachen Collage- und Assemblage-Kunst erneut unter Beweis stellen und an ihre viel beachteten Präsentationen von Daniel Spoerri und Heinz E. Hirscher anknüpfen.
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