Altana ändert die Strategie
Konstanz/Bad Homburg (gro) Die Altana AG liebäugelt seit neuestem mit Finanzinvestoren für ihre Konstanzer Pharma-Sparte. Damit ändert sich die Strategie des Chemiekonzerns. Nikolaus Schweickhart, der Chef des sehr erfolgreichen, börsennotierten Unternehmens, das bis zum Jahresende in Chemie und Pharma aufgespalten werden soll, hatte bisher daran festgehalten, für die Pharmasparte einen gleichartigen Partner zu finden. Die New Yorker Investmentbank Goldman Sachs war damit beauftragt, bis 19. Juni einen passenden Partner zu finden. Das ist offensichtlich nicht gelungen.
Schweickhart: Mischlösung denkbar
Stattdessen wurden, nach Informationen aus Finanzkreisen, von Goldmann Sachs Unterlagen über die innere Verfassung der Pharmasparte an ausgesuchte Finanzinvestoren verschickt. Nach wie vor ist laut Schweickhart aber nicht daran gedacht, die Pharmasparte komplett an Finanzinvestoren zu verkaufen. Nach einem Bericht von „boerse.online“ halte man bei Altana eine „Mischlösung“ für denkbar: das Zusammengehen mit einem Partner, finanziell flankiert durch eine Beteiligungsgesellschaft.
Missstimmung in der Belegschaft
Eine zeitnahe Lösung wäre wünschenswert. Die bislang vergebliche Partnersuche für die Pharmasparte hat, mit den damit verbundenen Unsicherheiten, zu Verstimmungen in der Belegschaft geführt; die Stimmung bei den Leistungträgern sei „abgestürzt“, heißt es in einem aktuellem Nericht von „fdt“. Der sich hinziehende Prozess “beeinträchtigt inzwischen konkret das Tagesgeschäft“, erfährt man bei „boerse.online“.
In Fernost will man sich Zeit lassen
Wie von dornroeschen schon vor Monaten gemeldet, werden auch asiatische, vor allem japanische Pharmakonzerne potentielle Partner einer Altana Pharma AG ins Kalkül genommen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass gerade japanische Unternehmen in aller Regel lange Vorbereitungszeiten benötigen, wenn sie mit Firmen in Übersee zusammengehen wollen.





