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17. Mai 2007 | 10 Jahre Jazz Downtown

Von den letzten Dingen

Konstanz (gro) Mit Musik über die letzten Dinge sinnen – für Bernd Konrad (Bild) „etwas ganz Normales“. Mit seiner Komposition „Unter Strom“, zugeeignet der früh verstorbenen Janis Joplin, sorgt Konrad für einen starken Auftakt zum 10-jährigen Bestehen von Jazzdowntown am kommenden Samstag im Konzil. Mit von der Partie sind die Südwestdeutsche Philharmonie, die Jazzsängerin Greetja Bijma und Paul Amrod mit seinem „Hard Bop Concerto“. Das Konzert unter der Leitung von Tobias Bücklein beginnt um 19.30 Uhr. Hernach musizieren 26 Band in 26 Lokalen der Konstanzer Altstadt.

Aus der Tradition von Spirituals und Gospels

Die Beschäftigung mit dem Tod liegt bei diesem Jazzfestival recht nahe, schließlich steht dahinter der Konstanzer Hospitz-Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, sterbenskranken Menschen und deren Angehörigen und Freunden beizustehen. Im Übrigen hat der Jazz eine seiner Traditionslinien in der geistlichen Musik, etwa mit den Spirituals und den Gospels.

Bernd Konrads musikalische Denkmäler

Professor Bernd Konrad setzt seit zwei Jahrzehnten in seinem Zyklus „Wen die Götter lieben, den holen sie früh zu sich“ Ikonen des 20. Jahrhunderts musikalische Denkmäler. Seine neueste Orchesterkomposition „Unter Strom“ ist eine Hommage an die Sängerin Janis Joplin. Neben Konrad (Saxophon) ist als Solistin die holländische Sängerin Greetje Bijma, eine „Queen of Jazz in Europe“, zu erleben.

Amrods Hommage an Theolonius Monk

Der aus New York stammende Jazzpianist und Komponist Paul Amrod setzt sich in seiner eigens für das Hospiz orchestrierten Fassung von „Hard Bop Concerto“ mit dem Tod auseinander. Der erste Satz des Werkes, das an diesem Abend seine Uraufführung erlebt, ist eine Hommage an den Jazz-Musiker Thelonious Monk, einen der innovativsten und individuellsten Musiker des Modern Jazz. Der zweite und dritte Satz des Stückes rühren an die Frage, woher wir kommen und was mit uns nach unserem Tod passiert.

Wer spielt wo?

Die Bandbreite der 26 Bands, die am Samstag ab 21 Uhr in 26 Lokalen der Altstadt auftreten, reicht von Latin und Oriental Jazz, Modern und Traditional Jazz bis zu Swing, Blues, Dixie und Funk.Und das sind die Bands:

Schwester Gaby im ExxTRA, Hussenstraße. 28; Blue Birds of Paradise im Barbarossa, Obermarkt 8; Jailhouse Jazzmen im Hotel Graf Zeppelin, Stephans-Platz 15; Blue Ex(perience) im Zeitlos, Stephans-Platz 25; Opposites Attract im Voglhaus Café, Wessenbergstrsße. 8; ong>Mohamed Badadawi & Band im Sedir; Hofhalde 11; Medouteran im Raumwerk, Hofhalde 12; Manfred Junker Quartett im Wessenberg, Wessenbergstraße 41; Konstanzer Gitarrenduo im Medici, Münsterplatz 5; Play Station im Brauhaus Johann Albrecht, Konradigasse 2; Swiss-German- Dixiecorporation in der Spitalkellerei, Brückengasse 12; Moritz Peter Quartett im Steigenberger Inselhotel; Black Cat Bone Rhytm Section feat Werner Dannemann in der Seekuh, Konzilstraße 1; Fisch’s Dixie Taxi in der Weinkellerei Fritz, Salmannsweilergasse 9 –11; Foodlovers im Wiener Kaffeehaus Krone, Brotlaube 2; Son Pa Ti im Maran, Marktstätte 6; Alex Donat Swing Trio im La Piazza, Marktstätte 2; Zeppelin Bord Band fest. Malcom Green im Hotel Mercure Halm, Bahnhofsplatz 6; Tunefish in den Konstanzer Bürgerstuben, Bahnhofplatz 7; Jürgen Waidele’s Conversation im Steg 4, Hafenstraße 8; FunJAZZtic im La Porta, Bahnhofstraße 14: Skin’n Bone im Shamrock-Irish Pub, Bahnhofstraße 4; Sabsmiles Harmonie, Zogelmannstraße 5; Quinteto Cha im Papageno, Hüetlinstraße 8; Patrick Manzecchi & Friends in Old Mary’s Pub, Kreuzlingerstraße 19; Harry de Ville Bluesband in der Taverna to Steki, Emmishoferstraße 1.



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