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20. Januar 2007 | Heute Benefizkonzert im „Delfino“

„Malen ist wie Salatsoße machen“

Konstanz (gro) Bilder von Andreas Knoblauch (Foto) schmücken derzeit das Café Delfino am Bahnhofplatz. Es sind meditativ wirkende Arbeiten. Der Künstler vergleicht seine Herangehensweise an die Leinwand mit dem Mischen von Salatsoße. Die Bilder geben am heutigen Samstag den künstlerischen Rahmen für ein Benefizkonzert zu Gunsten von Schul- und Umweltprojekten in Nicaragua, veranstaltet vom Verein „Helft uns helfen“. Das Konzert der Formation „Dis Connection“, mit der Sängerin Mareike Köhler und ihrer Band, beginnt heute Abend um 21 Uhr.

Guter Geschmack mit persönlicher Note

Doch zunächst zurück zu den Bildern: Andreas Knoblauch weiß natürlich um das provokante Potenzial seines Vergleichs. Andererseits benützt er den Hinweis auf die „Salatsoße“ ganz bewusst und ganz gern. Unter anderen will er damit Mut machen, nach dem Motto: „Versuch’s einfach, wage etwas!“. In beiden Fällen, beim Herstellen einer Salatsoße und beim Malen, komme es außerdem an auf den guten Geschmack, der durchaus eine persönliche Note haben sollte.

Der Künstler verwendet nur reine Ölfarben

Schon deswegen hat sich Knoblauch reinen Ölfarben und edlen Pigmenten verschrieben. „Es entstehen Bilder, die duften“, sagt der Künstler. Der gebürtige Radolfzeller, der in Staad wohnt, ist Autodidakt. Das Malen, oder die Lust zum Malen, sagt Knoblauch, habe ihn „regelrecht überfallen“. An ihm sei es, sich diesem Antrieb intensiv hinzugeben und sich von innen heraus leiten zu lassen.

Die Bilder laden ein zum versonnenen Nachdenken

Knoblauch, der eine Zeitlang in einer Künstlerkommune lebte, einen Buchhandel mit esoterischer Literatur aufzog und sich nun auch der Malerei widmet, hat alle seine Bilder betitelt. Sie haben häufig meditativen Charakter und laden ein zum versonnenen Nachdenken über Raum, Zeit und Begegnungen. Neben den Farben, die durchweg auf Leinwände aufgetragen werden, verwendet Knoblauch auch kleinere Materialstücke, wie etwa bei seinem kontrastierenden Bild „Mann und Frau“.

Sprechstunden für Arme

Am heutigen Samstagabend geben Knoblauchs Bilder, wie erwähnt, den passenden Rahmen ab für das Konzert von „Dis Connection“. Sängerin Mareike Köhler wird im „Delfino“ begleitet von den Gitarristen Florian Braun und Andreas Fleckner, ferner von Alexander Binder am Schlagzeug und Bernd Ruh am Bass. „Defino“ und Band unterstützen mit dem Konzert ein Projekt in Nicaragua, bei dem der Verein „Helft uns helfen“ Gehälter von Lehrern, einem Arzt und Krankenschwestern finanziert, die armen Menschen Sprechstunden anbieten.

Kläranlagen aus Bananstauden

Mit Hilfe des vor 14 Jahren gegründeten Vereins werden ferner Erziehungs- und Umweltprojekte verwirklicht, wie etwa auf der nicaraguanischen Vulkaninsel Ometepe, wo die Einheimischen unter anderem lernen, mit Bananenstauden kleine, natürliche Kläranlagen für Waschwasser anzulegen.

P.S.: Die Bilder im “Defino” sind bis auf weiteres den ganzen Tag über und in der ersten Hälfte der Nacht (auch sonntags) von jedermann zu besichtigen.



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