Kommen am Ende doch die Japaner zum Zuge?
Konstanz (gro) Das Pharmaunternehmen Altana/Nycomed soll saniert und dann weiterverkauft werden. Dies geht aus zwei aktuellen Interviews mit Nycomed-Chef Hakan Björklund hervor. Zu Peter Ludäscher vom „Südkurier“ sagte Björklund, die Investoren, die hinter der Fusion stehen, seien „ganz klar an einer Wertsteigerung des Unternehmens interessiert, um es dann nach einigen Jahren mit Gewinn zu verkaufen“. Im Management des Konstanzer Pharmaunternehmens hält man es „für durchaus möglich“, dass am Ende doch noch ein Partner aus Fernost zum Zuge kommt, wahrscheinlich der Eisai-Konzern.
Gespräche in Japans Hauptstdt Tokyo
Vor gut einem halben Jahr waren Spitzenleute der Bad Homburger Konzernleitung zu Gesprächen in Tokyo. Damals hiess es bei Altana, die Japaner würden die Pharmasparte des Konzerns eigentlich gerne übernehmen. Doch zuvor müsse gründlich saniert werden. Deswegen habe man Finanzinvestoren eingeschaltet.
Nycomed als Kulisse für Finanzinvestoren
Die sind demnächst indirekt am Werk. Denn hinter Nycomed, dem bis vor kurzem im dänischen Roskilde, seit Januar 2007 in Zürich angesiedelten Konzern, der Altana Pharma übernommen hat, stehen Nordic Capital und die Crédit Suisse. Sie halten zusammen aktuell 66,6 Prozent oder zwei Drittel des Aktienkapitals, und Björklunds Arbeitsstil ist geprägt durch eine laufende, engmaschige Abstimmung mit den Investoren. „ich habe nur gute Erfahrungen mit Investoren gemacht – und ich dürfte weltweit zu denjenigen gehören die damit die grösste Erfahrung haben“, sagt Björklung. Sein Hauptwohnsitz bleibt auch nach dem Umzug der Firmenleitung nach Zürich in seinem Heimatland Schweden.
„Längerfristig“, aber höchstens sieben Jahre
Finanzinvestoren denken anscheinend in relativ kurzen Zeiträumen. Einerseits heisst es, die Nordic Capital und Crédit Suisse wollten sich „längerfristig engagieren“, doch im gleichen Atemzug ist von „fünf bis sieben Jahren“ die Rede. Bis dahin sollen nach der Meinung von Analysten bei Nycomed/Altana 2000 der weltweit insgesamt 11.000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Das sind immerhin 18 Prozent.
Baldiger Weiterverkauf nützt Banken und Aktionären
Ein baldiger Weiterverkauf des grössten Konstanzer Unternehmens ist für die Stadtkasse alles andere als vorteilhaft. Es fliesst zwar weiter jede Menge Geld, aber weniger als Steuergeld an die Allgemeinheit, als vielmehr an Banken und Aktionäre. Bei einem Weiterverkauf, der erneut mit Krediten finanziert werden wird, können wieder 50 Prozent der Zinsaufwendungen vom Gewinn abgezogen werden, dessen Höhe massgeblich ist für die Gewerbesteuer.
Im Jahr bald 10 Millionen weniger?
Bis jetzt steuert das Unternehmen bis zu 70 Prozent des Konstanzer Gewerbesteueraufkommens bei. Unterm Strich dürften schon dieses Jahr etliche Millionen weniger ankommen; kurzfristig könnten es im Jahr etwa 10 Millionen weniger sein als bisher. Für den Erwerb von Altana Pharma wurden 4,215 Millarden Euro bezahlt. Die Differenz zu den ursprünglich genannten 4,6 Millarden ergibt sich laut Björklund aus dem Umstand, dass Altana Pharma einen Bargeldbestand in höhe von 400 Millionen Euro hatte.






ein paar Gerüchte…
Eisai schreibt man mit a
Hallo Mitarbeiter,
danke, die Japaner sind jetzt richtug geschrieben.
gro
ja, Gerüchte… aber seit 15 Monaten ist an jedem Gerücht um Altana Pharma leider immer was wahres dran gewesen.
Heute Im SÜDKURIER:
Zitat: “Wie kaum anders zu erwarten, kam die Rede auch noch einmal auf das Konzert- und Kongresshaus. Dass es finanziell so schnell bergab gehen würde, habe er im Vorfeld nicht ahnen können, sagte das OB Frank. ”
Alle wussten es, nur der OB nicht !