Konstanz (gro) Das staatliche Liegenschaftsamt hat die Stadt abblitzen lassen. Die Landesbehörde sieht zumindest vorerst keinen Anlass, der Stadt das Grundstück am Lutherplatz zu überlassen, auf dem ein Parkplatz eingerichtet ist, den vor allem Mitarbeiter von Justizbehörden, also Landesbedienstete nutzen. Damit rückt ein Parkhaus am Lutherplatz in weite Ferne. Dass die staatliche Liegenschaftsverwaltung der Stadtverwaltung die kalte Schulter zeigt – damit war allerdings zu rechnen gewesen. „Unangemessene Angebote der Stadt“ Das Verhältnis zwischen Stadtverwaltung und den Immobilienverwaltern des Landes ist, wie man hört, seit Jahren zerrüttet. Beredtes Zeugnis dafür ist ein bitterer Brief von Landesbediensteten. Sie beschwerten sich in dem Schreiben über angeblich unangemessen dürftige Angebote seitens der Stadt und auch über das anscheinend arrogant wirkende Auftreten der Konstanzer. Weitere Nachfragen nicht erwünscht Im Hinblick auf die Vorgeschichte erscheint es nur konsequent, wenn das staatliche Liegenschaftsamt nun noch einmal abwinkt. Zuerst, so heisst es nun, wolle man „eine mögliche Nutzung für den Eigenbedarf prüfen“. Die Überlegungen seien „noch nicht abgeschlossen“. Nicht einmal eine grobe Zeitvorstellung gibt es anscheinend. Man wünscht auch keine neuen Nachfragen der Konstanzer Verwaltung, sondern werde auf die Stadt Konstanz, wenn man irgendwann so weit sei, „zukommen“. Auf Antrag der CDU-Fraktion Das Thema „Parkhaus am Lutherplatz“ steht in er heutigen Sitzung des Technischen Ausschusses auf der Tagesordnung. Anlass dafür ist ein Antrag der CDU-Fraktion vom 9. November, in dem sich die Christdemokraten massiv für die Wünsche des Einzelhandels stark zu machen versuchen. Der Verdacht hat sich erhärtet Als es vor Jahresfrist darum ging, die eigentlich schon beschlossene Parkpalette für den Döbeleplatz nachträglich doch noch abzulehnen, war der Hinweis auf ein Parkhaus am Lutherplatz ein oft gehörtes Argument gegen die grenznahe Döbele-Lösung. Kommunalpolitische Beobachter hatten schon damals den Verdacht, dass in diesem Falle wider besseres Wissen argumentiert wurde. Dieser Verdacht hat sich jetzt erhärtet. Einzelhandel mit allen Vorstössen gescheitert Es ist vor allem der traditionelle, alteingesessene Konstanzer Einzelhandel, der seit Jahren, unterstützt vom Stadtmarketing und allen einschlägigen Verbänden, mit Nachdruck zusätzliche Parkplätze fordert. Alle Vorstösse sind bisher gescheitert.
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