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19. Januar 2007 | Beste Aussichten auf den Amtsleiterposten

Friedhelm Schaal wärmstens empfohlen

Konstanz (gro) Der Hauptausschuss des Gemeinderats hat Friedhelm Schaal erwartungsgemäss mit grosser Mehrheit als künftigen Komplett-Leiter des städtischen Wirtschaftsförderungsamts empfohlen. Nur zwei Ausschussmitglieder sprachen sich dagegen aus. Sie wollen, dass die Stelle neu ausgeschrieben wird. Eine solche Massnahme war vor zwei Jahren gescheitert. Unter fast 200 Bewerbungen fand der Gemeinderat damals niemanden, der den Vorstellungen entsprochen hätte. Deswegen wurde Schaal, der seit dem Jahr 2000 Geschäftsführer der Stadtmarketing GmbH ist, im Frühjahr 2005 dafür ausersehen, das verwaiste Amt nebenher als 30-Prozent-Stelle zu leiten. Die 100-Prozent-Wahl zum Amtsleiter ist Aufgabe des Gesamtgemeinderats.

Vertrag mit Stadtmarketing würde aufgelöst

Die Bestellung Schaals zum vollumfänglichen Leiter des Wirtschaftsförderungsamts darf als sicher gelten. Schaal hat die Sympathien der Gemeinderatsmehrheit, wie man hört und wie sich im Hauptausschuss zeigte, hinter sich. Am leidenschaftlichsten setzte sich im Hauptausschuss die Freie Grüne Dorothée Jacobs-Krahnen ein: Man müsse froh sein, diesen Mann für den wichtigen kommunalpolitischen Posten zur Verfügung zu haben. Seinen Vertrag als Geschäftsführer der Stadtmarketing GmbH, der noch bis 2010 läuft, wird Schaal im Falle seiner Wahl zum Amtsleiter vorzeitig auflösen.

Fulde und Weber: “Besser nochmals ausschreiben”

Dieter Fulde (FDP) und Herbert Weber (SPD) plädierten dagegen für eine erneute Ausschreibung. Verschiedentlich war Kritik am gescheiterten Verfahren
aufgekommen. Möglicherweise habe man schon bei der Vorauswahl, als 90 Prozent der Bewerber nach der Papierform aussortiert wurden, entscheidende Fehler gemacht, hiess es in Gemeinderatskreisen. Es sei jedenfalls schwer nachzuvollziehen, sich unter fast 200 Bewerberinnen und Bewerbern nicht ein einziger Kandidat hatte finden lassen, der für den Posten in Frage gekommen wäre. Fulde und Weber sähen es im Interesse der kommunalpolitischen Klarheit jedenfalls viel lieber, wenn die Stelle noch einmal ausgeschrieben würde. Friedhelm Schaal könnte sich dann ganz normal bewerben.

“Wäre eine Misstrauensbekundung”

Trotz seiner 30-Prozent-Verpflichtung habe Schaal das fragliche Amt seit Monaten „zu 100 Prozent“ geleitet, hört man im Rathaus. Deshalb würde es nach Meinung von kommunalpolitischen Beobachtern einer unangemessenen Misstrauensbekundung gleichkommen, machte man Schaal jetzt nicht zum kompletten Amtsleiter. Gerade in einer solchen Entwicklung sieht dagegen Neue-Linie-Stadtrat Jürgen Wiedemann einen verhängnisvollen Konfliktstoff. Denn dieses Vorgehen wirke nicht nur auf ihn wie ein Freundschaftsdienst an Schaal, eingefädelt vom Oberbürgermeister höchstpersönlich – ein Vorwurf, den Horst Frank wiederholt mit Nachdruck zurückgewiesen hat.

Korrekturhinweis: Wir hatten Friedhelm Schaal zunächst versehentlich nur ein Jahr als 30-prozentigem Wirtschaftsförderer zugesprochen. Tatsächlich steht der hauptberufliche Stadtmarketing-Chef dem Amt schon seit knapp zwei Jahren vor. Wir haben den Fehler inzwischen korrigiert.



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2 Kommentare

  1. 1. enzo

    Schönes Wortspiel “Scha(a)l wärmstens empfohlen”…aber Dornröschen: Erwartest Du denn frostige Zeiten?!
    Gruß

    enzo

  2. 2. May

    … das ist irgendwie dubios …

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